Rügen
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Rügen

Tipps der Redaktion

Die größte Halbinsel Deutschlands ist auch gleichzeitig die beliebteste Ferieninsel der Deutschen. Und das nicht ohne Grund. Rügen hat sowohl landschaftlich als auch in Bezug auf Freizeitaktivitäten einiges zu bieten. Das Ostsee-Badevergnügen steht für viele Familienurlauber im Vordergrund. Am meisten werden die Strände der Ostküste besucht, an der auch die berühmten Seebäder Binz, Sellin, Baabe, Göhren und Thiessow liegen. Dem Wahrzeichen Rügens, der Seebrücke von Sellin wird wohl jeder Rügen-Urlauber einen Besuch abstatten wollen. Das imposante Gebäude aus weiß gestrichenem Holz wurde im klassischen Stil der Bäderarchitektur und auf Pfählen erbaut. Es thront über dem Hauptstrand Sellins und dient heute als Restaurant und Veranstaltungsort - meist für Hochzeiten. Darunter finden sich, wie an vielen anderen Stränden der Ostsee, die typischen dekorativen Strandkörbe. Die Insel ist außerdem für ihre gut ausgebauten Radwege und die idyllischen Wanderpfade berühmt. Das Biosphärenreservat Südostrügen und der Nationalpark Jasmund ziehen Naturfreunde mit einer abwechslungsreichen Flora und Fauna an. Die vor 70 Millionen Jahren entstandenen Kreidefelsen am Königsstuhl locken mit strahlendem Weiß in atemberaubender Höhe. Die Bodden sind Binnenseen auf der Insel, die im Westen ins Meer verlaufen. Sie prägen die Landschaft im Norden. Ansonsten bietet Rügen sowohl sanfte Hügel als auch flache Landstreifen zwischen denen idyllische kleine Dörfer verborgen sind. Kulturell gibt es von Hühnengräbern über das Dokumentationszentrum Prora bis hin zum Jagdschloss Granitz einiges zu erleben. Lesen Sie hierzu den Punkt "Zu besichtigen".

Zu sehen

Viele Besucher zieht es in den Nationalpark Jasmund, der Rügens berühmte Kreidefelsen beherbergt. Hier gibt es verschiedene Aussichtsplattformen. Der Königsstuhl ist eine der Kreideklippen und bietet in 118 Metern nicht nur eine fantastische Aussicht, sondern auch eine Ausstellung mit vier Audiotouren. Den besten Ausblick haben Sie von der Viktoriahöhe, die etwa 100 Meter entfernt liegt. Die Kreidefelsen bekommen aber vor allem Besucher zu sehen, die sie bei einer Bootstour umfahren.
In Prora steht eine monumentale Ferienanlage mit bitterem Beigeschmack. Sie wurde von den Nazis im Rahmen des "Kraft und Freude"-Programms für etwa 20.000 Menschen gebaut, die hier gleichzeitig Urlaub machen sollten. Der Koloss ist ganze 4,5 Kilometer lang und hat zu DDR-Zeiten auch der Nationalen Volksarmee gedient. Heute ist die Anlage zum Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung "MACHT Urlaub" geworden und seit kurzem beherbergt sie auch wieder eine Jugendherberge.
Das Jagdschloss Granitz liegt zwischen Binz und Sellin. Es wurde im 19. Jahrhundert von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus auf dem Tempelberg errichtet und erinnert in seiner Architektur an ein Kastell aus der norditalienischen Renaissance. Es gibt einen eigenen "Jagdschlossexpress", der Sie hierher bringt.

Zu tun

Baden ist eine der Hauptbeschäftigungen der Rügen-Besucher. Besonders für Familien eignen sich die langen feinen Sandstrände. Die meisten Strände der Seebäder werden bewacht und es gibt spezielle Strandabschnitte für FKK-Bader, Hunde und Sportler. Viele Gäste schließen sich dem Aktivprogramm der Kurverwaltungen an und betreiben Yoga, Nordic Walking und andere Aktivitäten.
Eine Fahrt mit dem "Rasenden Roland" gefällt Jung und Alt. Bei gemütlichen 30 km/h fährt Sie die Dampflock aus dem Jahre 1895 an den wichtigsten Stationen der Region vorbei und Sie bekommen viel von der Landschaft zu sehen.
Das Kap Arkona ist der nördlichste Punkt der Insel und gleichzeitig Mecklenburg-Vorpommerns. Hier wurden zwei Leuchttürme aus Backstein errichtet. Einer davon wurde 1827 von Karl Friedrich Schinkel entworfen. Beide Türme haben eine Aussichtsplattform. Die Steilküste ist an dieser Stelle aus Kreide und an ihrer höchsten Stelle 45 Meter hoch. In einer Außenstelle des Standesamtes können auch Hochzeiten abgehalten werden.
Viele Touristen kommen auch zum Wandern und Fahrradfahren auf die Insel. Die Wander- und Fahrradwege sind sehr gut ausgebaut. Zudem kommen Wellnessfans auf ihre Kosten. Sehr viele Hotels bieten einen ausgezeichneten Wellnessbereich mit verschiedensten Saunas, Hammams, Schwimmbädern und ausgefalleneren Spaerlebnissen. Die Anwendungen sind oft lokal geprägt und arbeiten mit regionalen Produkten wie Kreide, Sanddorn und Bernstein.

Pluspunkte

  • +  Die feinen Sandstrände
  • +  Die Wellnessangebote in den Hotels
  • +  Die Kreidefelsen

Minuspunkte

  • -  Keine wirkliche Partydestination
  • -  Viel Wind an den Stränden

Zu bedenken

Auf Rügen ist es besser, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Es fahren zwar Busse und auch der Roland-Express, aber wer viel von der Insel erkunden möchte, ist mit dem Auto doch flexibler. Die Insel ist fast dreißig Quadratkilometer groß. Nur wenige Strecken können deshalb zu Fuß zurückgelegt werden. Fahrräder können vielerorts geliehen werden. Sie müssen also nicht zwangsläufig Ihr eigenes mitbringen.

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Zu vermeiden

Rügen eignet sich außerhalb der Saison nicht unbedingt für junge Leute. Es gibt abends wenige Ausgehmöglichkeiten und der Altersdurchschnitt der Besucher ist relativ hoch. Planen Sie für einen Besuch der Kreidefelsen mindestens einen halben Tag ein. Der Weg dorthin ist verhältnismäßig lang und vom Parkplatz aus muss man noch ein ganzes Stück laufen. Wer Fotos von den Felsen machen möchte, sollte eine Bootsfahrt machen. Wenn man auf dem Felsen steht, kann man ihn schlecht fotografieren.

Zum Kosten

Rügens Küche ist von den Gewässern der Insel geprägt. Dementsprechend sollten Sie nicht die Fischspezialitäten verpassen. Saisonbedingt und vom visuellen Standpunkt gewöhnungsbedürftig ist die regionale Spezialität Hornfisch. Denn der Fisch hat grüne Gräten! Während der Saison steht natürlich auch Spargel auf jeder Speisekarte. Gerne werden ganzjährig Sanddorn, Rapsöl und Waldmeister aus heimischen Wäldern als Zutaten verwandt. Mittlerweile haben sich auch prämierte Köche auf der Insel eingefunden und präsentieren in Gourmetrestaurants ihre raffinierten Kompositionen. Wer gleichzeitig das Erlebnis sucht, wird sich in Binz in "Oma's Küche" wohl fühlen.

Souvenirs

Die Natur der Insel schenkt den Bewohnern verschiedene Reichtümer, die für Küche und Kosmetik wertvoll sind, wie Raps für gutes Öl oder Bernstein für hübschen Schmuck und als energiereiches Mineral für Wellnessanwendungen. Daneben wird die Kreide der Felsen im Norden der Insel für Packungen und Cremes verwendet und der vitaminreiche Sanddorn findet sich neben Kosmetikprodukten in Marmeladen und Schnäpsen wieder. Auch haben zahlreiche Autoren Romane und Bildbände herausgebracht, die der Insel huldigen - ein schönes Souvenir für kalte Winterabende an denen man allzu gern an die Sommerferien erinnert wird. Letztlich stehen auch verschiedene Objekte des maritimen Kunsthandwerks zum Verkauf, darunter kleine Boote, moderne Kunst aus Treibholz, Miniaturstrandkörbe und Mövenfiguren mit kleinen gestrickten Mützen.