Sambia vereint mehr als 70 Stämme. Sambia ist eines der wenigen afrikanischen Länder, die keinen Schauplatz für interethnische Konfrontationen bilden. Zwar sind bestimmte Stämme stärker vertreten als andere. Dennoch existiert eine echte Solidarität unter ihnen.
Die Lozi flüchteten aus dem Königreich Luba Lunda in Zaire und fanden in Sambia Zuflucht. Sie nehmen den Osten des sambischen Gebietes ein und sind ursprünglich Viehzüchter, die von einem Oberhaupt namens Litunga angeführt werden.
Die Ngoni kommen aus Südafrika. Aus Shaka Zoulou flüchtend sind sie in den Osten des Landes gewandert. Ihre Kultur ist noch unberührt.
Der Stamm der Tonga, der zu den größten Stämmen zählt, ist seit mehr als 900 Jahren im Süden Sambias heimisch.
Die Stämme der Lunda und Kaounde wanderten von Zaire ab und leben in der Provinz im Nordwesten.
Die Bemba, ursprünglich nomadische Jäger, kamen ins Land, um in Copperbelt (Kupfergürtel) in den Kupferminen zu arbeiten.
Die Luvale stammen schliesslich aus dem Norden des Sees Tanganyika. Ihre Kultur ist von den Kontakten geprägt, die sie vor 500 Jahren bei den Handelsbeziehungen mit den Portugiesen an der Grenze zu Angola etablierten.