Kultur und Traditionen Dschibuti
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Die Afar sind nomadische Hirten, die mit ihren Schaf- und Kamelherden durch die Wüste ziehen. Ihre soziale Struktur ist sehr hierarchisch. Früher lag die Macht in den Händen der Sultane. Heute bleibt nur noch das Tadschura, das ehrenamtlich ausgeübt wird. Die Afar sind polygam, aber die Frauen sind nicht verschleiert. Viele werden aber noch beschnitten und infibuliert. Die Issa sind ebenfalls muslimische Nomaden. Sie bewegen sich frei zwischen Dschibuti und Somalia. Die Afar und Issa waren lange feindliche Stämme, die für ihre kriegerischen Sitten bekannt waren. Der Streit um den Besitz von Vieh, Weiden und Wasserlöchern endete oft in blutigen Konflikten. Ein Jugendlicher konnte nicht heiraten, bevor er nicht mindestens einen Feind getötet hatte, und der Brauch wollte es, dass er eines seiner männlichen Attribute als Trophäe erbeutete. Heute sind Auseinandersetzungen selten, aber kein Nomade trennt sich je von seinem Dolch und seiner Feuerwaffe. Am Abend versammeln sich die Familien in den Zeltlagern aus runden Hütten, die ?Tukuls? genannt werden. Wenn man vorgestellt wird, hat man evtl. das Glück, ihre Gastfreundschaft zu genießen und wird eingeladen, einen Tee und eine Mahlzeit in ihrem Zelt einzunehmen. Ab dem frühen Nachmittag legen die Jugendlichen in der Stadt jegliche Beschäftigung nieder und treffen sich zu Hause, wo sie auf Teppichen und Kissen ausgestreckt stundenlang Kath kauen, eine Rauschpflanze, die zu einer regelrechten sozialen Plage geworden ist. Die Dschibuter konsumieren davon fast 15 Tonnen pro Jahr! Auch wenn die Bevölkerung relativ tolerant ist, sollten Sie wie in allen muslimischen Ländern auf einen korrekten Kleidungsstil und angemessenes Verhalten achten.
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