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Peking

 
 

Peking

Peking Peking (Beijing) Peking (Beijing) Panorama Media / age fotostock

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  • Die Verbotene Stadt

Jeden Tag drängen sich die Touristen zu Tausenden um die Verbotene Stadt zu besuchen, jenen symbolischen Ort, der für eine jahrtausendealte chinesische Kultur steht, aber seien Sie beruhigt: diese Touristen sind zu 99 % Chinesen! Im 14. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Stadt begonnen. Es handelt sich dabei um ein verblüffendes Labyrinth aus Palästen (9 000 Räume!) und Pagoden mit gelben Dächern, (denn gelb war die Farbe des Kaisers). An jeder Ecke werden Erinnerungen an den Film ?Der letzte Kaiser? von B. Bertolucci wach. Planen Sie einen ganzen Tag für die Besichtigung ein (Öffnungszeiten: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr) und nehmen Sie ausreichend Verpflegung mit. Es ist schon beeindruckend, am Eingang das Tor des Himmlischen Friedens hochzusteigen, jenem denkwürdigen Ort, an dem Mao - umringt von seinen damaligen Anhängern - u.a. die chinesische Republik ausgerufen hat. Der Eintritt ist jedoch teuer, um die 7,50 €. Auch das Mao-Mausoleum ist einen Besuch wert - allein um die Frömmigkeit der Menschenmenge zu beobachten, die jeden Morgen (zwischen 08.30 Uhr und 11.30 Uhr) hierher kommt, um ihn in seinem gläsernen Sarg still zu würdigen. Das Museum der Geschichte und das Museum der Revolution befinden sich gleich nebenan. Das sog. ?Vordertor? Qianmen (auch südliches Tor genannt) ist tatsächlich ein doppeltes Verteidigungstor der ehemaligen Inneren Stadt, das damals die Grenze zwischen der sog. ?Tartarenstadt? und der ?Chinesenstadt? markierte. Es ist das höchste Bauwerk des Tian'anmen-Platzes. Vom Kohleberg (Jingshan) aus hat man eine einzigartige Aussicht auf die gesamte Verbotene Stadt. Am schönsten ist der Anblick ab 06.00 Uhr morgens oder bei Sonnenuntergang: Morgens sind die Alleen und die Pagode auf dem Gipfel des Hügels der Lieblingstreffpunkt der älteren Bewohner Pekings. Sie kommen hierher, um ihre Tai-Chi-Übungen zu machen, die ehemaligen Opernsänger vollziehen hier ihre Stimmübungen. Ein echtes Erlebnis! Die östlichen Wassergräben der Verbotenen Stadt sind teilweise von traditionellen, hübsch restaurierten Wohnhäusern gesäumt. Rings um das sog. ?Nordmeer? (Beihai), auf dem viel gerudert wird und in dessen Mitte die sog. ?Pfefferminzflasche? (Spitzname der weißen, im mongolischen Stil errichteten Pagode) thront, erstreckt sich ein wunderschöner Park, in den man vor allem sonntags gehen sollte, um die Pekinger Familien beim Sonntagsspaziergang oder die verliebten Pärchen zu beobachten. Das Fangshan ist ein kaiserliches Restaurant mit sehr gutem Ruf. Besuchen Sie auch den Himmelstempel (Tiantan) im Süden der ehemaligen chinesischen Stadt. Der berühmte Tempel mit seinem blauen Dach, das ganz ohne Nägel konstruiert ist, wurde von den Ming errichtet, die sich dadurch mit dem Himmel verbünden wollten. Zweimal im Jahr begaben sich die Kaiser hierher, um für die Ernte zu danken. Er ist morgens ab 05.00 Uhr geöffnet und auch hier trifft man auf eifrige Anhänger des Tai-Chi-Chuan. Unweit des Himmelstempels, im muslimischen Viertel, befindet sich die Moschee Niujie, die im traditionellen Stil der Ming-Dynastie 1442 erbaut wurde. In allen Gassen wird man hier sehr freundlich empfangen, dies gilt vor allem für muslimische Besucher. Peking hat ungefähr vierzig Moscheen, aber jene von Niujie (die Straße der Kuh) ist am berühmtesten. Auch zwei Kathedralen gibt es in der chinesischen Hauptstadt. Die südliche blieb zu Zeiten Maos offiziell geöffnet, wobei die Messen nur von mutigen Gläubigen und Diplomaten besucht wurden und der Selbstdarstellung dienten. Die Nord-Kathedrale wurde zu einer Fabrik umgebaut. Beide sind zwischenzeitlich restauriert worden und stehen für Besucher offen. Auch der protestantische Tempel aus dem Jahr 1925 ist gut besucht. Drei traditionnelle Peking-Häuser, Künstlerresidenzen mit Innenhof, sind ebenfalls sehenswert. Vor allem das Haus, in dem der berühmte zeitgenössische Schriftsteller und Denker Lu Xun (eine Art chinesischer Victor Hugo) 1924 lebte. Weitere Sehenswürdigkeiten: das Haus, in dem der berühmteste Sänger der Peking-Oper, Mei Lan Fang, die letzten Jahre seines Lebens verbrachte und nicht zuletzt auch das Haus von Lao She, dem Märtyrer der Kulturrevolution und Autor von "Das Teehaus" und "Kamel Xiangzi". Um den Trommelturm (Gulou), wo die Stunden widerhallten, liegt ein belebtes Viertel mit Feiluftmarkt und alten Hutongs (Gassen). Diesem sollten Sie noch schnell einen Besuch abstatten, bevor es ganz verschwindet, auch wenn der Erhalt dieser unhygienischen Wohnstätten als reine Touristenattraktion sehr bedenklich ist. Ein halbes Jahrhundert Kommunismus und das fehlende Verständnis für Begriffe wie "Pflege" und "Instandhaltung" haben die Lebensbedingungen im Alltag nicht gerade verbessert. Aber die älteren Bewohner Pekings würden lieber diesen Lebensstil beibehalten, als in die anonymen Hochhäuser der Vororte umgesiedelt zu werden. Alle Reiseveranstalter haben den Lama Tempel in ihrem Programm, der fast etwas zu herausgeputzt und glänzend wirkt, um ein echter Ort des Gebets für die anwesenden "Mönche" zu sein. Viel authentischer ist der in unmittelbarer Nähe gelegene Konfuzius-Tempel, der von großen Bäumen und Stelen umgeben ist. Es gibt nur wenige Besucher und die Atmosphäre vermittelt den Charme des Alten Peking. Gleiches gilt für den Tempel der Fünf Pagoden, der hinter dem Zoo liegt. Das im indischen Stil gehaltene Gebäude stammt aus dem Jahr 1473 und ist ein Hort der Stille und der Ausgeglichenheit.

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