Zu Weihnachten isst man in Tschechien als Hauptgericht weder Gänsebraten noch Truthahn, sondern Karpfensuppe (köstlich!) oder panierten und gebratenen Karpfen. Zu Silvester gibt es bei vielen Familien auch das Nationalgericht ?Svickova? (Kerzenbraten): bei schwacher Hitze geschmorte Rindfleischstücke in einer sämigen Sauce mit Gemüse (Kartoffeln und Karotten), serviert mit ?Knedlicky? (böhmische Knödel, gedünsteter Brotteig in Scheiben), mit Preiselbeerkonfitüre und einem Sahneäubchen. Das traditionelle Dessert zu Weihnachten ist nicht einzigartig, aber abwechslungsreich: 13 verschiedene ?Weihnachtsbiscuits?, die entweder selbst gebacken oder, um Zeit zu sparen, bereits fertig in einer Konditorei gekauft werden. Die Adventszeit zwischen 1. und 24. Dezember ist sowohl bei den Tschechen als auch bei den Touristen sehr beliebt. In allen Städten bekommt man auf den Weihnachtsmärkten zu dieser Zeit Holzspielzeug, kunsthandwerkliche Gegenstände, Marionetten, Crêpes, Waffeln und Glühwein. Straßenkunst, zahlreiche Konzerte in Kirchen und Schlössern und sogar ein Dampfzug, der am Wochenende von Prag bis zur Burg Krivoklat fährt, stehen im Dezember auf dem Programm.
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