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Angola

Diese ehemalige portugiesische Kolonie im Südwesten von Afrika ist aus dem Bürgerkrieg erst seit 2002 hervorgekommen. Die Touristen sind selten, sogar fehlend und dennoch was die Landschaften angeht, erfreut sich Angola eines vielfältigen Reliefs. Die Traumstrände der Atlantikküste, Berge und ein weites Plateau, das den größten Teil des Landes umfasst, verheimlichen Reichtümer wie den Nationalpark von Quiçama, der eine große Vielfalt wilder Tiere, die Wasserfälle von Kalendula, den Wald und die Savanne vereint.

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Angolas wird im Westen vom Atlantik begrenzt, die anderen Grenzen teilt sich das Land mit dem Kongo, der Demokratischen Republik Kongo, Sambia und Namibia. Die Tourismusindustrie ist noch nicht weit entwickelt, es ist ein Land, das keine Touristikvisa für seine Besucher ausstellt. Deshalb sind die meisten Besucher vor Ort aus beruflichen Gründen da.

Die ehemalige portugiesische Kolonie ist das zweitgrößte portugiesischsprachige Land nach Brasilien. Nach einem langen Kampf wurde Angola schließlich im Jahr 1975 von Portugal unabhängig. Diese Unabhängigkeit hat allerdings zu einer politischen Instabilität geführt, die sich in einem langen Bürgerkrieg von etwa 27 Jahren gezeigt hat. Auch jetzt leidet das Land noch darunter, in manchen Zonen sind noch Minen vergraben, Überreste des Konflikts, die noch heute ihre Opfer fordern.

Dennoch beginnt Angola nun langsam damit, sich selbst eine gewisse Attraktivität zu verschaffen. Durch das tropische Klima herrscht von Mai bis September Trockenzeit und von Oktober bis April Regenzeit. Seien Sie vorsichtig, denn das Klima tagsüber ist sehr heiß, nachts sollte man sich gut zudecken, weil die Temperaturkurve ebenso in den Keller geht wie sie steigt. Das Land ist zudem auch für seine geschützten und beeindruckenden Landschaften bekannt.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt man die Nationalparks Quiçama und Cameia, die sich hervorragend eignen, um die wilde Tierwelt zu beobachten. Dazu gehören auch die zahlreichen Natursehenswürdigkeiten wie die Wasserfälle von Kalendula oder Duc de Braguance, sowie die Meeresgrotten von Morro de Luda. Auch paradiesische Strände hat Angola an seiner Küste vorzuweisen.

Seit dem Ende des Bürgerkrieges, steht das Land langsam wieder auf. Nicht zuletzt durch seinen starken Glauben daran, Angola in den kommenden Jahren zu einem der mächtigsten Länder Afrikas zu machen. Luanda ist die Hauptstadt. Mit ihren 5 Millionen Einwohnern gehört sie zu den bedeutendsten des afrikanischen Kontinents. Gleichzeitig ist sie die größte und meist bevölkerte Stadt des Landes. 30 Prozent der Bevölkerung leben in Luanda - dem Ballungsraum der Wirtschaft und Kultur. Seit 2002, dank des wiedergefundenen Friedens nach über 20 Jahren Krieg und dank des Geldes aus dem Offshore-Ölvorkommen, erfuhr die Stadt ein großes Wachstum. Allerdings ist das Leben in Luanda kaum erschwinglich. Tatsächlich ist Luanda auf Platz eins im Ranking des Mercer-Kabinetts zu den teuersten Städten für Auswanderer weltweit. Das unterbindet aber nicht die großen Ungleichheiten und Probleme, die mit der galoppierenden Demographie einhergehen: Slums und das Fehlen von Sicherheit und Trinkwasser.

Auch wenn Luanda auf den ersten Blick nicht als touristische Stadt wirkt, hat ihre 440 Jahre lange Geschichte einige Orte zurück gelassen, die sich zu besichtigen lohnen. Ihre Lage am Ozean, ihre Monumente und Museen, die ihre Besucher verführen. Die Hotelindustrie ist zufriedenstellend, wenn auch ausbaufähig.

Tipps der Redaktion

Es ist Pflicht, mit einem Visum ausgestattet zu sein, um in das Land einreisen zu können. Die diplomatischen und konsularischen Missionen von Angola vergeben keine Touristenvisa. Nach Angola Reisende tun dies also meist aus beruflichen Gründen.

Da die Zahl der Überfälle wächst und immer mehr Feuerwaffen zum Einsatz kommen, vor allem in Luanda, sind einige Punkte zu beachten:

Im Auto sollten Sie die Fenster und Türen stets geschlossen halten und nachts nicht zu Fuß unterwegs sein, auch nicht in der Innenstadt. Lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht an kaum besuchten oder schlecht beleuchteten Orten stehen. Zudem sollten Sie ein wenig Diskretion wahren und Schmuck, Accessoires und andere Wertsachen nicht allzu offen zur Schau tragen. Zum Geld abheben sollten Sie lieber in eine Bank gehen als an einen Automaten und seien Sie dabei sehr vorsichtig.

Vor Ihrer Reise nach Angola sollten Sie Ihrem Arzt auf jeden Fall einen Besuch abstatten und so nötige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Eine Bestätigung einer Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden Pflicht. Impfungen gegen Diphterie, Tetanus und Kinderlähmung werden vor Reiseantritt auch wärmstens empfohlen. Ebenso wie die Impfung gegen Hepatitis A und B, Typhus, Meningokokken und Tollwut.

Pluspunkte

  • +Der kulturelle Reichtum des Volkes.
  • +Die geographische Vielfalt: Meer, Berge und Wüste.

Minuspunkte

  • -Die politische Lage und der Zustand des Bürgerkrieges.
  • -Das allgemeine Unsicherheitsklima.
  • -Es ist schwierig, sogar unmöglich, sich im Land fortzubewegen.

Traditionen

Angolas Gesellschaft ist sehr traditionell geprägt, das Patriarchat ist noch sehr präsent. Das Handwerk hat auch eine sehr lange Tradition, vor allem bezogen auf Elfenbein, Holz und Metall. Auch gejagt und gefischt wird heute noch viel, vor allem in den ländlichen Gebieten, genauso wie traditionelle Musik und Tänze. Religion spielt in Angola eine große Rolle, die größte Religionsgemeinschaft ist das Christentum. Fast 1000 Kirchen oder religiöse Organisationen und Institutionen, die anerkannt sind, zählt Angola. Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung bekennt sich zum katholischen, ein Viertel etwa zum evangelischen Glauben. Das Christentum wurde von den ersten portugiesischen Kolonialisten nach Angola gebracht. Ein kleiner Teil der Bevölkerung, weniger als 5 Prozent, bekennt sich zum Animismus.

Küche

Zur Zeit herrscht ein starker Mangel an Nahrungsmitteln. Sie müssen Ihren Tisch lange im Voraus reservieren, da es nur wenige Restaurants und Hotels gibt. Nur das Méridien Presidente Hotel bietet einen Service der gehobenen Kategorie an. Die angolanische Küche ist dafür bekannt, sehr würzig zu sein. Maniok und Weizen sind die Grundnahrungsmittel in Angola. Ein typisches Gericht aus dem Süden Angolas ist Mais-Assola mit Schweinefett, Maiskolben, getrockneten Bohnen und einer Auswahl von Gewürzen.

Souvenirs und Handwerk

Einkaufen ist in den großen Städten möglich. Das Handwerk ist repräsentativ für die verschiedenen Ethnien. Man kann Skulpturen, Tanzmasken, die die Fruchtbarkeit oder die männliche Kraft darstellen, oder Gebrauchsgegenstände mit weiblichen Motiven finden. Öffnungszeiten der Geschäfte: von 08.30 Uhr bis 17.00 Uhr, von Montag bis Freitag.

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