Kultur und Traditionen Südkorea
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Wenn man auf einen Fremden - egal ob Mann oder Frau - trifft, verbeugt man sich, die Verbeugung ist umso tiefer, je älter die Person ist. Auch wenn Sie nicht geschäftlich unterwegs sind, empfiehlt es sich, Visitenkarten bei sich zu haben, die man seinem Gegenüber zum Gesprächsauftakt aushändigt. Bemühen Sie sich auch, dessen Karte zu entziffern und zeigen Sie sich interessiert. Wenn Sie diese erste formale Hürde erst einmal überwunden haben, können Sie auf weitere übertriebene Höflichkeitsbekundungen weitgehend verzichten: die Koreaner sind im großen und ganzen einfache Menschen und sehr gastfreundlich. Wenn man privat eingeladen ist, empfiehlt es sich zum Beispiel, ein kleines Begrüßungsgeschenk für den Gastgeber zu besorgen. Er wird Sie sogleich mit offenen Armen empfangen. Beim Betreten einer Privatwohnung zieht man immer die Schuhe aus (man sollte möglichst nicht barfüssig sein, sondern Socken tragen); dies gilt auch für zahlreiche Restaurants, wo man zum Essen auf dem Boden sitzt. Man zahlt nie getrennt: entweder man lädt alle ein, oder man wird eingeladen. Man schenkt sich auch nicht selbst nach: man wartet, bis der Tischnachbar dies tut und füllt daraufhin ebenfalls dessen Glas. Es wird auch nie mit den Fingern gegessen, sondern man benutzt Stäbchen aus Metall (nicht aus Holz) sowie einen Löffel für den Reis. Wissenswert ist vielleicht auch, dass Koreaner ziemlich abergläubisch sind, was sich bei vielen von ihnen nach wie vor in Form von sehr alten schamanischen Bräuchen, die ursprünglich aus Sibirien eingeführt wurden, zeigt. Falls Sie es schaffen, einige Einheimische besser kennen zu lernen, werden diese Sie - als Zeichen ihrer Freundschaft - darum bitten, bestimmte Gerichte oder einfache Rituale, die mit einer ?geheimnisvollen? Symbolik behaftet sind, mit Ihnen zu teilen.
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