Berberarchitektur Die Bauweise der Ksours, Kasbahs und sonstiger Festungen im Süden Marokkos ist eine Pracht und unterscheidet sich von der maurisch-andalusischen Architektur. © S. Nicolas / Age Fotostock
Die südmarokkanische Architektur stammt aus der Berberzeit. Als die Nomaden sich ansiedelten, errichteten sie die Ksours, bei denen es sich um befestigte Ortschaften handelt, sowie die Kasbahs, die mit Zitadellen und Schlössern verglichen werden können. Jedoch litten diese Lehmbauten unter den Einflüssen der Zeit und der, wenn auch seltenen, Regenfälle. Die in der Gegenwart zu besichtigenden Kasbahs sind gerademal ein Jahrhundert alt. Nunmehr arbeiten verschiedene Architektenteams zusammen, um diese für diese Region sehr typischen Mauern, die aus Lehm und Palmenfasern bestehen, aufrechtzuerhalten und vor dem Verfall zu schützen. In den anderen Regionen des Landes greift die anzutreffende spanisch - mauretanische, überwiegend städtische Architektur auf rauhes Mauerwerk zurück. Dieses Mauerwerk eignet sich besser dazu, die reich geschmückten Innenräume zu schützen, die drei Hauptornamente umfassen: Die Arabeske, den Schriftzug mit Koranversen und das geometrische Motiv in oktogonaler Form. Diese Ornamente findet man auf zahlreichen Stücken des Kunsthandwerkes wieder.