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 Amerikanische Jungferninseln Geschichte Amerikanische Jungferninseln

 
 
Fläche : 352  km² - Bevölkerung 120000 hab.
Amerikanische Jungferninseln

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Geschichte Amerikanische Jungferninseln

 Historische Daten

Bereits lange vor Eintreffen der europäischen Siedler waren die Inseln schon von zwei vom neuen Kontinent stammenden Völkergruppen bevölkert: den Arawaks und den karibischen Indianern.
1493 entdeckt Christoph Kolumbus den Archipel und tauft es ?Onze Mille Vierges?, im Andenken an die Begleiterinnen von Sankt Ursula, die im 5. Jahrhundert von den Hunnen gefoltert wurden. Nur wenige Indianer haben die Ankunft der Siedler überlebt.
In den nachfolgenden 150 Jahren finden sich für kurze Zeit ein paar englische, französische und spanische Seefahrer sowie Piraten auf den Jungferninseln ein. Keiner jedoch beschließt, dauerhaft auf der Insel zu bleiben.
Im 17. Jahrhundert beginnen die Europäer, sich endgültig auf der Insel niederzulassen.
Nach der aufeinander folgenden Besetzung durch die Engländer, die Spanier und die Franzosen fällt St. Thomas 1672 in die Hände der Dänischen Westindien-Kompanie. Der Hafen der Insel wird zu Ehren der dänischen Königin Charlotte-Amelie getauft.
1694 fällt St. John in dänische Hände.
1733 kaufen die Dänen den Franzosen St. Croix ab. Sie vereinen die drei Inseln und führen eine dänische Rechtsordnung ein. Von diesem Zeitpunkt an floriert die Wirtschaft des Archipels durch die Zuckerrohrplantagen. Ein Wirtschaftszweig, der vollständig von der Arbeit der afrikanischen Sklaven abhängig ist. Charlotte-Amelie ist zudem der dunkle Schauplatz der größten Sklavenversteigerung der Welt.
1797 sind von der Gesamtbevölkerung von 33.000 Menschen allein 25.500 Sklaven.
1848 markiert die Abschaffung der Sklaverei und gleichzeitig auch den Niedergang sowohl der Wirtschaft als auch Dänisch-Westindiens.
1917 kaufen die Vereinigten Staaten wegen der strategischen Position des Archipels am Zugang zum Panamakanal den Dänen St. John, St. Croix und St. Thomas für 25 Millionen Dollar ab.
1970 erhält der Archipel seine eigene Rechtsordnung. Die Jungferninseln sind vom Status her ein Außengebiet der Vereinigten Staaten, ohne jedoch in die Föderation inkorporiert zu sein.
Zur selben Zeit wird der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle des Archipels. Heute macht dieser Sektor 70 % des BIP aus und beschäftigt einen ähnlichen Teil der arbeitenden Bevölkerung. St. Croix besitzt zudem eine der wichtigsten Öl-Raffinerien der Welt.