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Haiti

Haiti ist die "erste schwarze Republik" der Geschichte und nimmt das westliche Drittel der Insel Hispaniola ein, deren Ostteil zur Dominikanischen Republik gehört. Leider wurde hier wilde Abholzung betrieben und das Land befindet sich in einer unsicheren Lage. Haiti bietet trotz allem viele Besonderheiten wie die schönen Karibik-Strände und Gebirgslandschaften in einer frankophonen Atmosphäre.

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Haiti, das Land der Kontraste: Obwohl auf der Antilleninsel schlechte Sozialbedingungen und ökonomische Katastrophen herrschen, ist sie reich an Kultur und Geschichte, die von französischen sowie afrikanischen Einflüssen geprägt wurden. Obwohl das Land im 20. Jahrhundert als sehr beliebtes Reiseziel unter Privilegierten galt, musste es im Laufe der Zeit viele ungewisse Krisen bewältigen.

1492 von Christoph Kolumbus entdeckt, war die Insel Hispaniola, auf der die Republik Haiti liegt, das erste Land der Neuen Welt. Nachdem die Region zunächst von Spaniern besiedelt wurde, traten diese es 1697 an Frankreich ab. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebiet zur reichsten Kolonie des französischen Kolonialreichs. Doch die afrikanischen versklavten Arbeiter, die dazu beitrugen, waren unzufrieden und so kam es 1791 zu einem Sklavenaufstand.

Die Folge war ein blutiger Krieg, bei dem jeder gegen jeden Kämpfte. Dieser endete erst am 1. Januar 1804, als Saint-Domingues unter dem Namen Haiti seine Unabhängigkeit von Frankreich bekannt gab. Unter der Führung des Afrikaners Dessalines wurde Haiti somit zur ersten schwarzen Republik. Leider gelang es dem Land allerdings nie eine politische Stabilität zu erreichen.

Als sei die kritische ökonomische Lage noch nicht genug, ist das Gebiet häufig Opfer diverser Naturkatastrophen, wie Hurrikans oder starken Erdbeben. Erst im Jahr 2010 wurden vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince bei heftigen Beben viele Teile der Stadt komplett zerstört. 200.000 Menschen starben bei dem tragischen Ereignis.

Aufgrund dieser Faktoren ist Haiti als Tourismusziel eher weniger gefragt. Und dennoch: Auch hier warten vor allem auf Abenteurer einige spannende Orte, die entdeckt werden wollen, wie die Ruinen des Palais Sans-souci im Norden, die heute zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Darüber hinaus erwarten Sie spannende Festungen, wie die Fort Jacques und die Fort Drouet.

Doch der interessanteste Spot bleibt die Citadelle La Ferrière. Diese Festung gilt als größte der Antillen. Das beeindruckende Monument befindet sich im Norden des Landes ganze 900 Meter über dem Meeresspiegel. Um auf eventuelle Attacken der Franzosen vorbereitet zu seine, wurde die Festung 1804 in Folge der Unabhängigkeit erbaut.

In der Hauptstadt Haitis, Port-au-Prince, lassen sich dagegen leider eher weniger spannende Flecken erkunden, weshalb sich hier eher weniger Touristen aufhalten. Grund dafür sind unter anderem die bereits erwähnten Erdbeben aus dem Jahre 2010. Obwohl die Stadt rund 900.000 Einwohner zählt, ist der Wiederaufbau in weiter Ferne: Armut und die übermäßigen Kosten für die Reparaturen machen es unmöglich, der Stadt neuen Charme zu verleihen. Zwischen 8 und 14 Milliarden Dollar müssten nach Schätzungen des haitianischen Präsidenten hierfür aufgebracht werden.

Haiti kann ohne größere Probleme besucht werden und dennoch bleibt es wohl vorerst ein Ziel für erfahrene Reisende, mit einem Faible für Abenteuer.

Tipps der Redaktion

Haiti ist ein Land, das eine erstaunliche und fesselnde Kultur besitzt. Es muss von innen heraus entdeckt werden. Doch aufgrund der ökonomischen und politischen Situation trauen sich nur die Mutigsten, diese brodelnde und sprühende Antilleninsel zu erkunden. Es gilt höchste Vorsicht im Straßenverkehr und Behutsamkeit im Kontakt mit der Bevölkerung walten zu lassen. Ein seriöser Führer kann Ihnen als Vermittler dienen. Sie brauchen unbedingt ein verlässliches Fahrzeug.

Pluspunkte

  • +Hier spricht man Französisch.
  • +Das kulturelle Potenzial, verbunden mit der Geschichte und der Voodookultur, ist riesig.

Minuspunkte

  • -Als Badedestination ist Haiti eher enttäuschend. Die Strände und die touristische Infrastruktur können den Nachbarinseln nicht das Wasser reichen.
  • -Viele sehenswerte Orte sind schwer zugänglich, selbst im Geländewagen.
  • -Die wirtschaftliche sowie die soziale Lage ist katastrophal.
  • -Es können jederzeit Unruhen ausbrechen.
  • -Die Bevölkerung ist sehr reizbar.

Traditionen

Naive und sehr farbenfrohe Malerei ist häufig zu sehen. Die Skulpturen und kleinen Statuen sind von der afrikanischen Kunst und vom Voodoo inspiriert. Es gibt viele Lederwaren. Sie können auch kubanische Zigarren, Schmuck, Korbwaren und Kanevas kaufen. Die Geschäfte sind von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr von Montag bis Freitag geöffnet. Samstags von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Küche

Die Küche ist französisch und kreolisch beeinflusst. Auf der Speisekarte der Hotelrestaurants stehen gegrilltes Fleisch, Pommes frites und Meeresfrüchte. Die kreolische Küche verwendet rote Bohnen und Reis. Einige haitianische Spezialitäten sind marinierter Truthahn, Hummer als Ragout oder vom Grill, kreolisches Huhn mit Gewürzen und gebratenes Schweinefleisch. Weiters gibt es tropische Früchte sowie guten Kaffee und Rum.