Asiens Kampf gegen die Verschmutzung der Meere

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UMWELTSCHUTZ - Die zunehmende Verschmutzung der Meere bereitet schon lange Probleme. Vor allem in Asien, wo die bevölkerungsreichsten Länder dieser Welt liegen, scheint der Kampf aussichtslos. Mit kleinen Schritten erhofft man sich jetzt Verbesserung.

Laut einer Studie, die von der Ellen MacArthur Stiftung im Januar 2016 veröffentlicht wurde, landen jedes Jahr acht Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer - umgerechnet eine Lastwagenladung voll Müll pro Minute. 2050 könnte sich die Menge vervierfachen, wenn nicht bald etwas unternommen wird.

In Europa setzt sich seit einigen Jahren ein junger Holländer mit seinem Projekt The Ocean Cleanup für die Rettung der Meere ein und kann bereits erste Erfolge vorweisen. Doch gerade in den asiatischen Schwellenländern besteht dringend Handlungsbedarf.

33 Cent für eine Plastiktüte, das ist Indonesiens Plan

33 Cent für eine Plastiktüte, das ist Indonesiens Plan
© Agung Parameswara/Getty Images

Eines der größten Probleme sind die Plastiktüten. In den meisten Ländern gibt es kein funktionierendes Recyclingsystem - ein Großteil der zehn Milliarden Einkaufstüten, die in Indonesien an die Einkäufer ausgehändigt werden, landet im Meer. Zusammen mit China, Thailand, Vietnam und den Philippinen trägt Indonesien Mitschuld an 60 Prozent des Plastikmülls in den Weltmeeren.
Doch jetzt hat die Regierung endlich eingegriffen. Seit Februar 2016 müssen für Plastiktüten 33 Cent bezahlen ? ein kleiner Schritt, der aber hoffentlich zum Umdenken und zu einem größeren Bewusstsein für nachhaltigen Konsum anregt.

Diese Dimensionen zeigen, dass nicht - wie häufig angenommen - die Schiffe für die Verschmutzung verantwortlich sind. Der Müll gelangt hauptsächlich über die Flüsse und durch den Wind in die Ozeane, wo er eine ernstzunehmende Bedrohung für die Pflanzen- und Tierwelt darstellt. Immer wieder verenden Tiere, weil sie qualvoll am Plastikmüll ersticken.

In asiatischen Schwellenländern Ländern wird zwar prozentual weniger Plastik verbraucht als in Europa oder in den USA. Allerdings basiert die Entsorgung nicht auf einem effizienten Recyclingsystem wie wir es kennen, sondern Größenteils auf der Arbeit von Müllsammlern, für die rund 20 Prozent der Abfälle vollkommen wertlos sind - darunter auch die Plastiktüten.

In China sind die Tüten aus dünnem Plastik schon seit 2008 verboten. Und weil die etwas stabileren Tüten jetzt nicht mehr kostenlos an die Kunden ausgegeben werden dürfen, ist der Verbrauch um immerhin 50 Prozent zurückgegangen.
Bleibt zu hoffen, dass auch Indonesien schon bald Veränderungen im Umgang mit Plastik vrezeichnen kann.

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Quelle: 8mrd.com

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Rebecca Reif
Geposted 26.02.2016 1 teilen
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