Der deutsche Politikjournalist Josef Girshovich erzählt in seinem Buch "Reise nach Jerusalem - ohne Geld von Berlin in den Orient" davon wie er 2009, angewiesen auf die Gastfreundschaft der Menschen, von Berlin aus nach Jerusalem reiste.
Ausgang der Reise ist eine Wette mit seinem Chef, wonach er in 20 Tagen ohne Geld nach Jerusalem reisen muss. Einsatz der Wette ist eine Flasche Champagner. Ausgerüstet mit nicht mehr als der Bibel, dem Odyssee, einer Trillerpfeife, einer Taschenlampe, viel Tee und 100 Dollar für den Notfall, versucht der Deutsche israelischer Eltern also die Wette zu gewinnen. Dabei geht es ihm natürlich nicht nur um den Champagner, sondern vielmehr um die persönliche Herausforderung.
Bei der Reise ins Ungewisse weiß Girshovich morgens beim Aufstehen nicht, wo er abends landen wird. Mit dem Erzählen von Geschichten verdient er ein wenig Geld. Wildfremde Menschen um einen Schlafplatz oder etwas zu Essen zu bitten fällt ihm oft sehr schwer, aber eine andere Möglichkeit hat er nicht.
Bei seiner Reise durch die neun Länder, die Israel von Deutschland trennen, macht er die Erfahrung, dass überall ein ähnlicher Grad an Gastfreundlichkeit herrscht. Die Deutschen seien da nicht weniger hilfsbereit als die Araber, im Gegenteil. Niemand lässt ihn verhungern und der jüdische Deutsche lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen bis er schließlich nach 17 Tagen an der Klagemauer in Jerusalem ankommt und seine Wette gewinnt.
Wer sich nach einem Abenteuer sehnt oder den Glauben an die Einheit der Menschheit verloren hat, für den ist dieses Buch genau richtig. Denn die Moral der Geschichte ist, dass Menschen nicht immer nur nach ihrem eigenen Vorteil handeln - überall auf der Welt.
Durchschnittspreis: 19, 99 EuroNote :
Durchnittspreis: 19,99 €