Sprachforscher Hans-Martin Gauger hat das Fluchverhalten der einzelnen europäischen Länder untersucht. Er kam zu dem Ergebnis, dass Deutsche und Österreicher vor allem durch Fäkal-Ausdrücke ihr Missfallen kundtun, während Russen und Holländer sexuelle Begriffe benutzen. "Man könnte uns immerhin zugutehalten, dass wir weniger frauenfeindlich sind. Sexuelle Ausdrücke jedoch werten fast immer das Weibliche ab", sagte er in einem Spiegel-Interview.
Die Erklärung sieht der Experte bereits in den Entwicklungen im Mittelalter, in dem in Deutschland vor allem Exkremente als krankheitserregend und unrein angesehen wurden. Dadurch wurde die heutige Schimpfweise der Deutschen stark beeinflusst.
Das Fluchen gehört laut Gauger zum Alltag des Menschen und wird auch durch Medien, vor allem durch das Fernsehen, beeinflusst.
Quelle: spiegel.de
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