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Die Camargue

 
 

Die Camargue

Die Camargue Pferde in der Camargue Für die Herkunftsbezeichnung "Camargue" müssen die Pferde in Herden und vollständig im Freien auf Weiden mit einer Mindestgröße von 20 ha in extensiver Form gehalten werden. Konrad Wothe /age fotostock

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Einst war die Camargue von Wäldern bedeckt, die leider nur in einigen wenigen Hainen und in den Namen mancher Orte wie Bois Verdun oder Sylvéréal überlebt haben.
Obgleich man hier und dort noch auf Silberpappeln, Tamarisken, Wacholderbäume und Eichen trifft, hat der gestiegene Holzbedarf des Menschen zum Verschwinden der Wälder geführt, die heute keinesfalls mehr typisch für die Vegetation dieses Gebiets sind. Auf den extrem nassen und salzhaltigen Böden wachsen vornehmlich bräunliche Queller, eine Gattung aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse.
Vielerorts leuchtet der Boden im Sommer und Herbst außerdem im hübschen Blau des Strandflieders. In den fruchtbareren Bereichen gedeihen vornehmlich farbenfrohe Blütenteppiche aus Iris, Ginster, Vergissmeinnicht und Affodill.
Der Rand der Sümpfe und der Kanäle ist das Reich des Schilfrohrs ? eine Süßgrasart, die die Viehhirten unter anderem für die Bedachung ihrer Hütten verwenden. Dieses Naturparadies ist der ideale Lebensraum für nahezu 350 Vogelarten, die hier nisten und sich fortpflanzen. Das Rhone-Delta ist im Übrigen einer der größten Sammelplätze für Zugvögel in Europa.
Und natürlich gilt das Hauptinteresse dem Flamingo, der als Symbol der Camargue gilt. Schwer zu finden ist er nicht, denn er lebt in Kolonien, denen in der Regel mehrere Tausend Vögel angehören. Von den rund 20.000 Küken, die gegen Ende April schlüpfen, wandert am Ende des Sommers nur ein Teil in die wärmeren Gefilde auf die andere Seite des Mittelmeers ab, während die verbleibenden Exemplare im Winter mit den etwas kühleren Temperaturen in der Camargue Vorlieb nehmen müssen.
Neben dem Rosaflamingo sind zahlreiche weitere Arten zu beobachten. Zu den seit 1976 geschützten Greifvogelarten zählen die Rohrweihe, der Schwarzmilan, der Sperber, der Bussard, der Adler sowie Eulen und Uhus, deren Lebensräume jedoch durch den Eingriff des Menschen bedroht sind.
Äußerst zahlreich vertreten sind Sperlingsvögel. Die Camargue ist auch Heimat einheimischer Arten, die sich im Gebiet des Deltas fortpflanzen, darunter Meisen, Schafstelzen und Nachtigallen. Andere Arten wie der Bienenfresser, der Hausrotschwanz und das Rotkehlchen stammen aus dem tropischen Afrika.
Die unzähligen Wasserflächen sind natürlich ein Paradies für Wasservögel (Stockenten, Krickenten, Pfeifenten, Löffelenten), aber auch einige Seevögel kommen während der Paarungszeit und zum Nisten hierher.

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