Ansturm auf deutsche Campingplätze

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Ob mit Zelt und Schlafsack oder im luxuriösen Wohnmobil - Campingurlaub in der Natur ist in Deutschland so gefragt wie nie. Für 2017 werden erneut Rekordzahlen erwartet.

Campingurlaub ist wieder im Trend

Campingurlaub ist wieder im Trend
© tykhyi/123RF

30,4 Millionen Übernachtungen und 9 Millionen Gästeankünfte wurden 2016 auf deutschen Campingplätzen registriert - rund 4% mehr als im Vorjahr. Beliebtestes Ziel der Urlauber war mit 5,2 Millionen Übernachtungen Bayern, kurz dahinter landeten Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 5 Millionen und Niedersachsen mit 4,4 Millionen Übernachtungen. Einen Großteil der Besucher machten dabei inländische Gäste aus.

Auch in diesem Jahr ist die Tendenz steigend. Mit Beginn der sommerlichen Temperaturen zieht es wieder viele Menschen auf die rund 3000 deutschen Campingplätze. Schon lange hat sich das Image des Campingurlaubs verändert - Zelt, Isomatte und Schlafsack sieht man nur noch selten, immer mehr Gäste sind in komfortablen Wohnmobilen mit Luxus-Ausstattung unterwegs.

Für den Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland ist das einer der Hauptgründe, nach mehreren Rekordjahren in Folge auch für 2017 optimistische Prognosen zu treffen. Der Anteil derer, die in voll ausgestatteten Wohnmobilen anreisen, macht mittlerweile rund 80% der Campinggäste aus. Die Kunden sind dadurch nicht nur deutlich zahlungskräftiger als klassische Zelturlauber, sondern auch weniger vom Wetter abhängig.

Der Geschäftsführer des Internetportals camping.info Erwin Oberascher bestätigt diese Entwicklung. In den ersten vier Monaten des Jahres habe sich die Zahl der Zugriffe auf die Seite im Vergleich zu den Vorjahren bereits um 15 Prozent erhöht. Grund dafür sei vor allem die Tatsache, dass Campingplätze auch außerhalb der Sommersaison vermehrt ausgebucht seien und sich die Hauptsaison generell ausgeweitet habe.

Auch das Zelten wird dank des wachsenden Angebots an qualitativ hochwertiger Ausrüstung wieder attraktiver. Besonders für junge Familien ist es eine gute Möglichkeit, für relativ wenig Geld Urlaub zu machen. Die deutschen Campingplätze gehören europaweit noch immer zu den günstigsten.

Trotz der vergleichsweise niedrigen Preise bieten die Plätze nicht weniger Komfort - moderne sanitäre Anlagen, WLAN und Aufenthaltsbereiche gehören mittlerweile fast überall zur Grundausstattung. Lediglich bei alternativen Übernachtungsformen wie Mobilheimen oder Blockhütten liegen die deutschen Campingplätze noch etwas zurück. Grund dafür sind laut Bundesverbandschef Riechey vor allem baurechtliche Einschränkungen, die in anderen Ländern wie den Niederlanden oder in Südeuropa nicht existieren. Auch in dieser Hinsicht bemühe sich der Verband allerdings um Verbesserungen und arbeite an der Durchsetzung einer speziellen Verordnung für Camping- und Wochenendplätze.

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Die Redaktion
Geposted 22.05.2017 1 teilen
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