Lhasa Eine Rundreise durch Tibet führt zwangsläufig durch Lhasa. Die Hauptstadt ist zudem einen mehrtägigen Aufenthalt wert. © Bruno Morandi
Jede Rundreise in Tibet führt zwangsläufig durch Lhasa. Die Hauptstadt ist einen mehrtägigen Aufenthalt wert, um den Puls des Landes zu spüren, aber auch um die Klöster zu besuchen, die sich in einem Umkreis von ungefähr zehn Kilometern befinden. Was gibt es in Lhasa zu sehen? Beginnen Sie am besten nicht gleich mit einem Aufstieg zum Potala, dem Palast des Dalai Lama, um sich an die Höhe zu gewöhnen. Gehen Sie zuerst durch die Altstadt und entdecken Sie Barkhor, eine Art rituelle Allee, auf der ihnen Pilger aus ganz Tibet folgen, jeder trägt die farbenprächtige Tracht seiner Region und dreht seine Gebetsmühle. Dieser Rundweg um den Jokhang wird im Uhrzeigersinn begangen (er ist von Verkaufsständen gesäumt). Die Pilger erreichen danach extrem inbrünstig den Jokhang, das verehrteste Heiligtum Tibets und überreichen dort ihren Zeremonienschal und Yakbutter für die Lampen. Man kann diesen Ort, der nur morgens geöffnet ist, für ungefähr 2,65 € besichtigen. Wenn Sie früh morgens dort hingehen, haben Sie eine überwältigende Sicht auf den Potala und die Hochebene. Bitte beachten Sie, dass der Eintritt in allen wichtigen Tempeln und Klöstern kostenpflichtig ist. Ein wenig abseits befindet sich der Markt mit seinen Fleisch-, Gemüse- und Getreideständen. Ganz in der Nähe rund um die Moschee, sollten Sie sich den muslimischen Markt und seine kleinen Restaurants ansehen. Emblematisch für Tibet ist der Potala-Palast (118 Meter hoch), dessen Errichtung 1645 begann und fünfzig Jahre dauerte. Darauf hat jeder Dalai Lama seinen Beitrag geleistet und seine Änderungen angebracht. Kapellen, Hallen, Grotten, große Säle und Treppen folgen aufeinander und man benötigt mehrere Stunden, um den heiligen Ort, der nur montags und donnerstags vormittags zu besichtigen ist, in Ruhe zu begehen. Auskunft und Eintrittskarten (um die 5,30 €) sind unbedingt in den großen Hotels oder den Touristenbüros zu besorgen. Fotografieren ist streng verboten. Ani Sangkoung, in der Nähe der Moschee befindet sich ein Nonnenkloster aus dem 15. Jahrhundert. Es ist nun wieder aktiv und birgt interessante Fresken. Der Tempel Ramoche im Norden der Altstadt stammt aus dem 7. Jahrhundert. Dort sind etwa fünfhundert Mönche untergebracht (sehenswert für ihre herrlichen Gebetsmühlen). Der Norbulingkha (Edelsteingarten) ist ein großer Park am westlichen Fuß des Potala. Er hat vier Sommerpaläste, die von den Dalai Lama erbaut wurden und einen weiteren, der 1956 fertiggestellt wurde. Ab der Hauptstadt können weitere Ausflüge von einem bis zu drei Tagen unternommen werden, vorzugsweise im Mietwagen mit Fahrer.