In einem Interview mit der Tageszeitung ?Der Westen? erklärt Konzernvorstand Rüdiger Grube die Gründe dafür, dass im Winter bis zu 30 Prozent der Züge in NRW ausfallen könnten.
Die größte Sorge seien nicht wie in anderen Wintern die schlechten Wetterbedingungen. Für diese Fälle habe die Bahn vorgesorgt und einen Millionenbetrag investiert. Das Problem in diesem Jahr sei, dass das Kohlekraftwerk Datteln, das drei Viertel des Stroms in NRW zur Verfügung stellt, stillgelegt werden muss. Umrichter seien bereits dabei auf andere Energienetzwerke umzubauen, würden aber nicht bis Anfang 2014 fertig werden. Die Gefahr sei groß, dass es an sehr kalten Wintertagen zu Engpässen bei der Versorgung kommen werde und man bis zu 30 Prozent der Züge aus dem Plan nehmen müsse, um einen Zusammenbruch zu vermeiden. Einzige Lösung des Problems sei eine Duldung der Landesregierung für den Weiterbetrieb des Kraftwerks. Die Entscheidung fällt im November.
Ein weiterer Grund, der zu Verzögerungen oder Ausfällen führe, seien Suizide. Obwohl die Zahl der Selbstmorde in Deutschland zurückgehe, nehme sie auf den Gleisen zu. Bis zu sechs Unfällen an einem Tag wurden im letzten Jahr gezählt. Folge seien stundelang gesperrte Strecken und stehende Züge.
Ebenfalls habe die Bahn mit Kupferdraht-Diebstählen zu kämpfen. Über 11.000 Züge seien 2011 aufgrund von gestohlenem Buntmetall behindert worden. Viele Kupferelemente wurden aber bereits durch Aluminium ersetzt.
Quelle: der Westen
die Redaktion.
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