Vielfältig, vielfältiger, Peru!

KulturPeru

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Das Land Peru ist ähnlich wie ein großer Flickenteppich: Aus vielen einzelnen bunten Elementen wird ein großes farbenfrohes Ganzes. Vom Norden bis in den tiefen Süden hat das Land kulturell ebenso wie landschaftlich einiges zu bieten. Tauchen Sie ein in das bunte und faszinierende Peru - das Land, in dem einst die Inkas regierten.

Peru - Land der Inkas

Peru - Land der Inkas
© mackoflower/123RF

Die Geschichte Perus beginnt ungefähr 2000 Jahre vor Christus als verschiedene Stämme und Volkskulturen beginnen ihre Hütten und Behausungen in den Bergen zu bauen. Noch heute sind beeindruckende Bauten wie zum Beispiel Machu Picchu oder die Pyramiden von Caral Zeugnis einer längst vergangenen Zeit. Später verlassen die Ureinwohner diese Bauten, um sich entlang der Pazifikküste anzusiedeln und Städte zu gründen. Kulturell zeigt sich Peru sehr vielseitig. Durch die lange Geschichte und vielen archäologischen Funde fasziniert das Land nicht nur Wissenschaftler sondern auch Reisende aus aller Welt. Das Land zwischen Anden und Pazifik hütet einzigartige kulturelle Schätze.

Der Süden

Der Süden
© luq/123RF

Machu Picchu gilt als einer dieser besonderen Schätze, welche zu den 7 Weltwundern zählen. Die einstige Inkastadt erstreckt sich auf einem Gelände von 325 km² und liegt auf durchschnittlich 2.400 m Höhe. Einst diente das riesige Bauwerk als religiöses, politisches und industrielles Zentrum der Inkas, heute ist es eines der beliebtesten Ausflugsziele für Touristen. Verschiedene Wanderwege umgeben das Gebiet und machen beide Zitadellen, in welche sich die alte Stadt gliedert, begehbar. Die Anlage ist der letzte Überrest des einstigen Inkavolkes, welches hier lebte.

Ebenfalls im Süden des Landes befindet sich ein zweites Ausflugsziel: der Titicaca-See. Mitten in den Anden liegt der höchste schiffbare See der Welt, der fast so groß ist wie Korsika und 15-mal so groß ist wie der Bodensee. Zu den Attraktionen des Sees zählen die schwimmenden Inseln, die von den Uros als Schutz vor den Inkas errichtet wurden. Auch heute leben noch Uros noch auf den Inseln, da sie es ablehnen auf das Festland überzusiedeln.

Wer Trekking in schwindelerregender Höhe mag, auch der wird im Süden Perus fündig. Das Cordillera Vilcanota gilt unter Trekking-und Outdoorsportlern aus aller Welt schon seit Langem als Topadresse. Das Bergmassiv erreicht an seiner höchsten Stelle 6.000 m, zahlreiche Aussichtsplattformen befinden sich auf 5.000 m Höhe. Neben einer eindrucksvollen Bergkulisse kann man auch Bergseen bestaunen oder Alpakas beim Grasen beobachten.

Die Mitte

Die Mitte
© alexmillos/123RF

Der Mittelpunkt des Landes, und das ist in Peru buchstäblich zu verstehen, ist Lima. Die pulsierende Millionenmetropole ist mit 8,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Besonders sehenswert ist die Altstadt Limas, dort steht die Santo Domingo Kathedrale, ein beeindruckendes Bauwerk aus der spanischen Kolonialzeit. Zudem gibt es viele kleine Plätze, die an große historische Ereignisse der peruanischen Geschichte erinnern. Die kleinen Cafés überall in den Straßen der Stadt sind optimal, um den Trubel der Metropole auf sich wirken zu lassen.

Fernab der historischen Altstadt befindet sich Barranco, besser bekannt als Künstlerviertel Limas. Was zunächst ein verschlafenes Fischerdorf war, avancierte im Laufe der Jahre zum Szene-und Künstlerviertel Limas. Am Wochenende verwandelt sich das Viertel in einen Partyhotspot, welcher Menschen aus allen Ecken Limas anzieht. Um die peruanische Lebensfreude zu genießen, eignen sich die zahlreichen Bars, die Salsa-Musik spielen und typisch peruanisches Essen servieren. Der ideale Ort um einen kalten Pisco zu trinken.

Der Norden

Der Norden
©Jesse Kraft/123RF

Ganz im Norden des Landes befindet sich die Amazonasregion - ein gigantisches Naturparadies. Neben heißen Quellen, feuchten Regenwäldern und gigantischen Wasserfällen findet man eindrucksvolle Häuser aus der Kolonialzeit, sowie eine mysteriöse Grabstätte der Chachapoyas. Einst beherrschten sie die Region und errichteten vermutlich 800 vor Christus die Festung von Kuelap. Diese liegt mitten in den Anden auf mehreren tausend Metern Höhe und besteht aus einer Kernfestung, mehreren Wachtürmen und einem bizarren Gebäude, das von Wissenschaftlern wegen seiner einzigartigen Architektur "Tintenfass" genannt wird. Seine Funktion ist ähnlich wie seine Bauweise - rätselhaft. Das Kuelap wird auch als "Machu Picchu des Nordens" bezeichnet, ist aber weitaus weniger bekannt

Auch Trujillo und Cajamarca liegen im Norden. Sie sind zwei der geschichtsträchtigsten Orte des Landes, beides Mal sind hier interessante Wendungen in der peruanischen Geschichte geschehen. In Trujillo beispielsweise wurde 1821 die Unabhängigkeit von den Spaniern erklärt. Heute erinnert der "Plaza de Armas", der Unabhängigkeitsplatz, an dieses Ereignis. Wahrzeichen und bekanntestes Gebäude der Stadt allerdings ist die Kathedrale. Ihre gelbe Fassade inmitten der weißen Gebäude ist so auffällig, dass man sie kaum übersehen kann. Nur wenige Kilometer der Stadt entfernt, befinden sich der Pazifik und viele kleine Strandorte. Trujillos Strände gelten als Surfer-Hotspots in Lateinamerika. Ein Bus führt von der Stadt ins 290 km entfernte Cajamarca. In dem Ort unterhalb der Anden standen sich einst Inkas und Spanier gegenüber und führten erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft im Land. Heute kann man auf ihren Spuren wandeln und sich verschiedene alte Kampfplätze, sowie die Hinrichtungsstätte des letzten Inkakönigs angucken. Auch ein Besuch in das Hinterland ist äußerst interessant. Dort kann man weitere Kultstätten der Inkas und anderer Urvölker besichtigen. Außerdem ist es von der Stadt nicht weit in das Amazonasgebiet.

Kulinarisches

Kulinarisches
© Mackoflower, 2015/123RF

Besonders interessant, weil so unglaublich vielfältig, ist die peruanische Küche. Durch zahlreiche Völkerwanderungen, Einwanderungen und die lange Kolonialherrschaft der Spanier, findet man in Peru allerhand verschiedene kulinarische Einflüsse. Oftmals wird mit Sojasauce oder Ingwer gekocht ? Elemente, die von japanischen Einwanderern übernommen wurden. Neben Fisch und Fleisch werden in manchen Teilen des Landes auch Insekten verspeist. Als Sättigungsbeilagen reicht man Kartoffeln, Mais oder Quinoa, welches mittlerweile als Inkakorn bekannt geworden ist. Unbedingt probieren sollte man das Nationalgericht Ceviche und das dazugehörige Getränk: Pisco - Traubenschnaps.

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Die Redaktion
Geposted 28.07.2017 6 teilen
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