Kultur und Traditionen Aserbaidschan
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Nevruz ist der Name des Neujahres bei den Türken, die in Zentralasien leben, den anatolischen Türken und den Iranern. Das Nevruz fällt auf den 22. März unserer Zeitrechnung, oder auf den 9. März des gregorianischen Kalenders.
Das Nevruz dauert in Aserbaidschan drei Tage. Jedes Jahr wird es mit großen Zeremonien vom 21. bis zum 23. März gefeiert. Der wichtigste Tag nach dem Nevruz ist das ?ahir çerþenbe?, d.h. der letzte Mittwoch. Man nennt diesen Tag ?ýlin ahir tek tek?. Die Mittwoche der vier Wochen des Festmonats sind ebenfalls sehr wichtig. Am Dienstag vor dem ?ahir çerþenbe? begeben sich die Männer auf den Friedhof, wo sie die Fatiha aufsagen, eine Sure des Korans. Die Frauen gehen mit Halva, Pilafreis und anderen Gerichten, die sie zubereitet haben, auf den Friedhof.
Der wichtigste Tag nach dem Nervruz ist der ?ahir çerçenhe?. Einer der Brauchtümer dieses Festes besteht darin, Ringe ins Wasser zu werfen. Ein mit Wasser gefülltes Gefäß wird im Wohnzimmer aufgestellt, die Mädchen setzen sich rundherum und werfen ihre Ringe in das Gefäß. Das Gefäß wird mit einem Geschirrtuch bedeckt, eines der Mädchen nimmt einen Ring heraus und sagt einen improvisierten Vierzeiler auf, den sie der Person widmet, der der Ring gehört.
Am nächsten Tag begibt man sich vor Sonnenaufgang zur Wasserquelle, um sich Hände und Gesicht zu waschen. Die Mädchen binden die Daumen ihrer beiden Hände mit einem Faden zusammen, springen über das Wasser, zerschneiden anschließend den Faden und werfen ihn ins Wasser. So glauben sie, werden sie ein gutes Schicksal und einen guten Heiratsanwärter haben. Wer sich zur Wasserquelle begibt, sammelt sieben Steine in der Nähe der Quelle auf, die in eine Wasserflasche gegeben werden. Diese Steine bleiben auf dem Boden der Flasche, und bei der Rückkehr schneidet man drei Brombeeräste ab, die man mit nach Hause nimmt und bis zum nächsten ?ahir çerþenbe? behält.
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