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Reisen nach Großbritannien: British spirit everywhere

Von Schottland über die Kanalinseln, nach Irland und Wales, entführen Sie diese historischen Städte in Großbritannien mit ihren landschaftlichen Schönheiten und den Kulturdenkmälern durch die verschiedenen Epochen der Geschichte. Die fünf Nationen des Vereinigten Königreiches zeichnen sich durch herzliche Gastfreundschaft ein reiches Kulturleben sowie viel Historie aus. Sie sollten ein Land nach dem anderen entdecken und sich von der Magie mitreißen lassen.

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Bestehend aus England, Schottland, Wales und Nordirland, entstand das Vereinigte Königreich im Jahr 1707. Zu dieser Zeit waren nur England und Schottland unter dem Vereinigten Königreich Großbritannien vereinheitlicht. Etwas weniger als ein Jahrhundert später, im Jahr 1801, erweiterte sich das Königreich um Irland und das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland entstand. Allerdings trennte sich Südirland im Jahr 1922 von Nordirland. Der Teil im Süden von Irland gehört seitdem zur Republik Irland. Seit dieser Trennung kennen wir es also als Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland.

Aber wenn wir von ?Königreich? sprechen, heißt das nicht, dass die vier Nationen zu einer zusammengefasst werden. Jede der vier Nationen weist ihre eigenen Besonderheiten, Traditionen und Gebräuche auf.

England ist ganz offensichtlich die erste der vier Nationen, die auch mit einer Bevölkerungsdichte von 53 Millionen Einwohnern auf 130.395 km², die größte der Nationen ist. Es ist daher nicht überraschend, dass vor allem diese Nation die meisten Besucher anzieht.

England bietet eine grandiose Vielfalt an Landschaften. Karstlandschaften in Yorkshire und das Derbyshire Moor in der Pennines, die drei gigantischen Nationalparks (der Yorkshire Dales, der Peak District und das Nothumberland), den höchsten Gipfel mit 978 Metern, genannt der Scafell Pike, zahlreiche Seen und Flüsse und wunderschöne landschaftliche Kleinstädte sowie lebendige Metropolstädte machen England zu einem sehr kontrastreichen Land.

Schottland ist hingegen berühmt für seinen Whiskey und die Geister, die in den uralten hoheitlichen Herrenhäusern noch immer umher spuken sollen. Zwischen historischen Schlössern, Hochlandgebieten, Seen und 790 Inseln, von denen die bekanntesten Archipels Orkney, die Hebriden und die Shetland-Inseln sind, löst Schottland überall auf der Welt Faszination aus.

Zu den bilderbuchartig wunderschönen Naturlandschaften, die oft in magisches Licht getaucht sind, kommt noch die Herzlichkeit der Menschen dazu, die Schottland zu einem Land voller Charme und Geheimnissen macht. Besonders reich an Kulturschätzen, scheint Schottland von England so weit entfernt und doch so nah zu sein.

Mit atemberaubenden Landschaften und einer Kultur, die eng an das keltische Erbe geknüpft ist, den Geistern der einstigen Inselbewohnern und einem unvergleichlichen Heimatgefühl der Bewohner, ist Irland auf jeden Fall eine Reise wert.

Egal ob Rugby, Angeln, Golfen, Reisen oder Wandern, die grüne Insel verdient ihren Spitznamen allemal und lässt sicher jedes Sportlerherz höher schlagen. Durch wildromantische Regionen und Natur so weit das Auge reicht, sollten Sie unbedingt einen Roadtrip auf den kleinen Straßen Irlands unternehmen und die Nächte in verschiedenen Bed & Breakfast Gästehäusern verbringen. Dies ist der beste Weg um die unglaublichen Weiten des Landes zu erkunden. Fahren Sie einfach an der Atlantikstraßen, der Küstenstraße im Westen von Irland entlang, um die steilen Klippen, die zerklüfteten Felsen und das Meeresrauschen zu hören und zu sehen.

Sie können Irland auf keinen Fall verlassen, ohne sich vorher ein frisches Guinness in einem der urigen Pubs bei irischer Volksmusik genüsslich die Kehle runter laufen zu lassen.

Im Rahmen der drei keltischen Nationen des Vereinigten Königreiches (mit Irland und Schottland), weist Wales einen starken Charakter auf, auf den die Bewohner dieser kleinen Nation sehr stolz sind.

Intakte Natur, frische Luft und drei große Nationalparks (der Snowdonia National Park,der Brecon Beacons National Park und der Pembrokeshire-Coast-Nationalpark ) prägen das Bild von Wales. Dazu kommen zahlreiche Landschaftsschutzgebiete, hügelige Landschaften, weitläufige Wiesen, Moore und Gebirge.

Bei einem Aufenthalt in Wales müssen Sie unbedingt einige der 641 Schlösser besichtigen, eine Opernaufführung in der National Opera of Wales (eine der berühmtesten Institutionen für klassischen Operngesang) erleben oder das ?Große Glashaus? im Botanischen Garten in Wales besichtigen. Der berühmte Garten ist auf Freizeit, Naturwissenschaften und Bildung ausgerichtete, und ist der erste seiner Art, der seit über 200 Jahren in den UK eröffnet wurde. Das ?Große Glashaus? ist das größte einfeldrige Gewächshaus der Welt. Im Innern der erstaunlich geneigten Kuppel befindet sich eine Mittelmeerlandschaft, die von einer Schlucht von sechs Metern Ausmaß dominiert wird.

Tipps der Redaktion

Das Vereinigte Königreich ist kein Land, sondern das Treffen von vier Ländern, die alle eine eigene Identität besitzen.

Kurz gesagt, das Vereinigte Königreich ist geteilt.

Ob England, Schottland, Nordirland oder Wales, für jedes Land muss man sich seine Zeit nehmen, um die Schönheit der Umgebung zu erkunden sowie die eigenspezifischen Charaktere der Länder zu erforschen.

In nicht mal zwei Stunden erreicht man London, die pulsierende Megametropole des Vereinigten Königreiches, mit dem Flugzeug von Frankfurt aus, durch die kurze Entfernung zum europäischen Festland wird die Insel jährlich zum wahren Touristenmagneten.

Die Stadt ist auf der Welt einzigartig. Dies verdankt sie vor allem ihrem Kontrast aus traditionellen Aspekten mit dem englische Königshaus und der modernen Atmosphäre die schon beinahe zur Exzentrik neigt. Beobachten kann man dieses Schauspiel beim Schlendern durch den Camden Town Markt. Andere sehr beliebte Postkartenmotive und zugleich majestätische Monumente, sind die London Bridge, der Big Ben oder der Buckingham Palace.

Wenn Sie mehrere Tage in London verbringen, sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen, eine musikalische Komödie zu besuchen im Lecester Square, in eines der oftmals interaktiven Museen zu gehen, eine Shoppingtour auf der Oxford Street einzulegen, einen Spaziergang durch die zahlreichen Parks zu unternehmen oder warum nicht im Sommer einem Tennisturnier in Wimbledon beiwohnen.

Die Entdeckungsreise des Vereinigten Königreiches sollte sich jedoch nicht nur auf London begrenzen, vor allem dann nicht, wenn man die Kultur und die besondere Persönlichkeit des Landes erleben möchte.

In der Sommersaison lohnt sich ein Besuch der Küsten, vor allem im Süden des Landes. Gehen Sie zum Brighton Beach und gönnen sich eine Runde Fish and Chips oder besuchen sie eines der typischen Bed and Breakfast der Region. Aufgrund ihrer Nähe sind die Kanalinseln ideal für ein Entspannungswochenende. Anschließend können sie mit ihrem Auto Richtung Wales steuern. Machen Sie am Schloss von Cardiff halt und genehmigen sich dann einen Drink in einem der typischen Pubs. Eine wunderschöne Landschaft erstreckt sich in dieser Gegend und schließlich kündigt sich langsam Schottland an. Was für ein Abenteuer wird Sie hier erwarten? Machen Sie sich auf die Suche nach Nessie, dem Ungeheuer von Loch Ness, schlafen Sie in einem altem Herrenhaus, wo Sie nachts vielleicht von Spukgeistern überrascht werden, nehmen Sie an einer traditionellen schottischen Zeremonie teil und nehmen Sie sich in Acht vor Schafherden, die gerne mal über die Straßen wandern. In völliger Freiheit können Sie die Landstriche durchqueren, die immer in ein wenig in Nebel getaucht sind. Die Einheimischen sind ein äußerst sympathisches Volk. Die einzigen nervigen Lebewesen, die man dort antrifft, sind die Mücken, die hartnäckigen schottischen Mücken. Im Vereinigten Königreich blickt man in eine andere Epoche als im Norden Irlands mit seinen Mittelalter-Burgen und dem historischen Stadtbild von Belfast.

Der Regen in Großbritannien ist unberechenbar, aber man sollte sich davon in keinem Fall die Reise vermiesen lassen. Denn das Wetter gehört zur einzigartigen Atmosphäre des Landes. Die beste Reisezeit ist zwischen Ende Frühling und dem Frühherbst. Abhängig vom Reiseziel, vor allem bei Schottland, sollte man auf jeden Fall auch ein paar warme Kleidungsstücke einpacken.

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Traditionen

Das britische Volk scheint sich in Geduld geübt zu haben. Sie bilden geduldig Warteschlangen vor den Denkmälern und die Menschen steigen in aller Ruhe und ohne Hektik in die öffentlichen Verkehrsmittel ein. Da könnten sich andere Nationen, die am schnellen Puls der Zeit leben, durchaus eine Scheibe abschneiden.

Die Traditionen in Großbritannien sind oft mit weit zurück liegenden Ereignissen auf der Insel verknüpft, die teilweise sogar bis in die Zeit der Kelten zurückreichen. Sie sind sehr eng mit ihren Bräuchen verbunden, was auch die vorherrschende Monarchie deutlich macht.

Ein Überbleibsel der heidnischen Kultur sind die Maibäume als Symbol der Fruchtbarkeit und des Frühlingsanfangs.

Innerhalb der Insel variieren die alten Bräuche und Rituale. International bekannt sind die mittelalterlichen Highland Games. Sie werden alljährlich im Sommer in Schottland ausgetragen, finden sich jedoch auch auf anderen Teilen der Insel. Natürlich lieben die Briten auch ihren Reitsport. Man findet dort zahlreiche große Ereignisse rund um das Pferd.

Während der Weihnachtszeit schmücken die Menschen ihre Häuser mit bunten Lichtern, Weihnachtschöre treten auf vielen öffentlichen Plätzen auf und traditionelle Weihnachtslieder stimmen wunderschön auf die besinnliche Zeit ein.

Anders als in Deutschland, erhalten die Kinder erst am 25. Dezember ihre Weihnachtsgeschenke am frühen Morgen, nachdem der Weihnachtsmann in der Nacht am Weihnachtstag durch den Schornstein klettert und die Strümpfe von Socken mit Geschenken füllt. Am 24. Dezember genießen die Familien an einem festlich gedeckten Tisch ein feudales Mahl, das traditionell aus gefüllten Truthahn und Plumpudding besteht.

Die Schotten haben auch viele Traditionen erhalten, wie den Kilt. Der Kilt besteht aus einem wollenen Plaid (Decke) und ist in einem bestimmten Tartan (Schottenmuster) genäht. Der Tartan spiegelt dabei die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Clan wieder. Dazu kommt noch der traditionelle Dudelsack und spezielle Accessoires wie Abzeichen, Messer, Taschen und anderes, und das Outfit ist komplett.

In Nordirland und mittlerweile überall auf der Welt, wird der weltberühmte St.Patrick's Day jedes Jahr am 17. März, am Todestag des heiligen Sankt Patrick gefeiert. Grüne Kleidung, Kleeblätter, große Paraden und Live Musik sorgen für eine stimmungsgeladene Atmosphäre.

Küche

Britisches Essen ist nicht besonders in der Welt bekannt. Allerdings gibt es viele Gerichte, die den Besuchern des Landes mit Sicherheit schmecken werden. Frische Produkte und Märkte und eine multikulturelle und abwechslungsreiche Gastronomie in der Hauptstadt.

Zu den Klassikern, die vielleicht nicht die Beliebtesten bei den Briten sind, zählen die Shepherds Pie, das Roastbeef mit Bratkartoffeln, die englische Feuertopf mit Rindfleisch oder Lamm, der Lammbraten mit Minze-Sauce, und mit Zucker und Essigvermengt. Als Dessert: Christmas Pudding oder leckerer Apfelkuchen. Das Käseangebot ist generell nicht so vielfältig, dennoch ist man gerne Cheddar. Alle Regionen haben ihre eigenen Spezialitäten. In Wales sind die lokalen Rezepte geschätzt, wie Welsh rarebit, eine Scheibe geröstetes Brot mit geschmolzenem Cheddar belegt, die unaussprechlichen Tatws Pum Munud, mit geräuchertem Speck, Kartoffeln, Zwiebeln und Brühe und zum krönenden Abschluss der Waliser Lamm Auflauf.

In Schottland ist das Nationalgericht Haggis, gefüllter Schafsmagen. In Nordirland beinhalten die Gerichte oft Hammelfleisch und Kartoffeln. Das Ulster Fry ist ein riesiges Frühstück mit Wurst, Eier, Speck und Brot. Typisch für den Süden von England sind Fisch-und - Chips, die Sie bei einem Ausflug ans Meer genießen können. Ein typischer Tag im Vereinigten Königreich läuft in kulinarischer Hinsicht wie folgt ab: ein Frühstück mit Speck, dem ein leichtes Mittagessen folgt, eher ein Snack, dann ist es Tea Time mit einer Tasse Tee und einem Schuss Milch, und am Abend wird früh gegessen, gegen 18 Uhr!