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Falklandinseln

Als Naturfreund werden Sie sich hier, im Südosten von Südamerika unweit der Antarktis, sehr wohlfühlen: Die mitten im Atlantik gelegenen, auf ein graues und oft unruhiges Meer blickenden Falklandinseln sind überzogen von zahlreichen Gräsern und zählen u.a. Pinguine, Albatrosse und Schwertwale zu ihren Einwohnern. Es handelt sich hier um ein Fleckchen Erde mit ziemlich außergewöhnlichem Charme.

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Die Falklandinseln sind ein besonderes Urlaubsziel, an dem Sie auch die Geschichte vergangener Tage spüren. Die Falklandinseln wurden im Jahre 1520 von Teilnehmern einer spanischen Expedition entdeckt. Mehr als 200 Jahre später wurden die Falklandinseln von Seeleuten aus Saint-Malo, den Malwinen, besetzt, wodurch die Inseln ihren späteren Namen erhielten. Die Malwinen, die heute offiziell Falklandinseln heißen, wurden später von den Spaniern vertrieben. Danach blieben die Inseln unbewohnt, bis Argentinien dort eine Strafkolonie einrichtete. Die Inseln wurden 1833 vom Vereinigten Königreich erobert. Nach wie vor sind die Inseln Großbritannien zugehörig.

Wenn Sie sich für eine Reise zu den Falklandinseln aufmachen wollen, nehmen Sie am besten das Flugzeug. Von der Hauptstadt Deutschlands ist die Hauptstad der Falklandinseln mehr als 13.000 km Luftilinie entfernt, weshalb Sie für einen Flug mehr als einen ganzen Tag brauchen. Meistens landen Sie zunächst in Chile und werden anschließend von einem kleineren Flugzeug zu ihrem Flughafen Stanley oder Port Howard gebracht. Mit einem Shuttlebus werden Sie dann zu Ihrem Zielort gefahren. Eine andere Möglichkeit ist, mit einer Kreuzfahrt diese Inselgruppen anzusteuern und von dort aus zu erkunden.

Ihnen muss jedoch bewusst sein, dass das Wetter dort besonders frisch und feucht ist, mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von nur 5°C. So regnet oder schneit es durchschnittlich 200 Tage im Jahr. Sie sollten also unbedingt an warme Kleidung sowie ausreichend Regenschutz denken. Im Hochsommer, welcher dort von Dezember bis Februar andauert, beträgt die Höchsttemperatur 20°C. Trotz der nicht allzu heißen Temperatur sei Ihnen gesagt, dass dort aufgrund des Ozonlochs ein erhöhtes Sonnenbrandrisiko besteht. Denken Sie also daran, sich mit Sonnencreme einzureiben. Generell ist Ihnen aufgrund des Klimas anzuraten, zwischen November und März anzureisen.

Die Inselgruppe erstreckt sich über 12.173 km² und besteht aus zwei Hauptinseln mit ca. 200 kleineren Nebeninseln. Dennoch gibt es lediglich 3000 Einwohner, die vor allem britischen Ursprungs sind. Aus diesem Grund ist Englisch die Amtssprache.

Bezahlen können Sie mit der dortigen Währung Falklandpfund (FKP), die mit nur ungefähr 5000 Benutzern eine Währung ist, die am wenigsten auf der Welt verwendet wird. Einem Euro entsprechen 0,65 FKP (Stand August 2015), was den britischen Pfund ähnelt. Sie sollten Bargeld dabei haben, da nicht alle Geschäfte und Hotels Kreditkarten akzeptieren.

In der Hauptstadt Stanley können Sie sich mit einem günstigen Taxi fortbewegen. Achten Sie darauf, vorher mit dem Fahrer den Preis auszuhandeln, da im Auto keine übliche Zähleruhr vorhanden ist. Eine andere Option ist die Nutzung eines Mietwagens, mit dem Sie allerdings nicht außerhalb von befestigten Straßen und nie schneller als etwa 60 km/h fahren dürfen.

Vorab sollten Sie sich merken, dass Sie nicht ungefragt Privatland betreten, da dies von den Einwohnern nicht gern gesehen wird. Zudem sollten Sie nicht die Fußgängerwege verlassen, auch aufgrund der freilebenden Tiere.

Generell kann gesagt werden, dass die Falklandinseln, was die Kriminalität betrifft, ein sehr sicheres Reiseziel ist und man ohne Sorgen die schöne Umgebung bewundern kann.

Tipps der Redaktion

Wenn Sie sich für eine Reise ans ?andere Ende der Welt? entschieden haben, haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche Aktivitäten zu unternehmen.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass sich ein Aufenthalt auf den Falklandinseln perfekt dazu eignet, in aller Ruhe wieder zu sich selbst zu finden, die frische Luft zu genießen und all Ihren Stress zu vergessen. So sollten Sie sich einige Tage Zeit nehmen, entlang der Felsen spazieren zu gehen, die freilaufenden Tiere zu beobachten oder ganz gemütlich ein Buch am warmen Feuer zu lesen. Lassen Sie einfach in der Natur Ihre Seele baumeln! Dafür sei auf den Bertha´s Beach und Surf Bay hingewiesen, die tolle weiße Sandstrände sind. Für einen guten Ausblick sollten Sie den Aussichtspunkt Bull´s Point ansteuern und seltene Tiere beobachten.

Wenn Sie genug entspannt haben, bieten sich aber auch andere Aktivitäten an, die Sie vielleicht reizen. So können Sie z.B. auf dem Kap Pembroke sehr gut wandern gehen. Dort können Sie auf dem Weg einen Leuchtturm besteigen und von dort eine tolle Aussicht genießen. Die tolle Landschaft ist wie für diese Wanderung gemacht!

Neben dem Wandern sind aber auch andere sportliche Betätigungen bei den Reisenden beliebt. Wenn Sie ein guter Läufer sind, können Sie im März an dem dort stattfindenden Marathon teilnehmen. Ferner können Sie Golf spielen oder angeln gehen - das Forellenangeln ist vom 01. September bis zum 30. April eröffnet. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass eine Lizenz erforderlich ist, die Sie in Stanleys Postamt erhalten können.

Sind Sie Tierliebhaber oder Hobbyfotograf? Dann handelt es sich hier um Ihr Traumziel! Neben der schönen Landschaft und bunten Gebäuden können Sie auch die Tierwelt auf einem Foto festhalten. Denn die auf den Falklandinseln lebenden Tiere sind sehr interessant. So gibt es Pinguine, die dem Europäer ansonsten nur aus dem Zoo bekannt sein sollten. Auch Seelöwen sind an den Gewässern anzutreffen, die sich dort in Herden aufhalten. Am Himmel können Sie Albatrosse sehen, die für die Falklandinseln sehr typisch sind. Wenn Sie Glück haben, können Sie auch auf Wale und Delfine antreffen, die dort des Öfteren gesichtet werden. Einer Vielzahl von Schafen werden Sie vermutlich auch begegnen. Generell sei Ihnen ans Herz gelegt, dass Sie die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung nicht stören oder sogar reizen sollten. Auch das Füttern der Tiere ist untersagt. Genießen Sie lieber den puren Anblick, damit die friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Tier noch lange fortbestehen kann. Zu empfehlen sind Tagestouren, die Sie von Stanley aus unternehmen können und die am besten von einem kompetenten Führer begleitet werden. Er wird Sie an die tollsten Ecken führen und Ihnen Begegnungen mit den Tieren ermöglichen.

Nach diesen zahlreichen körperlichen Betätigungen bietet sich eine Reihe von Sehenswürdigkeiten an. Dafür sollten Sie vor allem die Hauptstadt Stanley anpeilen, die das kulturelle Zentrum darstellt. Interessant sind die Villen, die an das Goldene Jubiläum der Königin Victoria erinnern. Dort spüren Sie den nicht zu übersehenden britischen Einfluss, der von der sonstigen Architektur auf den Falklandinseln abweicht. Ein etwas anderes Erlebnis ist die Walknochenausstellung, die Sie jeden Sommer betrachten können. Interessant ist zudem die Skulptur des Sonnensystems, das Sie an einem Tag besichtigen können. Sie stellt alle Planeten des Sonnensystems dar, in einem Maßstab von 1:1 Milliarde. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Falkland Islands Museum, in dem verschiedene Themen zu erkunden sind. Wenn Sie sich in der Hauptstadt Stanley aufhalten, sei Ihnen am Hafen ein Lehrpfad ans Herz gelegt, der alte Schiffswracks zeigt.

Eine andere Möglichkeit ist die, eine der Nebeninsel zu besuchen und noch abgelegenere Natur zu bewundern. Örtliche Reiseunternehmer werden Ihnen für einen solchen Besuch gerne behilflich sein.

Pluspunkte

  • +Die Falklandinseln sind ein Traumziel für Tierliebhaber, die dort ganz aus der Nähe zahlreiche im Meer wie auch auf dem Lande lebende Tiere beobachten können.
  • +Man hat dort das Gefühl, sich am Ende der Welt zu befinden, und ein Aufenthalt auf den Falklandinseln eignet sich perfekt dazu, wieder zu sich selbst zu finden, die frische Luft mal wieder richtig zu genießen oder auch um dort seinen ersten Roman zu schreiben.

Minuspunkte

  • -Es gibt nur sehr wenige Schiffsverbindungen vom Kontinent aus (nur alle sechs Wochen).
  • -Das Wetter ist dort besonders frisch und feucht.

Traditionen

Die Einwohner der Falklandinseln, Nachfahren von Briten oder auch von Chilenen, sind äußerst gastfreundlich, dabei aber britisch-reserviert. Es kann Ihnen passieren, dass Sie von den Einwohnern ganz einfach so zu einem ?Smoko? eingeladen werden, einem heißen Tee, der traditionell gegen 10.00 Uhr vormittags getrunken wird.

Üblich ist es außerdem, dass alljährlich in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr auf dem Archipel die großen Winterveranstaltungen, nämlich ein Pferderennen und Rodeo-Wettkämpfe, stattfinden.

Es existieren mehrere Religionen, die auf den Falklandinseln praktiziert werden. So gibt es Anglikaner, Römisch Katholische, Lutheraner und andere.

Die Feiertage der Falklandbewohner ähneln die Großbritanniens. So wird z.B. auch der Geburtstag der Königin Elizabeth II am 21. April gefeiert. Außerdem gibt es den Tag der Befreiung, der am 14. Juni stattfindet und die Loslösung von Argentinien symbolisiert. Der Tag des Kampfes (8. Dezember) ist ein weiterer Feiertag. An diesen drei besonderen Tagen zieht jeweils ein Umzug durch die Straßen, an dem auch dort stationierte britische Soldaten teilnehmen. Außerdem werden zu Gedenken der kriegerischen Ereignisse Gottesdienste abgehalten.

Küche

"Fish and chips", Roastbeef und Krabbenbutterbrote... das Beste der englischen Kochkunst ist auf den Falklandinseln vertreten. Man merkt dem Essen nicht an, dass man südlich von Südamerika ist! So werden außerdem gerne ?Lamb Chops? sowie Gänsepastete serviert, die, wie anderes Fleisch auch, eine sehr gute Qualität haben. Vor allem Fisch wird zubereitet, der frisch geangelt wurde. So können Sie Muscheln, Krabben oder Austern genießen. Regionale Spezialitäten sind hier vor allem der Dorsch und die Forelle. Gegrillten Tintenfisch und patagonischen Zahnfisch werden Sie genauso auf der Speisekarte finden wie den schwarzen Seehecht oder atlantischen Kabeljau. Als Beilage werden oft Pommes Frites serviert, Sie können jedoch auch Ofenkartoffeln wählen. Wenn Sie eine Nachspeise wünschen, bieten sich Plätzchen und Kuchen an, die oft selbstgemacht sind.

Aufgrund der recht hohen Importkosten der Lebensmittel, wovon natürlich die Regionalia ausgenommen sind, ist das Essen auf den Falklandinseln nicht das günstigste. Anders verhält es sich mit den Getränken, auf die keine Steuer erhoben wird. Genießen Sie also ruhigen Gewissens einen guten Wein!

Souvenirs und Handwerk

Traditionell bringt man von einem Aufenthalt auf den Falklandinseln einen aus gedrehter Schafwolle gestrickten Pullover mit nach Hause.