Sommersonnenwende in den Alpen- die kürzeste Nacht des Jahres

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Der längste Tag des Jahres liegt hinter uns. Dies wird natürlich in den kommenden Tagen mit Sonnenwendfeuern in den Alpen ausgiebig gefeiert.

Die Sommersonnenwende

Die Sommersonnenwende
© laverve/123RF

Die Sommersonnenwende fand dieses Jahr am 21. Juni um 06:24 Uhr MESZ statt. Auf der Nordhalbkugel der Erde erreicht die Sonne die höchste Mittagshöhe bzw. ihren höchsten Stand über dem Horizont und markiert somit den Sommeranfang nach astronomischer Definition. Zu diesem Zeitpunkt herrschen der längste Tag und die kürzeste Nacht, weil der größere Teil der täglichen Sonnenbahn oberhalb des Horizonts liegt.

Die Sonnenwende wird von verschiedenen Völkern als Grund zum Feiern angesehen: So tanzten in England die Druiden um den Steinkreis von Stonehenge, die Schweden flochten sich zu Mittsommer Blumen in die Haare und aßen Hering und die Franzosen nutzen den Tag um ihre berühmte "Fête de la musique" zu zelebrieren. In den Alpen wird die Zeit der längsten Tage und kürzesten Nächte mit großen Bergfeuern begangen.

An vielen Orten ist es Tradition Feuer auf den Gipfeln anzuzünden. Die Johannisfeuer werden allerdings oft erst am 24. Juni, dem Johannistag, oder in der Nacht zuvor angezündet. Im Volksglauben sollen die Flammen dazu dienen Dämonen abzuwehren, die Krankheiten verursachten und Vieh umbrachten.

Im österreichischen Tirol zum Beispiel feiert Innsbruck am 24. Juni Bergsonnenwende entlang der Stationen der Nordkettenbahnen. Lodernde Flammen bieten hier eine stimmungsvolle Kulisse für die zahlreichen Musik-Konzerte - nicht zu unterschätzen ist auch der atemberaubende Ausblick auf die spektakuläre Berglandschaft. Weitere bekannte Veranstaltungen in Österreich sind im Gasteinertal, am Dachstein und im Montafon.

In Bayern wird in Grainau an der Zugspitze am Vorabend des Johannistages zum Lagerfeuer gerufen. Der gesamte Waxensteinkamm leuchtet dann mit hell aufschlagenden Flammen als lange Lichterkette auf. Im italienischen Südtirol werden die Bergfeuer wiederum erst am Herz-Jesu-Sonntag, den 25. Juni, angezündet.

Im Allgemeinen wird der Tag der Sommersonnenwende seit jeher als mystischer Tag betrachtet. Viele begehen ihn mit weltlichen oder religiösen Feierlichkeiten. Im Norden Europas, wo in der sommerlichen Jahreszeit die Nächte teilweise gar nicht mehr dunkel werden, haben Sonnenwendfeiern mehr Bedeutung als zum Beispiel in Südeuropa.

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Die Redaktion
Geposted 22.06.2017
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