Gandhara Die Kunstschätze Gandharas zeugen unleugbar von einem griechischen Einfluss, den die Armee Alexanders des Großen trotz einer sehr kurzen Regentschaft hinterlassen hat. © Bruno Morandi
Im antiken Indien war Gandhara eine Region an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan, die Hauptzentren waren Taxila und das Swat-Tal. 327 vor Christus erreichten die Truppen von Alexander dem Großen den Indus, deren Nachfahren gründeten hier die sog. Maurya-Dynastien. Kurz nach Beginn der christlichen Zeitrechnung wurde Gandhara vom Imperium Kushana kontrolliert. Bis ins 6. Jahrhundert nach Christus entfaltete sich dort eine buddhistische, vom Hellenismus geprägte Kunst. Diese wird in Anlehnung an die griechisch-römische Kunst im Mittelmeerraum oftmals als griechisch-buddhistische Kunst bezeichnet.