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Namibia

Das rießige Land liegt eingebettet zwischen Botswana und dem Atlantischen Ozean. Unabhängig seit 1990, war Namibia einst eine deutsche Kolonie. Noch immer zeugen einige Häusern, Bräuche, aber auch die Kulinarik von der Vergangenheit Namibias. Vor allem ist das Land durch seine abwechslungsreichen, extremen und zugleich wunderschönen Landschaften bekannt. Ein Land voller Kontraste und Gegensätze!

Wichtige Informationen zur Reisevorbereitung

Der touristische Ruf Namibias ist gut etabliert, dennoch ist es ein teures Reiseziel. Ein Grund dafür ist die enorme Palette der paradiesisch schönen Landschaften, von der Kalahari-Wüste der Namib, den Nationalpark Namib-Naukluft Dünen, den höchsten der Welt mit 300 Metern Höhe und der legendären Skelettküste. Die beiden Wüsten Namibias, die Namib (die älteste Wüste der Welt) und die Kalahari, nehmen große Teile des Landes ein. Nicht weniger als 1.570 Kilometer Länge, weisen die Küstenabschnitte des Landes auf. Jedoch hat das Wasser selten über 18 Grad. Die dreizehn Regionen des Landes, beeindrucken mit außergewöhnlichen Landschaften und einer vielfältigen Fauna und Flora. Gleichzeitig ist Namibia die Heimat der meisten Tierarten Afrikas. Elefanten, Nashörner, Zebras, Kudus oder Oryx leben hier Seite an Seite. Die elegante und grazile Oryxantilope ist das Wahrzeichen Namibias.

Namibia ist ein sehr großes Land. Die Landesfläche ist mehr als doppelt so groß wie die Deutschlands, daher ist es empfehlenswert die unendlichen Weiten des Landes mit einem Mietwagen zu erkunden. Nicht umsonst spricht man in dem Land oft von der weiten stillen Ewigkeit, denn es leben dort nur knapp 2,2 Millionen Einwohner. Somit ist das abwechslungsreiche Land zugleich das Land mit der geringsten Bevölkerungsdichte der Welt. Das Verkehrsaufkommen ist dementsprechend auch sehr gering und die Straßen befinden sich in einem guten Zustand. Nur in Großstädten verkehren Busse.

Empfehlenswert sind auch die Dünen von Sossusvlei, eine Safari im Etosha Park, Wandern im First River Canyon, dem zweigrößten Canyon der Welt oder die Entdeckung der deutschen Stadt Lüderitz. Die Distanzen in dem Land sind sehr groß, daher sollten Sie immer darauf achten, rechtzeitig zu tanken, wenn Sie mit dem Mietwagen reisen.

Sportbegeisterte können vielen verschiedenen Aktivitäten nachgehen. Wandern, Kanu fahren, Rafting, Klettern, Angeln, Paragliding, Quad fahren oder Sandboarding, sind nur einige wenige Möglichkeiten, um sich sportlich zu betätigen und zeitgleich immens viel Spaß zu haben.

In kultureller Hinsicht, sind die Städte Swakopmund und Lüderitz oder Walwis Bay sehr sehenswert. Neben deutscher Architektur aus dem 19. Jahrhundert, entdecken Touristen hier viele weitere Sehenswürdigkeiten aus der deutschen Kolonialzeit. Die Höhlenmalereien von Twyfelfontein sollten auch auf Ihren Reiseplan stehen. Nicht weniger als 2.500 Höhlenmalereien, die sich über 6.000 Jahre zurück datieren, zeigen verschiedene Tierfiguren. Auch sehenswert sind die prähistorischen Malereien, darunter die berühmte White Lady von Brandberg.

Sie sollten auch darauf achten, dass die Bevölkerung großen Wert auf die Umwelt legt. Werfen Sie also keine Gegenstände achtlos weg. Sorgen Sie außerdem für genügend Sonnenschutz und gute Wanderschuhe, wenn Sie einen Trip zu Fuß unternehmen wollen.

Da Namibia auf der Südhalbkugel liegt, klettern die Temperaturen in unserem Winter dort zu Lande auf Maximalwerte. Herrscht bei uns Sommerzeit, befinden Sie sich in Namibia im Winter. Der verhältnismäßig regnerische, namibische Sommer dauert von November bis März, der sehr trockene Winter von Mai bis September. Die Temperaturen in den verschiedenen Regionen können bis um die 10 Grad variieren. Der Winter ist für die weniger sonnenverwöhnten Europäer wahrscheinlich die angenehmste Jahreszeit für eine Reise nach Namibia. Zu dieser Zeit regnet es auch kaum, außer im Norden des Landes in der Savannenlandschaft. Dort ist es heiß und es kommt häufig zu Niederschlägen. Im Winter betragen die Durchschnittstemperaturen zwischen 20 und 25 Grad, während es im Sommer schnell 30 Grad oder sogar über 35 Grad heiß werden kann. Meiden Sie die Parks von Etosha und Namib-Naukluft während der großen Hitzewellen von Dezember bis März. Die Temperaturen können tagsüber auf über 40° C steigen.

Tipps der Redaktion

Namibia gilt als sicheres Reiseland, nur das Sperrgebiet (dort zu Lande Forbidden Zone) sollten Sie vermeiden. Das Betreten des Diamantensperrgebiets ist nicht gestattet und strengstens untersagt. Das Gebiet erstreckt sich vom Oranje-Fluß im Süden bis zur südlichen Grenze des Namib-Naukluft National Parks. Die Stadt Lüderitz, die sich in der Sperrzone befindet, kann nur über die Nationalstraße B4 erreicht werden. Auf der Strecke Lüderitz - Keetmanshoop passiert man auch das Hauptquartier der Diamantenpolizei. Die Einheit sorgt dafür, dass niemand ohne Genehmigung das Gelände betritt. Natürlich übt es einen besonderen Reiz aus, da dieses Gebiet nur so vor Edelsteine glänzt. Der Diamantenabbau und der Bergbau im Allgemeinen, gehört noch zum Hauptwirtschaftszweig in Namibia.

Das Land ist zwar sicher, aber die Kriminalitätsrate ist höher als in Deutschland. Vor allem Diebstahldelikte in Windhuk sind unvermindert hoch. Besonders in der Vorweihnachtszeit häufen sich die Übergriffe. Auch in Taxis besteht ein erhöhtes Risiko, Opfer eines Raubs zu werden. Fahren Sie allein in einem Taxi, so sollten Sie darauf bestehen, dass kein weiterer Fahrgast hinzusteigt. Seien Sie auch wachsam, wenn Sie am Geldautomaten Geld haben und tragen Sie Ihre Wertgegenstände nicht offen herum. Fertigen Sie eine zweite Kopie von wichtigen Dokumenten an und tragen Sie Ihre Kamera nicht offenkundig mit sich. Achten Sie bei Kreditkartenzahlungen möglichst darauf, die Karte während des gesamten Zahlungsvorgangs im Auge zu behalten. Die Zahl der Fälle von Kreditkartenbetrug nimmt leider rapide zu.

Für einen komfortablen Aufenthalt in dem afrikanischen Land bieten sich zahlreiche verschiedene Unterkünfte. Ob Campingplätze, Hotels großer Ketten oder kleinere private Hotels, Lodges, B &B's, Herbergen oder Übernachtungen auf dem Bauernhof, Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unzählige. Die Unterkünfte sind zumeist in guten Zustand und das Angebot ist qualitativ hochwertig.

Wenn Sie querfeldein durch die hügeligen Landschaften fahren wollen, und auch die unwegsameren Gebiete kennenlernen möchten, sollten Sie einen geländetauglichen Jeep mieten. Um die abgelegenen Lodges zu erreichen, ist ein Charterflug eine angenehme Reisemöglichkeit. Das Land verfügt über zwei touristische Züge, den Desert Express und den Shongolo Dune Express, der zu den luxuriösesten Expresszügen der Welt gehört. Aus diesem Grund sind die Zugfahrten auch nicht ganz billig. Es verkehren auch andere Züge in Namibia, die sowohl Waren als auch Personen transportieren, allerdings sind die Fahrten sehr lange, da der Zug an allen Stationen halten muss.

Es ist unmöglich, den Norden und den Süden innerhalb von 12/15 Tagen zu sehen, außer mit Charterflugzeugen. Man benötigt mehr als drei Wochen ohne Pause, um das ganze Land mit dem Auto zu besuchen. In Namibia fährt man viele Kilometer, aber die Straßen sind in gutem Zustand.

Pluspunkte

  • +Wüste und Fauna.
  • +Der Himmel ist das ganze Jahr über blau.

Minuspunkte

  • -Im Juli und im August gibt es in den Hotels kaum freie Zimmer.
  • -An den Straßen entlang zäunen Tausende von Kilometern Maschendraht die Ranchs ein, es ist langweilig.

Traditionen

Namibia ist ein Land der Kulturen und Traditionen. Älteren arbeitsamen Menschen sollten Sie viel Respekt zollen- Autorität und Prestige sind allgemein hochangesehene Eigenschaften in dem Land. Es ist auch eine Frage des Respekts, die Menschen vorher um Erlaubnis zu bitten, sollten Sie ein Foto von ihnen schießen wollen.

Sollten Sie abseits der Touristenrouten fahren, und eines der Dörfer besuchen wollen, werden Sie mit Sicherheit den Dorfchef vorgestellt. In einem der charmanten Dörfer erlebt man auf jeden Fall das authentische Namibia.

Namibia vereint viele Stämme und Ethnien auf seinem Boden. Bei vielen Ethnien, wie zum Beispiel den Himba, Nama oder San in Namibia, spielen Musik und Tanz eine traditionell wichtige Rolle bei Zeremonien. Viele Dorfgemeinschaften sind bereit, diese Tänze für Touristen aufzuführen, verlangen aber auch hierfür eine finanzielle Gegenleistung. Während den Zeremonien und Aufführungen sollten Sie sich zurückhaltend und respektvoll verhalten.

Zur respektvollen Zurückhaltung gehört es auch, sich entsprechend in der Öffentlichkeit zu bewegen. Damit ist gemeint, dass Küssen in der Öffentlichkeit ist nicht gern gesehen ist. Die Mehrheit der Menschen sind Christen, aber viele Stämme haben ihre animistischen Traditionen bewahrt. Deren Lebensstil basiert darauf, mit der Natur im Einklang zu leben. Die Glaubensrichtung des Animismus ist nicht schriftlich festgehalten. Man geht davon aus, dass personifizierte übernatürliche Wesen natürliche Körper oder gewöhnliche Gegenstände bewohnen und deren Existenz bestimmen. Dazu gehören Pflanzengottheiten, die Bäume als ihre Wirte nehmen, Gestirne, aber auch Tiergottheiten und die vier Elemente.

Bei Käufen von Handwerksgegenständen wird viel gefeilscht auf dem Markt. Sollten Sie von den Händlern als Tourist erkannt werden, dann kann es sein, dass die Preise von vornherein in die Höhe schießen.

Es gehört zur Tradition, auf Safari in der Natur bei Sonnenuntergang, einen Aperitif mit dem Namen Sundowner zu servieren. Nach einer Safari gibt man dem Fahrer sowie dem Reiseführer ein Trinkgeld.

Küche

Porridges werden mit Miele Pap (Mais) oder Mahango (Hirse) vorbereitet und sind Teil der Hauptnahrung der Namibier. Als Beilage gibt es Fleischeintopf, Fisch oder schwarze Bohnen. Wenn Sie das Glück haben beim namibischen Volk der Nama zu einer traditionellen Mahlzeit eingeladen zu werden, können Sie das Nara kosten, eine Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewäche, das als Kuchen oder gegoren vorbereitet, dann gebraut wird, um lokales Bier zu machen. Bei den San, werden Sie Produkte aus der Wüste kosten, wie zum Beispiel wilde Beeren, Knollen, Heuschrecken, Wild und Straußeneier. In den Restaurants von Windhuk und von Swakopmund wird Ihnen eine europäische Küche angeboten und internationale Mahlzeiten serviert. Fleisch mit Sauce spielt eine große Rolle. Aber entdecken Sie die namibische Küche mit ihren Grillgerichten, die auf dem Braai, einem Grill zubereitet werden (genießen Sie ein Stück Rindfleisch, die oft so groß sind wie ein Boxhandschuh). Von Mai bis September gibt es dagegen nur wenig Gemüse, dafür einige Saisonobstsorten. Als Proviant auf dem Weg, eignet sich besonders das leckere getrocknete Fleisch vom Rind oder Strauß und Würstchen aus Wildfleisch.

In den Restaurants von Windhuk und Swakopmund können Sie sowohl europäische als auch internationale Küche genießen. Namibia war einst eine deutsche Kolonie, daher werden Sie auf Ihrer Reise ausgezeichnete Bierlokale vorfinden, die lokale Biermarken wie das Windhuk oder das Tafel ausschenken. Deutsche Backwaren oder Speisen mit deutschen Akzenten gibt es auch zur Genüge.

Souvenirs und Handwerk

Auf dem Markt und am Straßenrand kann man Statuen aus Holz kaufen, die von Kavango-Holzschnitzern gemacht (in Okahandja) und aus Zimbabwe importiert wurden. Man findet Korbware, kleine Holzspielzeuge und Handwerksgegenstände der Bushmen: Bögen und Pfeile oder Perlenketten. Und ebenfalls Halbedelsteine, rohe oder geschliffene Edelsteine aus rosa Quarz, Malachit, Jaspis, Amethyst. Die Läden sind jeden Tag geöffnet außer sonntags von 08.00 Uhr oder 08.30 Uhr bis 1700 Uhr oder 17.30 Uhr, und in der Mittagszeit, also von 13.00 Uhr bis 14.30 Uhr geschlossen. Samstags sind sie nur morgens bis 13.00 Uhr geöffnet. Im Winter öffnen einige Läden bereits um 07.30 Uhr und schließen um 16.00 Uhr.