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Äthiopien

Äthiopien, das Land im Herzen Afrikas hat eine Menge zu bieten, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Nicht nur die einheimische Bevölkerung ist sehr herzlich, das Land verfügt auch über eine tolle Landschaft. Das Land verfügt über malerische Nationalparks, wo heute noch traditionelle Völker im Einklang mit der Natur leben. Entdecken Sie mit uns die Schönheit Äthiopiens.

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Ihre Reise nach Äthiopien könnte mit einer Reise in die Hauptstadt des Landes, Adis Abeba beginnen. Die Stadt verfügt über circa 3 Millionen Einwohner, und ist somit die größte Stadt des Zentralafrikanischen Landes. Besonders wichtig ist die Stadt auch für die Wirtschaft des Landes, so könnte man sagen, dass Adis Abeba das pulsierende Herz der Wirtschaft Äthiopiens ist. Hier sitzt die Wirtschaftskommission der UN für Afrika und seit circa 60 Jahren hat die Organisation für Afrikanische Einheit ihren Sitz in der Hauptstadt. Besonders auffällig bei einem Besuch der Äthiopischen Hauptstadt, sind die Gegensätze, die hier herrschen. Einerseits verfügt die Stadt über breite und weitläufige Straßen beziehungsweise Boulevards, auf denen zahlreiche Luxushotels zu finden sind. Auf der anderen Seite herrscht hier jedoch auch bittere Armut, die in der gesamten Stadt omnipräsent ist.

Besonders sehenswert in Addis Abeba ist der Markt Abbis Mercato, der sich im Stadtteil Addis Ketema befindet. Bei dem Markt handelt es sich um den größten Markt ganz Äthiopiens und stammt noch aus der italienischen Besatzungszeit, was der Name vermuten lässt. Hier finden Sie zahlreiche regionale Lebensmittel, wie leckeres Obst, jedoch auch Bekleidung, Haushaltsgeräte und Elektronik - also alles was das Herz begehrt. Der Markt ist jedoch nicht nur an einem Tag in der Woche geöffnet, sondern an sechs Tagen, somit bleibt Ihnen genug Zeit den weitläufigen Markt einmal genauer zu erkunden. Sonntags müssen Sie auf einen Besuch leider verzichten, denn zu dieser Zeit ist der Markt geschlossen. Wenn Sie Ihre Sightseeingtour in Addis Abeba jedoch fortsetzen möchten, so bietet sich ein Besuch der Africa Hall an. Dabei handelt es sich um ein prächtiges Bauwerk, das lange Sitz der Organisation für Afrikanische Einheit war. Sie wurde 1963 in der Africa Hall gegründet. Seine Besucher überzeugt die Africa Hall vor allem durch die wunderschönen und eindrucksvollen Glasmalereien. Sie wurden in den späten 50-er Jahren von einem berühmten äthiopischen Künstler, namens Afewerk Tekle gemalt. Das Bemalen des Glas hatte jedoch nicht nur einen ästhetischen Sinn sondern auch einen tiefgreifenden, denn damit wollte man die Vergangenheit und die Zukunft Afrikas darstellen.

Wenn Sie der hektischen Stadt jedoch lieber entfliehen möchten so bietet sich ein Besuch in den Nationalparks Äthiopiens an. Besonders schön sind die Nationalparks Awash Nationalpark und Bale Nationalpark. Der Bale Nationalpark befindet sich im Hochland im Süden des Landes und verfügt über eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten. Besonders bemerkenswert ist hier die große Zahl an außergewöhnlichen Vogelarten. Der Park liegt in bis zu 4377 Metern und ist somit eher nichts für Menschen mit Höhenangst. Ein weiterer Nationalpark, der definitiv einen Besuch wert ist ist der Awash Nationalpark. Auch er verfügt über einen großen Artenreichtum, aber was hier vor allem überzeugt sind die imposanten Wasserfälle. Hier kann man unglaubliche Wassermassen in die Tiefe stürzen sehen, ein Anblick, den man wohl nicht so schnell vergessen wird. Darüber hinaus kann man im Nationalpark einen Vulkan finden, der den Namen Fantale trägt.

Ebenfalls einen Ausflug wert ist der Langano-See der rund 1600 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Er gehört zu den Seen in Äthiopien, in denen man baden kann ohne sich mit Bilharziose zu infizieren. Vermutlich schreckt Sie das Wasser zunächst ab, da es rotbraun verfärbt ist und somit nicht wirklich zu einem ausgiebigen Bad einlädt. Der Grund für die Färbung ist der sehr hohe Sodaanteil des Wassers, somit stellt die Farbe des Wasser kein Grund dar, hier nicht einmal seine Runden zu drehen. Der Langano-See ist darüber hinaus ein sehr beliebtes Ausflugsziel, da er sich unweit eines weiteren Nationalparks befindet, und zwar dem Nationalpark Abijatta-Shala.

Die wohl meist besuchte Attraktion Äthiopiens sind wohl die Tisissat-Wasserfälle, die die zweitgrößten Wasserfälle Afrikas sind. Sie sind 42 Meter hoch und durchaus einen Besuch wert. Neben den Wasserfällen stellt die wohl älteste Brücke Äthiopiens eine weitere potentielle Anlaufstelle für Sie dar. Diese Brücke wurde erst 1626 fertiggestellt und ist somit die älteste noch intakte Brücke Äthiopiens.

Tipps der Redaktion

Seit der Unterzeichnung eines Waffenstillstands zwischen Eritrea und Äthiopien am 18. Juni 2000, wurden die Flugverbindungen für einen Großteil des Staatsgebietes wieder aufgenommen und die Sicherheitsbedingungen in den Touristenstätten wie Lalibella, Gondar und Bahar Dar et Axoum sind wieder hergestellt. Der Außenminister rät dennoch von einem Besuch am Vulkansee Wonchi sowie von nächtlichen Ausgängen in der Stadt Dire Daoua ab. Schließlich sollten die Regionen Somalia und Afar unbedingt vermieden werden.

Absolute Pluspunkte, was einen Urlaub in Äthiopien betrifft sind die unglaubliche Vielfalt des Landes, und vor allem seine wunderschöne Natur. Besonders erstaunlich ist, dass die Landschaft sich durch eine vielseitige und reichhaltige Fauna auszeichnet, trotz der hohen und sehr heißen Temperaturen, die im Land herrschen. Eher negativ hingegen ist, dass sich das Land bereits seit Mai 1998 in einem langanhaltenden Konflikt mit dem Nachbarland Eritrea befindet. Darüber hinaus sind zahlreiche Straßen und Wege während der Regenzeit, zwischen Juni und September unbefahrbar. Des Weiteren ist die Infrastruktur des Landes nicht wirklich gut ausgebaut, was ein schnelles und vor allem problem- und pannenloses Vorankommen teilweise unmöglich macht.

Leider können in einem afrikanischen Land wie Äthiopien Angriffe terroristischer Art nicht ausgeschlossen werden. Sie müssen also auch hier jederzeit mit terroristischen Aktivitäten rechnen. Besonders sollten Sie in der äthiopischen Region al- Shabaabs aufpassen. Darüber hinaus sollten Sie sich nicht unbedingt alleine im Land aufhalten. In einer Gruppe unterwegs zu sein ist vor allem abends wichtig. Allgemein kann man sagen, dass die Sicherheit in Äthiopien durchaus gewährleistet ist, vor allem in den großen Städten des Landes. Dies liegt vorwiegend daran, dass die Sicherheitskräfte im Land massiv aufgestockt wurden in den letzten Jahren. Im Allgemeinen kann man somit sagen, dass touristisch organisierte Besuche meistens ohne jegliche Probleme verlaufen. Eher gefährlich hingegen ist Addis Abeba, denn hier häufen sich die Überfälle auf Passanten, vor allem an Hauptverkehrsstraßen. Sie sollen daher unbedingt vermeiden in der Stadt nach 22 Uhr unterwegs zu sein.

Darüber hinaus ist die Infrastruktur des Landes sehr schwach, die Straßen sind eher mäßig ausgebaut und somit sind auch Überlandreisen nur begrenzt möglich. Auch hier sollten Sie nach Einbruch der Dunkelheit vorsichtig sein, denn zu dieser Tageszeit sollten Sie aufgrund der Verkehrssicherheit nicht mehr Überland fahren.

Sie sollten Sich des Weiteren unbedingt vor Reisen und Erkundungstouren über die Sicherheitslage im Land informieren. Wenn Sie eine geführte touristische Tour durch Äthiopien planen, dann können Sie unbesorgt sein. Touren bei denen Einheimische beziehungsweise ortskundige dabei sind, sind auch meistens sehr sicher.

Pluspunkte

  • +Das Land, Königreich der Königin von Saba, hat eine außergewöhnlich reiche Vergangenheit.
  • +Die Fauna ist erstaunlich vielseitig.

Minuspunkte

  • -Das Land steht seit Mai 1998 mit Eritrea in Konflikt.
  • -Zahlreiche Straßen und Wege sind während der Regenzeit (von Juni bis September) unbefahrbar.

Traditionen

Generell kann man Äthiopien als Mosaik verschiedener Kulturen bezeichnen, die hier miteinander verschmolzen sind aber auch nebeneinander leben. Insgesamt sollen mehr als achtzig verschiedene Sprachen und Dialekte herrschen, die aber andererseits auch vollkommen verschiedene Lebensstile, Bräuche oder Traditionen mit sich bringen. So gibt es in Äthiopien viele Stämme, die noch in der freien Natur leben, und die sich auch nur von in der Natur vorkommenden Lebensmitteln ernähren. Ein wichtiger, wenn nicht einer der wichtigsten Bestandteile dieser Kulturen ist die Viehzucht. Das Tier wird bei seiner Schlachtung vollkommen verwertet, nichts wird verschwendet. Nicht selten ist es, dass die Völker ihre Tiere "anzapfen", das bedeutet dass sie durch gezielte Stiche in die Hauptschlagader der Tiere am Hals Blut gewinnen, dass anschließen getrunken wird. Die Tiere sterben bei dem Szenario jedoch nicht, denn es wird nur so viel Blut entnommen, dass das Tier danach immer noch lebensfähig ist. Durch die Ernährung von Blut, gelangen vor allem die Jäger der Naturvölker schnell an reichhaltige Nahrung.

Besonders der Süden Äthiopiens verfügt über eine ausgesprochen hohe Anziehungskraft auf Reisende und Touristen. Der Grund dafür ist der Mix von verschiedenen Naturvölkern und Einflüsse der modernen Welt, die hier miteinander verschmelzen.

Küche

Die Äthiopier mögen gerne Wats (Fleischgericht mit Huhn oder Gemüse), das mit scharfen Soßen und manchmal mit Injera (Brot) und Tibs (gegrillte Fleischstücke) gereicht wird. Unter den anderen Spezialitäten findet man Shivro (Gericht aus Kichererbsen) oder Misir (zubereitete Linsen). Die Äthiopier essen auch sehr viel Fisch, wie z.B. Forelle, Barsch und Krabben. Die Speisen werden in einem riesengroßen Teller serviert, um den sich alle Gäste setzen. Man wäscht sich vor dem Essen immer die Hände, denn man benutzt die rechte Hand zum essen. In Äthiopien trinkt man viel Kaffee. Dieser kommt aus der Provinz Kaffa. Man trinkt auch Talla (Bier), das einen sonderbaren Geschmack hat, Kaitaka (eine Art Getreideschnaps), Cognac (lokal) und Tej (alkoholisiertes Getränk aus gegorenem Honig).

Souvenirs und Handwerk

Textilien, Kaffee, religiöse Figuren, Silberschmuck, Teppiche, Ikonen, Läufer, alte Bücher, Steingut. Die Geschäfte sind montags bis freitags von 08.00 Uhr bis 12.30 Uhr und 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet; samstags von 09.00 Uhr bis 13.00 Uhr und 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr.