Museum Auschwitz plant internationale Wanderausstellung

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Mehr als eine Million Menschen starben während des Zweiten Weltkriegs im Konzentrationslager Auschwitz. Nun organisiert das Museum des ehemaligen Lagers eine Wanderausstellung, die weltweit von der Massenvernichtung berichten soll - zur Erinnerung an die Vergangenheit und als Warnung für die Zukunft.

Im Gedenken an das bedeutendste Verbrechen des 20. Jahrhunderts

Im Gedenken an das bedeutendste Verbrechen des 20. Jahrhunderts
© taiftin/123RF

Wie der Direktor der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Piotr Cywinski am Mittwoch (26.07.17) bekanntgab, startet das Museum Auschwitz Ende dieses Jahres eine Wanderausstellung durch Europa und Nordamerika. Ziel des Projekts sei es, mehr Menschen die Geschichte des Vernichtungslagers näherzubringen und gleichzeitig einen Warnruf für die Zukunft zu senden.

Im Rahmen der Ausstellung sollen 600 Originalexponate, darunter ein Deportationswaggon der Deutschen Reichsbahn, eine Häftlingsbaracke sowie persönliche Gegenstände der Lagerinsassen und der SS-Beamten, gezeigt werden. Der größte Teil der Ausstellungsstücke stammt aus den Beständen des Museums, hinzu kommen einige Objekte aus anderen bedeutenden Holocaust-Gedenkstätten wie beispielsweise Yad Vashem in Israel.

Unter dem Titel "Not long ago. Not far away" wird die Ausstellung Ende des Jahres zunächst in Madrid zu sehen sein; wo es danach hingeht, ist noch offen. Grundsätzlich sind allerdings Stopps in sechs weiteren europäischen und sieben nordamerikanischen Städten geplant. Ob darunter auch Orte in Deutschland sein werden, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Wer der Welt von heute ein neues Gesicht geben wolle, der komme um die Auseinandersetzung mit der Schoah nicht herum, so Museumsdirektor Cywinski bei der Bekanntgabe des Vorhabens am Mittwoch. Die Ausstellung sei als "Warnruf" gegen eine Zukunft, die auf Hass, Rassismus und Antisemitismus gründe, gedacht. Dazu brauche es die Erinnerung an das bedeutendste Verbrechen des 20. Jahrhunderts.

Das Lager Auschwitz-Birkenau wurde 1940 erbaut und war das größte Vernichtungslager der Nazis. Zunächst für polnische Häftlinge gedacht, wurden dort später bis 1945 insgesamt etwa 1,1 Millionen Menschen umgebracht - ein Großteil davon Juden.

Das Museum Auschwitz-Birkenau - heute in der Stadt Oswiecim in Südpolen - wurde 1947 gegründet und umfasst noch erhaltene und teilweise rekonstruierte Anlagen der damaligen Konzentrationslager KZ Auschwitz I und KZ Auschwitz-Birkenau. Das Archiv und eine Sammlung an persönlichen Gegenständen von Häftlingen erinnern an die Verbrechen und machen das Museum zu einem der wichtigsten Symbole des Holocausts. Seit 1979 ist die Gedenkstätte außerdem UNESCO-Weltkulturerbe.

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Die Redaktion
Geposted 28.07.2017
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