Deike Moggert />
Die Deutschen machen gern Urlaub im eigenen Land, das ist seit Jahrzehnten so und dabei bleibt es vorerst auch. Die jährliche Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen zeigt, dass im vergangenen Jahr 37 Prozent unserer Landsleute ihren Urlaub in Deutschland verbracht haben. Dieses Jahr sollen es schätzungsweise sogar 40 Prozent werden.
Und doch sind wir hier einem europäischen Paradoxon aufgesessen. Dass die Franzosen und Spanier auch auf Reisen selten den Weg aus ihrem eigenen Land heraus finden, verwundert wohl niemanden. Dass wir Deutschen aber auch Heimatliebende sind, offenbart sich im Alltag zumindest selten durch Phänomene wie Nationalstolz oder übermäßige Schwärmerei für die hiesige Landschaft. Wo liegt also der Grund dafür, dass jeder 9. Deutsche 2011 eine Reise nach Bayern gebucht hat? Und dass es nochmal fast genauso viele an die Ostseeküste treibt?
Zum Teil liegt es tatsächlich an unserer Bevölkerungsstruktur. Senioren, die einen großen Teil unserer zahlungskräftigen Mitbürger ausmachen, finden's halt zu Hause am Schönsten. Hier versteht man Deutsch und es gibt Schnitzel mit Pommes und ein anständiges Bier. Und schließlich kommen sie ja auch schon seit Jahrzehnten in die gleiche Pension bzw. auf den gleichen Campingplatz. Das Schnitzel, das Bier und die deutsche Sprache bekommt man bekanntlich mittlerweile auch auf Mallorca und Co.. Nicht zuletzt deshalb liegt Spanien schon immer auf Platz eins der deutschen Auslandsziele. Hinzu kommt, dass hier die Sonne öfter scheint als in Deutschland, vor allem auf den Kanaren.
Und damit kommen wir wieder auf unser Paradoxon zurück. Im Gegensatz zu gewissen europäischen Nachbarn sind die Deutschen in ihrer großen Mehrheit durchaus weltoffen. Wir sprechen ein verhältnismäßig gutes Englisch und gar nicht so selten Französisch, Spanisch oder Italienisch. Im Ausland gelten wir durchaus als kontakt- und reisefreudige Individuen.
Meine These ist deshalb: Verallgemeinern sollte man nie, auch dann nicht, wenn die Statistiken auf den ersten Blick aussagekräftig zu sein scheinen. Zumal es letztendlich wohl fast ausschließlich am Geld harkt. Wer es sich leisten kann, fährt wahrscheinlich lieber in die Karibik als nach Malle und auch eher in ein abgelegenes 5-Sterne-Hotel als auf den Campingplatz von Cuxhaven. Schade ist, dass es laut der Stiftung für Zukunftsfragen 2011 nur die Hälfte der Familien schafft, einen Urlaub zu finanzieren. Umso wichtiger ist es, auf Pauschalreisen mit überschaubaren Kosten zurückgreifen zu können und Preise zu vergleichen. Easyvoyage hilft Ihnen bei der Reiseplanung auch bei kleinem Budget!
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