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 Bermudas Geschichte Bermudas

 
 
Fläche : 54  km² - Bevölkerung 68500 hab.
Bermudas

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Geschichte Bermudas

 Historische Daten

Im Jahre 1503 machte der spanische Seefahrer Juan Bermudez einen kurzen Abstecher in diese Gegend, nach ihm ist der Archipel benannt. Die Insel wurde zu einer wichtigen Bastion für den transatlantischen Seehandel.
Ab dem 16. Jahrhundert, reihen sich die Schiffbrüche und die verschwundenen Schiffe in der Geschichte der Bermudas nur so aneinander. Dies brachte dem Archipel den Ruf einer verwunschenen Insel ein, der etwas Übernatürliches innewohnt. Diese ?Verwünschung? erklärt sich durch die Präsenz von starken Meeresströmungen und zahlreichen gefährlichen Korallenriffen.
1609 kentert das Schiff Sea Ventura des englischen Admirals Sir George Somers vor den Bermudas. Der Bau eines neuen Schiffes zwingt ihn dazu, fast ein Jahr lang auf dem Archipel zu bleiben. Einige Männer aus der Mannschaft bleiben und bauen die Grundlage der britischen Kolonie auf. Als er aus Amerika zurückkehrt, stirbt Somers schließlich auf den Bermudas.
Im Jahre 1612 wurde die Stadt St. George im Andenken an den Admiral gegründet. Über 200 Jahre lang bleibt sie die Hauptstadt der Bermudas.
1616 kommen die ersten Sklaven an. Die meisten kommen aus Afrika, aber es sind auch einige Indianer dabei.
1684 werden die Bermudas offiziell eine britische Kolonie.
Anfang des 19. Jahrhunderts während des amerikanischen Unabhängigkeitskriegs und später während des Bürgerkriegs, spielen die Bermudas in Bezug auf den englischen Besatzer und die amerikanische Bevölkerung eine strategisch wichtige Rolle.
1834 wird die Sklaverei abgeschafft. Der Archipel zählt 9 000 Einwohner.
Man vermutet, dass der Badeurlaub auf den Bermudas ab 1884 in Mode kommt. Die Prinzessin Louise, Tochter der Königin Victoria von England und Frau des Gouverneurs von Kanada, kommt auf dem Archipel an und macht es während der langen Wintersaison zu ihrem Rückzugsort.
Im zweiten Weltkrieg richtet die amerikanische Armee eine Militärbasis ein. Die amerikanische Armee bleibt bis 1995 auf den Bermuda-Inseln stationiert; dann verlässt sie ihren Luftstützpunkt auf St. David's Island in der Nähe des jetzigen Flughafens.
1963 wird die Progressive Labour Party gegründet, die die Rechte der farbigen Bewohner der Bermudas vertritt. Der Rest der Parlamentarier vereinigt sich unter dem Dach der ?United Bermudians'Party?.
1968 wird die Verfassung eingesetzt. Die Lokalregierung kümmert sich um die internen Angelegenheiten und Großbritannien ist für die Sicherheit, die Verteidigung und die Außenpolitik zuständig.
In den 70er Jahren zeigen sich die ersten Anzeichen für Unabhängigkeitsbestrebungen.
Aber 1995 entscheidet die Bevölkerung schließlich mit über 70 % der Stimmen, eine britische Kolonie zu bleiben.