Maskat, die kleinste Hauptstadt der Welt Das einst verschlafene Dorf hat sich dank des wirtschaftlichen Aufschwungs in ein dynamisches urbanes Zentrum verwandelt. © Luis David Alvarez
Innerhalb von dreißig Jahren hat sich das einst verschlafene Dorf dank des wirtschaftlichen Aufschwungs in ein dynamisches urbanes Zentrum verwandelt. Maskat ist heute ein weitläufiges Ballungsgebiet. Die umliegenden Ortschaften Muttrah, Ruwi, Qurum wurden eingegliedert, Medinat Qaboos, Wattayah, Seeb, Grubrah entstanden auf dem Reißbrett. Sie alle sind über ein dichtes Netz von Autobahnen und Schnellstraßen miteinander verbunden. Trotz der enormen Ausdehnung hat sich die Stadt ihren überschaubaren und traditionellen Charakter bislang bewahrt. Es gibt keine Hochhäuser, nur ein einheitlich weiß getünchtes Häusermeer, das sich auf einer Länge von mehr als 40 km die Küste entlangzieht.
Das Herz der Stadt schlägt in Matrah, dem Viertel in dem der Souk und der moderne Hafen liegen und in dem auch die eindrucksvolle Jacht des Sultans bewundert werden kann. Die Waterfront besticht nach wie vor durch ein "orientalisches" Flair: kleine weiße Gebäude, Minarette, Moscheen und ein kleiner Fischerhafen, bei dem der Fisch fangfrisch auf den Kais verkauft wird. Der Souk mit seiner herrlichen Holzdecke im Eingangsbereich, die noch im Original erhalten ist, wirkt nach wie vor recht ursprünglich. In dem Gassengewirr findet man bestimmt, was man sucht - die Auswahl umfasst Khanjars (Silberdolche mit gebogener Klinge), Schmuck, Weihrauch, traditionelle Kaffeeservice und Hüte (Kimah), Schultertücher, Pashminaschals sowie verschiedene Stoffe. Auch hört man hier alle Sprachen der Anrainerstaaten des Indischen Ozeans: Arabisch, Urdu, Swahili.
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