Kultur und Traditionen ChinaFläche : 9598050 km²
Einwohner : 1325620000 hab.
Kurz
China ist ein Land mit vielen Traditionen. Die bekannteste von allen ist sicherlich das sehr familiäre Chinesische Neujahrsfest mit dem Löwentanz, der von schriller Musik und zahlreichen, lauten Feuerwerkskörpern zum Vertreiben der bösen Geister begleitet wird. Weit verbreitet ist außerdem die Tradition, an Allerseelen Geld (Papierscheine) oder Bilder, auf denen Konsumgüter dargestellt sind, zu verbrennen, um den Toten zu helfen, im Jenseits ein angenehmes Dasein zu führen. Morgendliche Spaziergänger können am Bund von Shanghai sowie in den Parkanlagen von Peking oder Kunming zahlreiche Menschen bei ihren traditionellen Tai Chi Chuan-Übungen beobachten. Die große Leidenschaft älterer Chinesen sind Vögel, die sie in ihrem Käfig liebevoll umsorgen. Auch Singwettbewerbe finden den ganzen Tag über statt. Ein gewisse Spielleidenschaft ist ebenfalls sehr verbreitet, von chinesischem Schach, Mah-Jongg und Kartenspielen bis hin zu einer Partie Billard. Oftmals wird der Wettstreit einfach auf dem Bürgersteig ausgetragen. In punkto Musik kann man behaupten, dass sich für die Peking-Oper praktisch nur noch die Touristen interessieren. Die Jungen hingegen begeistern sich für Karaoke (selbst die kleinste Stadt hat eine Karaoke-Bühne), die älteren Jahrgänge für Tänze... aus der westlichen Welt. So kann man seit etwa 12 Jahren einem wunderbaren morgendlichen Vergnügen nachgehen und noch vor der Arbeit einen Foxtrott oder einen Rumba am Fuße der Verbotenen Stadt tanzen!
Ebenfalls zu den Sitten und Gebräuchen des chinesischen Volkes gehört es, am Ende einer Begegnung Visitenkarten auszutauschen. Sie können ihre also fleißig zu diesem Zweck einsetzen. Der Austausch erfolgt mit beiden Händen. Der Familienname wird immer vor dem Vornamen genannt. Der Gebrauch des Vornamens ist den nahen Familienmitgliedern vorbehalten. Außerdem tauschen die Chinesen untereinander in rotglänzendem Papier verpackte Geschenke aus. Die Höflichkeit gebietet, dass der Beschenkte dieses nicht vor dem Schenkenden öffnet, sondern erst später. Es ist schlecht angesehen, sich überschwänglich zu bedanken. Unser Rat: Wenn Sie einem Chinesen ein Geschenk machen wollen, wählen Sie niemals eine Uhr. Das gleichlautende Wort bedeutet nämlich auf Kantonesisch ?Beerdigung?. Ebenso haben schneidende Gegenstände (Messer...) eine negative Bedeutung, wie beispielsweise den Bruch einer Freundschaft.