Kultur und Traditionen Elfenbeinküste
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An der Elfenbeinküste leben ungefähr 60 Ethnien (Malinké, Senufo, Lobi, Dan, Kru, Baoulé, Akan...), die alle einen großen Brauchtumsschatz und vielfältige Initiationsriten haben. Im künstlerischen Bereich haben diese Ethnien, vor allem die Dan und Baoulé, Masken und Statuen von einer seltenen Schönheit hervorgebracht, die heutzutage zu den gefragtesten Werken auf dem Markt für afrikanische Kunst gehören. Bis auf die Malinké und die Dioula, die zum Islam konvertiert sind, sind die meisten Animisten, d.h. sie verehren einen einzigen Gott, der im ganzen Universum allgegenwärtig ist, aber nicht greifbar. So stützen sich diese Kulte auf eine ganze Serie von konkreteren Mittlern, wie Geister, Ahnen, Nebengottheiten, um sich mit deren Hilfe förderliche Einflüsse zu sichern oder die Kräfte des Bösen abzuwehren. Man muss an Initiationszeremonien und rituellen Festen teilnehmen, die mit Tänzen, begleitet von Buschtrommeln, Flöten, Balafonen und Kalebassen, gefeiert werden. Beispiele dafür sind die Riten von Poro bei den Senufo oder der Tanz des Sumpfvogels im Land der Yacouba. Die traditionellen Feste können im Zusammenhang mit der Ernte stehen (Yamswurzel-Fest), mit der Initiation in eine Altersstufe, mit Beerdigungen, usw.. Jede Ethnie besitzt ihre eigenen Traditionen und demzufolge ihre eigenen Feste. Diese finden nicht unbedingt an einem bestimmten Tag im Jahr statt. Für die Dörfer im Busch ist auch Brauchtum eine sehr strikte soziale Ordnung einzuhalten. Jedes Individuum findet entsprechend den verwandtschaftlichen Beziehungen und dem Clangeist seinen Platz. Innerhalb dieser Zellen sind gegenseitige Solidarität, die Unterordnung unter den Anführer und die Einhaltung von Tabus oberste Regel. Auch der Besucher kann nicht in ein Dorf und noch weniger in ein Haus gelangen, ohne vom Anführer des Dorfes dazu eingeladen worden zu sein. Mit diesem muss er vorher Kontakt aufnehmen, am besten über einen Führer.
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