Nachdem Britannien bereits 13 Opfer von Balkonspringern in der diesjährigen Urlaubssaison zu verzeichnen hat, wartet das Land nun mit einer Kampagne auf, die auf die Gefahren von "Balconing" hinweist.
Das Auswärtige Amt und der Reiseverband "Association of British Travel Agents" (ABTA) klären in einem Video über die Risiken von extremen Alkoholkonsum im Urlaub auf. Hauptdarsteller im Film ist "Jake", der glücklich ist, einen Balkonsprung überlebt zu haben.
Viele treten zudem eine Reise an, ohne vorher eine Reiseversicherung abgeschlossen zu haben. Allzu häufig kommt es vor, dass der Tourist am Ende eines Krankenhausaufenthalts am Urlaubsort mit jeder Menge Rechnungen und einem teuren Heimflug da steht. Dies ließ sich mit einer entsprechenden Versicherung vermeiden.
Allein auf Mallorca und Ibiza kamen dieses Jahr neun Briten ums Leben. Spanische Krankenhäuser verzeichneten im Juli 1105 Einweisungen von englischen Urlaubern. Meist handelt es sich dabei um junge, alkoholisierte Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren.
Auch die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtete im Juni von einem 19-jährigen Mann, der in Barcelona bei einem Balkonsprung ums Leben kann. Dieser wollte jedoch nicht, wie normalerweise, in den Hotelpool springen, sondern auf spektakuläre Weise das Nachbarzimmer erreichen.
Die britische Präventionskampagne gegen "Balconing" und Reisen ohne Versicherung richtet sich an ein breites Publikum. Angesprochen sind sowohl Studenten als auch Sportbegeisterte und ältere Menschen, die Verwandte im Ausland besuchen möchten.
Quelle: travelbite.co.uk; mz-web.de
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