Amerindianische Kunst Im Museum Godbout sind zahlreiche kunsthandwerkliche Objekte der Amerindianer und Inuit ausgestellt. © alexaranda 123RF
Die Nomadenstämme der Algonquin, die in den borealen Nadelwäldern leben, haben sich auf die Arbeit mit Knochenperlen, Steinen, Muscheln oder Körnern spezialisiert. Sie fertigen auch Stickereien aus Rentierhaaren an. Bei Vertragsabschlüssen oder bei Friedenszeremonien wurden stets mit Muschelperlen verzierte ?Wampum?-Gürtel ausgetauscht. Ihre Westen und Mokassins sind mit perlenbestickten Motiven verziert und sie stellen Gebrauchsgegenstände aus Birkenrinde her. Die Frauen der Huronen fertigen Stickereien aus echtem Tierhaar und die Männer schnitzen Masken aus Holz, Schneeschuhe und Boote. Die Mohawks sind berühmt für ihren mit Perlen verzierten Silberschmuck sowie ihre traditionellen Steinskulpturen. Die Abénaquis haben sich auf Korbwaren aus Esche spezialisiert. Im hohen Norden dreht sich die Kunst der Naskapis ausschließlich um das Rentier: sie verarbeiten Häute, Geweihe und Hörner zu Kleidung, Schmuck etc. Dank der zahlreichen Ethnien und Stämme ist das kunsthandwerkliche Angebot der Provinz Quebec sehr umfangreich und vielfältig.