Unser Dubai und die Emirate - Experte
Hotel Emirates Palace
Laurent Serfaty
9.05
/10
Easymeinung
-/10
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Das Emirates Palace liegt neben dem Präsidentenpalast. Seine Architektur ähnelt ihm zwar entfernt, doch eine Verwechslung ist ganz und gar ausgeschlossen: die vor ihm postierten Wachen zeigen Ihnen mit Sicherheit den richtigen Eingang. Kein Zweifel: das imposante Hotelgebäude liegt nebenan. Je näher man kommt, desto mehr fühlt man sich ins antike Babylon, vor die Pforte des Palastes von Nebukadnezar zurück versetzt. Das auf einem 100 Hektar großen Gelände errichtete prachtvolle Gebäude beansprucht für sich allein eine Fläche von 15 Hektar. Rasenflächen und terrassenförmige Gartenanlagen (wie die berühmten hängenden Gärten), monumentale, von Fackeln gesäumte Treppen, türkis- und goldfarbene Kuppeln... Das Emirates Palace ist das Flaggschiff unter allen Hotels in Abu Dhabi, das Gegenstück zum Burj Al Arab in Dubai, und wie dieser darf es sich gemäß der örtlichen Hotelklassifizierung ebenfalls mit 7 Sternen schmücken.
Buchungstipp
Sie müssen nicht unbedingt eine Suite reservieren, mit 55 m² ist das sog. "Standard"-Zimmer völlig ausreichend. Dagegen lohnt sich der Aufpreis für den Meerblick auf jeden Fall (Kategorie "Pearl" mit seitlichem oder - noch teurer - Kategorie "Diamond" mit direktem Meerblick). Der Gartenblick aus den übrigen Zimmern (Kategorie "Coral") bietet jedoch keine Gewähr dafür, dass man sich in Poolnähe befindet. Auch auf der Gebäuderückseite liegen Grünanlagen, dahinter die Stadt Abu Dhabi.
9.5/10
Nach dreijähriger Bautätigkeit nahm das Emirates Palace, das seine ganze Pracht erst nach und nach enthüllt, im März 2005 den Hotelbetrieb auf. Von weitem ist nur das Hauptgebäude sichtbar, ein achtstöckiges Achteck, dessen ockerrosa Farbgebung an die Sanddünen der Wüste erinnert. Am Eingang angekommen erwarten einen Brunnen, weitläufige englische Rasenflächen, in der Sonne funkelnde Kuppeln (insgesamt 114), außergewöhnliche Perspektiven: Willkommen im Märchenschloss! Die prachtvolle Gestaltung setzt sich im Innern des Hotels fort und nimmt in der Hauptlobby im 4. Stockwerk solche Ausmaße an, dass man sich gar in einem Juweliergeschäft wähnt. Säulen mit vergoldeten Kapitellen (24 Karat), bunter Marmorboden mit Mosaikmuster, gewölbte, mit Blattgold hervorgehobene Kassettendecken, Kuppeln mit geometrischen Gold- und Silberornamenten, beeindruckende Leuchter, silberfarbene, mit Seidenfäden verzierte Wände (alles feinste Handarbeit)... Die luxuriösen Materialien und die mit viel Liebe zum Detail gestaltete Einrichtung wirken insgesamt dennoch schlicht, was paradox erscheinen mag. Alle Bilder des Hotels sind Originale. In einer Galerie werden die in der ganzen Welt erworbenen Antiquitäten ausgestellt. Drei ganze Stockwerke sind ausschließlich für Staats- und Regierungschefs reserviert.
Jeder Flügel verfügt über einen eigenen Rezeptionsbereich, ein eigenes Fitnesscenter sowie einen direkten Zugang zum Strand. Im Innern des Gebäudes wurden zahlreiche kleine Innenhöfe mit künstlichen Palmen, Sand und weißen Kieseln angelegt.
In Richtung Creek erstreckt sich zwischen Terrasse, Rasenfläche und Strand eine riesige, wunderschön angelegte Poollandschaft mit Holzstegen und Massagedüsen. Daneben befindet sich der Kinderpool mit zwei Wasserrutschen und einem künstlich angelegten Fluss. Die Ausstattung entspricht der eines Luxushotels: Liegen aus Bastgeflecht, quadratische Stoffschirme. Die kleinen Gäste werden sich über den großen Spielplatz und den Miniclub freuen. Wie die Großen können auch sie aus einem umfangreichen Programm das Passende für sich auswählen.
Der "Anantara"-Spa bietet eine Vielzahl verlockender Anwendungen. Bei der Gestaltung der Rezeption mit herrlichen Fliesen und kleinen Wasserbecken wurden thailändische und marokkanische Elemente geschickt kombiniert. In der Boutique können Sie das umfangreiche Sortiment der verwendeten Pflegeprodukte anschließend erstehen. Darüber hinaus erwarten Sie sage und schreibe 17 Geschäfte.
9/10
Das Hotel bietet 302 Zimmer und 92 Suiten. Hinzu kommen sechs ausschließlich für Staats- und Regierungschefs reservierte Suiten. Die Standardzimmer sind 55 m² groß, die kleinste Suite misst über 110 m². Alle Balkone (insbesondere die der Suiten) haben Terrassengröße, die Outdoor-Sitzmöbel sind aus Schmiedeeisen (Liegestühle vorhanden). Die Zimmer bzw. Suiten bestechen keineswegs durch eine bunte Farbenpracht (in dieser Hinsicht unterscheidet sich das Hotel vom Burj Al Arab in Dubai), sondern sind in verschiedenen Beigetönen gehalten, deren schlichte Eleganz wunderbar mit der luxuriösen Ausstattung harmoniert. Das Mobiliar (mit vielen Ablagemöglichkeiten) ist in hohem Maße abendländisch beeinflusst (Art Deco mit klassizistischen Einflüssen und Elemente im Directoire-Stil). Doch am schönsten ist das großzügige Bad: heller Marmor, vergoldete Armaturen, Milchglasscheiben mit Arabesken oder geometrischen Motiven, zahlreiche Pflegeartikel in großzügigen Mengen. Die Ausstattung - von der großen Badewanne (mit Whirlpool in den Suiten) über eine Waage, Bademäntel und Hausschuhe, Haartrockner und Doppelwaschbecken bis hin zur separaten Dusche - lässt keine Wünsche offen. Die Getränke in der Minibar werden nicht berechnet (doch sie enthält keine alkoholischen Getränke), täglich wird eine Obstschale aufs Zimmer gestellt. Der Plasmafernseher hat eine Bildgröße von 130 cm. Ebenfalls vorhanden: Telefon mit Direktwahl, DVD-Player, Kosmetikspiegel, Safe, Klimaanlage und Butlerservice (auch für Standardzimmer ohne Aufpreis). Mit einer Fernbedienung können Lichtintensität, Klimaanlage, usw. geregelt werden. Der Check-In ist - wie in allen Luxushotels - direkt vom Zimmer aus möglich. Die absolut luxuriösen Palace-Suiten verfügen über ein, zwei oder drei Räume. Jedes Detail zeugt von reinstem Luxus: Besteck der Marke "Christofle", Baccarat-Gläser, Bernardaud-Teller, Swarovski-Leuchter, usw.
9.25/10
Das Essen im Emirates ist ein kulinarischer Hochgenuss. Die Küche ist abwechslungsreich und vielfältig (u.a. persisch, orientalisch, französisch, italienisch), die Tischdekoration ist stilvoll (Silberbesteck, feines Porzellangeschirr), die Gerichte schmecken köstlich. Das international besetzte und von einem australischen Chefkoch geleitete Team ist für seine Kochkünste berühmt. Süßschnäbel werden den französischen Chefkonditor besonders ins Herz schließen, der bei Lenôtre lernte: im Café, einem Teesalon (mit einer kleinen Karte) am Ende der Lounges, erhalten Sie den ganzen Tag köstliche Mont-Blanc, Miroir au Chocolat, Tarte Opéra... Nebenan befindet sich das Hauptrestaurant, "Le Vendôme", wo man sich morgens, mittags und abends an einem Büfett bedient. An ihm gibt es nichts auszusetzen. Die Tische stehen auf einer Terrasse mit Blick auf den Creek. Die Gerichte werden auf Glastheken präsentiert und die Speisen an mehreren Stationen auf Wunsch zusammengestellt. Alles ist vom Feinsten: zum Frühstück geräucherter Lachs, mittags und abends Sushi und Sashimi, Fleisch und Fisch mit exzellenten Soßen. Kosten Sie insbesondere den Hammour, eine Zackenbarschart aus dem Persischen Golf. Sein weißes Fleisch ist ausgesprochen schmackhaft. Die Speisen am Buffet im Hauptrestaurant werden derart liebevoll angerichtet, dass man kaum wagt, sich zu bedienen. Zum Frühstück gibt es frisch gepreßten Orangensaft soviel man will. Abends erwarten Sie beispielsweise 34 verschiedene Salate, zusätzlich zu den zahlreichen landestypischen Sorten, 11 warme Speisen sowie Fleisch und Fisch (portioniert), 27 Nachspeisen u.v.m. Auf die Privatsphäre der Gäste wird stets geachtet. Insgesamt verfügt das Hotel über 13 gastronomische Einrichtungen, darunter Cafes und Bars. Im "Havana Club" kommen Cognactrinker bei einer Auswahl von über 300 Flaschen - natürlich nur die Besten - auf ihre Kosten. Auf einer eigenen Karte werden Zigarren unterschiedlicher Herkunft empfohlen. Das einzige traditionelle persische Restaurant der Stadt befindet sich ebenfalls im Hotel. Im Bereich der Pools gibt es zwei weitere Restaurants. Natürlich sind die feinen Gerichte wesentlich teurer als anderswo, doch das Ambiente ist einmalig.
8.5/10
Der hoteleigene Strand des Emirate Palace ist der größte Abu Dhabis: 1,3 km lang und 200 m breit. Er ist auch der schönste weit und breit, doch endet er auf einer Seite am Jachtclub des Hotels, während sich in der anderen Richtung die Umrisse des Hafens von Abu Dhabi abzeichnen. Auf einer großen Freilichtbühne am Ende des Strands finden Konzerte mit Künstlern aus aller Welt statt. Platz ist auf jeden Fall genügend vorhanden. Auf der vom Festland durch einen Meeresarm, den Creek, getrennten Insel gegenüber stehen unzählige Luxusvillen. Kein endloses Naturpanorama also, doch das Türkis des Wassers ist absolut traumhaft. Und da es nur wenige Badegäste gibt, gehört Ihnen die Lagune (leider ohne bunte Fischschwärme oder Korallen) ganz allein. Der feine weiße Sand wurde mit Flaschenpalmen bepflanzt, die für ein paar grüne Farbtupfer sorgen. In einem Bereich stehen Kunststoffliegen mit beigen Auflagen bereit. Inklusive Service auf Wunsch. Ferner findet man drei große Araberzelte, Kamele (in einem Gehege) sowie einen Wassersportclub, der Kajakfahren, Segeln und Windsurfen anbietet (frei zugänglich). Bei allen Sportarten kann man an kostenlosen Schnupperkursen teilnehmen.