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Jemen

Ein Besuch dieses authentischen und erstaunlichen Landes> ist für die meisten Menschen eine sehr beeindruckende Erfahrung. Von den Wüstenlandschaften über die gebirgigen Hochebenen bis hin zu den Stränden am Arabischen und Roten Meer ist der Jemen eine Einladung zu einer überraschenden Entdeckungsreise. Die Häuser aus Stein, Erde, Stroh oder Ziegeln sehen aus, als seien sie seit Jahrhunderten unverändert geblieben. Reisen in den Jemen führen auch durch die Zeiten. Sie werden Begegnung mit einer freundlichen Bevölkerung und einer intakten Kultur erleben.

Die aktuelle Lage des Reiseziels muss genaustens verfolgt werden! Mehr dazu in den SeitenAktuelles

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Der Jemen ist ein wunderschönes Land mit einer sehr abwechslungsreichen Landschaft. Seien Sie darauf gefasst, unerwartete und tolle Erfahrungen zu machen. "Das glückliche Arabien", wie der Jemen auch genannt wird, bietet eine große Vielfalt an beeindruckenden und grandiosen Landschaften: Wüsten, Berge, paradiesische Strände, Hochebene...Im Jemen gibt es unfassbar viele geographische Highlights zu bewundern. Ein weiterer Pluspunkt für das Land ist seine besondere Architektur, die Sie vor allem in Sanaa und Schibam, auch "Manhattan der Wüste" genannt, ansehen sollten. Die Bevölkerung lebt in Behausungen aus Stein, Erde, Stroh, Lehm oder Ziegelsteinen, die seit Jahrhunderten jeglicher Veränderung zu trotzten scheinen. Den Jemen zu erkunden kommt einer Zeitreise gleich, auf der Sie von einer warmherzigen Bevölkerung sehr gastfreundlich empfangen und Zeuge einer alten Kultur und Zivilisation werden.

Der Jemen gehörte zum berühmten Reich der Königin von Saba, das sich vom Jemen bis in den Norden von Äthiopien und nach Eritrea ausdehnte. Heute dient das Land als Geschichtsbuch unter freiem Himmel, da es sich früher im Zentrum wichtiger historischer Ereignisse befand. Legendäre Handelsrouten für Kaffe, Gewürze und Myrre durchzogen genau wie die berühmte Weihrauchstraße das Land, das von seiner außergewöhnlichen Lage am Golf von Aden profitierte und Handel mit Indien und Afrika betreiben konnte. In früheren Zeiten war der Jemen zwischen Norden und Süden geteilt und wurde erst 1990 wieder vereint. Um die Politik des Jemen zu verstehen, muss man wissen, dass das Land von vielen verschiedenen Stämmen bevölkert wird, die eine wichtige Rolle spielen und das Leben im Jemen entscheidend prägen. Immer wieder kommt es auch zu Konflikten zwischen den Stämmen. Mit Sicherheit werden Sie auf ihrer Reise Männer sehen, die stolz einen Dolch, den Jambia, an ihrem Gürtel zur Schau tragen. Grund zur Beunruhigung besteht allerdings nicht, da diese Tradition nur der Darstellung dient.

Der Jemen hat seit jeher eine starke Anziehungskraft auf den Westen und zog viele Ausländer in seinen Bann, die sich wie den Schriftsteller Arthur Rimbaud dort niederließen. Rimbauds Haus steht auch heute noch, müsste allerdings dringend renoviert werden. Wenn Sie von einer einsamen Insel träumen, sollten Sie unbedingt einige Tage auf der Insel Sokotra verbringen, die sich in der Nähe der somalischen Küste befindet. Die Flora und Fauna der Insel sind außergewöhnlich, die Strände verlassen und von atemberaubender Schönheit. Sie sollten auf jeden Fall warme Kleidung mit auf ihre Reise in den Jemen nehmen, da es aufgrund des Regens und des Windes mitunter auch sehr kalt werden kann.

Ein weiteres wichtiges Ziel im Jemen ist die Stadt Sanaa, die mit einzigartiger Architektur und Häusern, die älter als 400 Jahre sind, punktet. Nehmen Sie sich Zeit, um in den Souks zu flanieren. Besonders schön ist es abends, wenn die Gassen in Kerzenlicht getaucht werden 8es kommt immer wieder vor, dass die elektrische Versorgung unterbrochen wird). Die Städte Mokka, Taiz und Marib sind auch einen Besuch wert. Wenn Sie Zeit haben, sehen Sie sich die Wüste von Hadramaut und die Stadt Schibam an. Grandios! Der Jemen ist ein Land, das berührt.

Tipps der Redaktion

Leider ist es momentan nicht möglich, in den Jemen zu reisen, da das Land nicht mehr von den Fluggesellschaften angeflogen wird. Der aktuelle Hintergrund, der Bürgerkrieg und die Präsenz von Al-Kaida (vor allem in der Wüste von Hadramaut) machen jeden touristischen Aufenthalt unmöglich. Besonders Ausländer sind ein bevorzugtes Angriffsziel. Das Risiko eines Attentats oder einer Entführung ist nach wie vor sehr hoch. Hinzukommt, dass die Piraterie im Golf von Aden immer mehr zunimmt.

Ist der Tag gekommen, an dem das Land seine Stabilität wiedererlangt, empfehlen wir Ihnen zwei oder drei Tage in Sanaa (auf 2350 Metern über dem Meeresspiegel gelegen) oder in der Umgebung zu verbringen, um den Puls des Landes zu spüren. Danach sollten Sie unbedingt weiter nach Schibam oder nach Marib, eine der wichtigsten archäologischen Städte des Landes. Nehmen Sie sich einen Führer und lassen Sie sich im Geländewagen in die Wüste fahren, um bei Sonnenaufgang in den Dünen zu frühstücken.

Die Kinder haben inzwischen die Gewohnheit, Ausländer um Geld zu bitten. Daher unser Tipp: kaufen Sie (köstliche) Rosinen auf einem der Märkte, darüber freuen sie sich sehr. Aden, heute wirtschaftliche Hauptstadt des Jemen,ist dagegen den Umweg nicht wirklich wert.

Um den Jemen zu bereisen, müssen Sie auf jeden Fall ein Auto und einen Fahrer mieten. Wir empfehlen Ihnen auch, sich begleiten zu lassen. Vergewissern Sie sich vor Abreise unbedingt, dass sich kein israelischer Einreisestempel in ihrem Reisepass befindet. Andernfalls wird Ihnen die Einreise verweigert.

Pluspunkte

  • +Die hohe architektonische und ästhetische Qualität der Unterkünfte.
  • +Wunderschönes Kunsthandwerk.
  • +Ein eher liberales muslimisches Land
  • +Die Freundlichkeit der Bevölkerung

Minuspunkte

  • -Juni bis September sind auf den Hochebenen im Nordwesten sehr regenreich.
  • -Innenpolitische Probleme und vereinzelte Entführungen von Touristen im Norden.
  • -Unzureichende touristische Infrastrukturen.

Traditionen

Jemenitische Männer (und manchmal auch die Frauen) konsumieren täglich Khat, eine Pflanze, die bei uns unter das Betäubungsmittelgesetzt fällt. Geerntet wird sie am Morgen an sorgfältig in den Bergen angebauten Sträuchern. Die jungen Blätter müssen spätestens am nächsten Tag auf den Märkten verkauft werden. Um die euphorisierende Wirkung zu spüren, müssen die im Mund zu einer Kugel geformten Blätter lange gekaut und über Stunden in der nach einer Hamsterbacke aussehenden Wange gehalten werden. Diese sanfte Droge wirkt leicht stimulierend und vertreibt die Müdigkeit. Regelmäßig treffen sich die Männer zu einer Khat-Party. Nach dem Mittagessen laden sie sich abwechselnd ein und verbringen mehrere Stunden mit Witzen und Diskussionen. Das Kauen dieser Blätter ist ungefährlich und fördert die Kontakte mit der Bevölkerung. Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Männer über die Hälfte ihres Budgets für den Erwerb ihrer täglichen Ration ausgeben. Die Regierung versucht relativ erfolglos, diesen Brauch einzuschränken.

Der von allen Männer im Gürtel getragene Jambia ist reich verziert und vor allem ein Symbol der Männlichkeit, der sozialen Klasse oder der Zugehörigkeit zu einem Stamm. Je nach Region und Alter tragen die Frauen Schleier. Im Tal von Hadramaut zum Beispiel sind sie komplett in schwarz gehüllt und tragen einen spektakulären "Hexenhut" aus Stroh. Überall lehnen sie es ab, fotografiert zu werden. Männer und Kinder dagegen posieren gerne für ein Foto. Fragen Sie aber in jedem Fall um Erlaubnis, bevor sie Menschen fotografieren.

Küche

Keine wirklich umwerfenden Gerichte. Die Küche ist einfach, auf Grundlage von Reis, Sorghum und Bohnen. Das Grundnahrungsmittel ist Brot. Salta, das Nationalgericht, ist eine Art scharfer Eintopf aus Lamm, Huhn und Gemüse. Die Kuchen mit Honig sind köstlich. Man ißt ohne Gabel und Messer, sondern mit einem Löffel und einem Stück Brot (stets in der rechten Hand, da die Linke als unrein gilt). Kaffee kann sehr stark (der Mokka bezieht seinen Namen aus diesem Land) oder eher schwach sein, wenn er aus den Schalen der Kaffeebohne gebraut wird und ist häufig mit Kardamom gewürzt. Die westliche Küche wird nur in den Restaurants und Hotels serviert.

Souvenirs und Handwerk

Auf dem Souk Al-Baqr, dem zentralen Markt im alten Sanaa, gibt es Dschambiya-Dolche bereits ab 5 €, die Preise steigen aber sehr schnell in Abhängigkeit von Qualität und die Dekoration der Hülle. Achtung, die Ausfuhr von über 100 Jahre alten Antiquitäten ist in der Regel verboten. Silberschmuck (mehr oder weniger alt und oft ?Made in China?), Koralle, Karneol, Teppiche und Stickereien findet man überall. Der in kleinen Blöcken für wenig Geld verkaufte Weihrauch oder die Myrrhe riecht man in allen Häusern. Und im Gegensatz zu den Klischees wie dem Souk von Marrakesch wird man hier freundlich zu einem Blick in die Läden eingeladen und nicht permanent zum Kaufen gedrängt. Was dazu führt, dass man stundenlang durch den Souk wandert und in den Geschäften Dolche, Stoffe, Fenster, Schmuck, Gewürze und andere Schätze bewundert. Dieser Bummel gibt Einblick in die Arbeit der Menschen, die nachmittags Ihre Tätigkeiten verlangsamen und abends in gutem Rhytmus wieder aufnehmen.

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