Bulgarien hofft auf erfolgreiche Sommersaison

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Idyllische Sandstrände, belebte Bars und lange Partynächte - Bulgarien zieht immer mehr Urlauber an, viele Hotels sind bereits für den kompletten Sommer ausgebucht. Die Tourismusbranche rechnet mit neuen Rekordzahlen.

Malerische Strände an der Schwarzmeerküste

Malerische Strände an der Schwarzmeerküste
© Andrey Chernov/123RF

Der bulgarische Tourismus befindet sich im Aufschwung. Nach 8,2 Millionen Feriengästen im Vorjahr - einem Rekord seit der Wende 1989 - rechnet das Institut für Tourismus-Analysen in Sofia mit einem erneuten Anstieg der Besucherzahlen um etwa elf Prozent.

Auch viele Deutsche zieht es in das Land an der Schwarzmeerküste. Gut zehn Prozent der Urlauber kamen im vergangenen Jahr aus Deutschland - fast 33 Prozent mehr als 2015. Dieses Jahr ist allein die Zahl der Frühbuchungen um 29 Prozent gestiegen.

Die bulgarische Tourismusbranche profitiert dabei ebenso wie Nachbar Griechenland von der Terrorgefahr in anderen beliebten Reiseländern wie zum Beispiel der Türkei. Bulgarien dagegen gilt als sicher. Wie Tourismusministerin Angelkowa und der regionale Polizeichef Daskalow mitteilten, funktioniere die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte mit den Hotels sehr gut; auch auf die Bewachung der Badestrände sowie die Schulung des Hotelpersonals im Terrorfall werde viel Wert gelegt.

Darüber hinaus schätzen Urlauber, die nach Bulgarien kommen, das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die attraktiven Sandstrände. In den letzten Jahren hat sich außerdem viel getan: Besonders in den bekanntesten Badeorten, Slantschew Brjag im Süden und Slatni Pjassazi (Goldstrand) im Norden, wurden viele alte Hotels renoviert, neue gebaut und moderne Grünanlagen, Wasserparks und Discos eröffnet.

Ein großes Problem gibt es jedoch - überall herrscht Personalmangel. Seit Jahren gehen Rezeptionisten, Zimmermädchen, Köche, Kellner und Rettungsschwimmer wegen der geringen Bezahlung im ärmsten Land der EU in andere Staaten wie Griechenland, Italien oder Malta, da sie dort deutlich mehr verdienen können. Die Regierung in Sofia plant, die Engpässe durch Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten wie etwa der Ukraine oder Moldawien zu beheben. Zum 1. Juni wurden daher bezüglich der Beschäftigung von ausländischen Arbeitskräften die Regeln gelockert.

Eine möglichst schnelle Lösung des Problems ist sehr wichtig - vor allem weil der Tourismus eine immense Bedeutung für die Entwicklung des Landes hat. Rund 13 Prozent trägt die Branche zur Wirtschaftsleistung bei. Die Einnahmen von Januar bis November des Rekordjahres 2016 lagen offiziell bei 3,15 Milliarden Euro, die tatsächlichen Zahlen dürften sogar noch höher sein. Ressortministerin Angelkowa sieht großes Potenzial in Bulgariens Tourismusbranche und hat bereits neue Pläne für die Zukunft: Mit seinem reichen Kulturerbe und ausgezeichneten Wein soll sich das Land in den nächsten Jahren als Ganzjahres-Reiseziel auch für Gäste mit gehobenen Ansprüchen etablieren.

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Die Redaktion
Geposted 13.07.2017
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