Kolosseum und Kaiserforen werden zu archäologischem Park

KulturItalien

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Auch in diesem Sommer ist Rom ein beliebtes Urlaubsziel. Neben dem sonnigen Wetter und der hervorragenden Küche ziehen vor allem die beindruckenden historischen Bauwerke viele Touristen an. Nun sollen das Kolosseum und die umliegenden Kaiserforen zu einem archäologischen Park werden.

Der "bedeutendste archäologische Park der Welt"

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© Iakov Kalinin/123RF

Wie Italiens oberstes Verwaltungsgericht bestätigte, wurde den Plänen von Italiens Kulturminister Dario Franceschini vor einigen Tagen stattgegeben: Ab 2018 sollen das Ensemble von Kolosseum und Forum Romanum mit dem Palatin und dem "Goldenen Haus" Kaiser Neros zu einem archäologischen Park zusammengefasst werden.

Das Vorhaben stand schon seit einiger Zeit zur Diskussion, bisher hatte sich die Stadtverwaltung allerdings gegen die Pläne ausgesprochen - vor allem aus Angst vor finanziellen Verlusten.

Wie der Kulturminister gestern mitteilte, werde der Direktor des "bedeutendsten archäologischen Parks der Welt" Anfang 2018 seine Arbeit aufnehmen. Wer genau das sein wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Da Franceschini auch Ausländern die Möglichkeit geben möchte Führungspositionen in staatlichen Museen einzunehmen, war das Bewerbungsverfahren nach einem Einspruch der Stadt Rom zeitweilig gestoppt worden. Am Montag stimmte das Gericht schließlich möglichen Bewerbern aus dem Ausland zu. Bisher seien 82 Bewerbungen eingegangen, darunter 16 von Nichtitalienern, so Franceschini.

Die Errichtung des archäologischen Parks ist Teil einer 2014 begonnenen Museumsreform der italienischen Regierung, die das Ziel hat staatliche Kulturstätten zu modernisieren und so Roms internationales Image zu stärken und den Umsatz zu steigern.

Im Zuge dessen führte die Stadt unter anderem bereits eine dreijährige Außenrenovierung des Kolosseums durch, die vor einem Jahr abgeschlossen und mit 25 Millionen Euro des italienischen Modekonzerns Tod's finanziert und ermöglicht wurde. Franceschini lobte das Projekt damals als erfolgreiches Beispiel für die private Finanzierung öffentlicher Kulturprojekte. Bis zur Eröffnung des neuen Parks 2018 soll auch das Innere des antiken Amphitheaters mit einem Budget von 18 Millionen Euro erneuert werden.

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Die Redaktion
Geposted 26.07.2017 1 teilen
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