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Vögel in die Flugkabinen!

07 Juni 2012 - 11:04

Mehr Flugangebote für Reisefetischisten am Flughafen Berlin / Tegel, breitere Sitze für hochgewachsene Basketballer im neuen Airbus A320. Auch in der Tourismusbranche ist der Kunde König und bestimmt die neuesten Trends.

Doch während sich europäische Flugkonzerne über neue Flugziele und moderne Flugkabinenausstattungen den Kopf zerbrechen, verfolgen Airlines des Mittleren Ostens eine ganz andere Strategie, ihre Kunden an sich zu binden. Galt es bis dato noch als common sense, dass Tiere abgesehen von Blindenhunden nichts in der Flugkabine verloren haben, ist es nun Passagieren von Qatar Airways, Emirates und Royal Jordanian gestattet, ihren Gebetsfalken als "zusätzliches Handgepäck" mitzunehmen. Wer Economy Class fliegt und den Falken den kompletten Flug über an einer Leine hält, muss nun nicht mehr auf sein geliebtes Gebetshilfsmittel verzichten. Qatar Airways erlaubt nur die Mitnahme eines Tieres, Royal Jordanien hingegen erhöht sein Angebot auf zwei, sobald ein zweiter Sitz für den Vogel vorgesehen ist. Natürlich hat der kleine Spaß seinen Preis: Die Kosten, für die Mitnahme eines Falkens sind dreimal so hoch wie der Normalpreis für Übergepäck! Und das, obwohl der tierliebe Reisende doch nur dem oft überforderten und müden Piloten unter die Arme greifen möchte. Schließlich ist der Falke das Nationaltier der Vereinigten Emirate, von Qatar, Saudi Arabien und dem Oman und gilt als Symbol für Stärke und Mut. Tugenden, die man durchaus braucht, um einen großen mechanischen Vogel in die Luft zu bringen.

Kann man nur hoffen, dass Germanwings, Lufthansa, Air Berlin und Co. dieses Konzept nicht aufgreifen. Oder hätten Sie etwa Lust, sich die Sitzreihe mit einem (Bundes)adler zu teilen?

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