Notre-Dame de la Garde Notre-Dame de la Garde weist eine architektonische Mischung aus romanisch-byzantinischen Einflüssen auf. © Kazushige Takashimaa - age fotostock
Besucher, die Marseille zum ersten Mal sehen, überrascht die originelle und sehr ungewöhnliche Architektur von Notre-Dame de la Garde. Und tatsächlich kann der erstmalige Anblick des romanisch-byzantinischen Stilmix in optischer Hinsicht recht schockierend sein (im 19. Jahrhundert wurde die Kirche mit einer Lokomotive verglichen).
Das Eingangsportal der Basilika ist mindestens ebenso beeindruckend wie die Außenfassaden. Der Übergang vom strahlenden Licht der Esplanade in das Halbdunkel des Innenraums ist überwältigend. Sobald sich die Augen an den Halbschatten gewöhnt haben, erblicken sie ein Feuerwerk aus Mosaiken und farbenfrohen Bildern. Schon nach einigen Minuten ist man sich des enormen Aufwands und des Talents der Arbeiter bewusst, die am Bau dieses komplexen und grandiosen Monuments mitgewirkt haben.
Auch die Bildhauerkunst ist äußerst bemerkenswert. Zu sehen sind insgesamt drei Statuen der Jungfrau mit Kind, eine von Chanuel gearbeitete Jungfrau, eine weitere mit Blumen und eine andere aus Silber, an der der Bildhauer Chanuel sechs Jahre lang gearbeitet hat. Ebenfalls sehr schön ist eine lebensgroße, provenzalische Christus-Statue aus dem 16. Jahrhundert.
Die naive Kunst ist mit zahlreichen Votivgaben (Gegenstände, die für die Erfüllung eines Wunsches gespendet werden) vertreten. Diese stammen hauptsächlich von den Seeleuten und ihren Familien, die der heiligen Jungfrau dafür danken, einen Schiffbruch oder eine andere Gefahr auf hoher See überlebt zu haben. Die älteste dieser Votivgaben stammt aus dem Jahr 1756.
Auch heutzutage gibt es viele Anlässe, um der heiligen Jungfrau zu danken. Häufig tun dies Feuerwehrleute, Kriegsveteranen und natürlich die Spieler und Fans des Fußballclubs Olympique Marseille!
Öffnungszeiten: Täglich von 7.00 - 19.00 Uhr im Winter und von 7.00 - 20.00 Uhr im Sommer. Von Mitte Juni bis Mitte August bis 22 Uhr.
Heilige Messe: im Winter werktags 7.30, 9.00 und 16.30 Uhr bzw. im Sommer 17.00 Uhr.
An Sonn- und Feiertagen 8.00, 9.00, 10.00, 11.00, 11.30 und 16.30 Uhr im Winter bzw. 17 Uhr im Sommer.
Hochamt 15.30 im Winter und 16.00 Uhr im Sommer.
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