"In 5 Jahren durch 25 Länder" klingt wie ein Vorgängerroman von Jules Vernes "In 80 Tagen um die Welt." Dass Ron Frickes Film "Samsara" jemals zu einem Buchtitel wird, ist allerdings stark zu bezweifeln. Dafür fehlen Handlungsstränge, Dialoge und Darsteller. Zudem basiert die spirituelle Abenteuerreise nicht wie bei Vernes Klassiker auf einer Wette, die automatisch Spannung erzeugt. Vielmehr geht es darum, den Zuschauer mittels eindringlicher Musik und spektakulären (Nah)Aufnahmen in seinen Bann zu ziehen.
"Samsara" ist ein Wort aus dem Sanskrit, welches so viel wie "das immer drehende Rad des Lebens" bedeutet. Auf die untrennbare Verbindung von Natur und Mensch versucht der Dokumentarfilm in Form von beeindruckenden Bildern von sowohl alten Kulturen als auch modernen Fabrikanlagen aufmerksam zu machen. Nicht ganz ohne Zufall reiht sich dabei beispielsweise eine Szene einer asiatischen Tänzerin an die einer steinigen Landschaft, welche aus dem Nebel emporsteigt. Selbst die Aufnahmen moderner Industriegebäude sind makellos und faszinierend. So gelingt es dem Filmemacher, Assoziationen beim Zuschauer hervorzurufen, die trotz dem Verzicht gängiger Methoden für mehr Spannung und Gesprächsstoff sorgen, als so mancher Blockbuster.
Der Meisterregisseur Ron Fricke und der Produzent Mark Margidson begaben sich bereits für den Film "Baraka" auf eine audiovisuelle Reise. Dass deren Erfolgskonzept für gelungene Essayfilme weiterhin aufgeht, davon können Sie sich ab dem 23.08.2012 in den deutschen Kinosälen überzeugen.
Datum : 20.08.2012
Note :
Durchnittspreis: 10,00 €