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Ukraine

Die im Jahr 1991 aus der imperialistischen Vormundschaft Russlands entlassene Ukraine verschafft sich im Westen immer mehr Gehör. Dieses große Land in Osteuropa, das immer noch touristisches Neuland ist, birgt schöne Überraschungen. Zwischen den Bergen der Karpaten und denen der Krim liegt die Ebene, die den Großteil der Geographie des Landes darstellt. Im Süden kann man an den Küsten des Asowschen Meer und vor allem am Schwarzen Meer kilometerlange Strände entdecken. Auf einer Reise in der Ukraine muss man unbedingt die Städte Kiew, Lemberg und Odessa besuchen, die ein reiches historisches und ungeahntes architektonisches Erbe haben.

Tipps der Redaktion

Man wird sich in erster Linie für die Unterbringung bei den Einheimischen entscheiden, eine sehr viel weniger kostspielige und deutlich sympathischere Unterbringung, als in den großen Hotels. Dadurch kann man im Kontakt mit der Bevölkerung leben, die sehr warmherzig und gastfreundlich ist, und langfristige Freundschaften anknüpfen. Man sollte nicht zögern, die ausgetretenen Pfade der großen Städte zu verlassen, um eine tiefere Begegnung mit der Ukraine zu suchen. Die entlegenen Dörfer der ländlichen Gegenden in den Karpaten und der Krim leben anscheinend in einer anderen Zeit. Es empfiehlt sich auch, an einem orthodoxen Gottesdienst in einer der byzantinischen Kirchen von Kiew am Sonntagmorgen teilzunehmen und einen Abend im wunderschönen Opernhaus von Lwiw zu verbringen.

Pluspunkte

  • +Der Empfang ist herzlich!
  • +Eine private Unterbringung ist ein Garant für Charme und eine sehr kostengünstige Unterbringungsart, die die Aufnahme von freundschaftlichen Beziehungen zur Bevölkerung ermöglicht.

Minuspunkte

  • -Die großen Hotels sind düster, teuer und von schlechter Qualität.
  • -Die öffentlichen Dienste sind vollkommen heruntergekommen. Die Armut und die Arbeitslosigkeit in den Städten sind die Ursache von Kriminalität und Korruption.

Traditionen

Die an den Grenzen des ehemaligen russischen Reiches gelegene und durch polnischen Einfluss gekennzeichnete Ukraine hat sich starke eigene kulturelle Traditionen bewahrt, die von denen Russlands sehr verschieden sind. Die große Mehrheit der Ukrainer im Westen fühlen sich nicht zu derselben kulturellen Familie wie die Russen zugehörig und erkennen sich selbst mehr in den Traditionen Mitteleuropas. Im Osten des Landes ist das Nationalgefühl viel weniger ausgeprägt, denn die meisten Einwohner sprechen Russisch und bewahren starke Bande zum ehemaligen Mutterland. Heute setzt sich die Regierung der Ukraine für die Förderung einer Wiederbelebung der Sprache und Kultur der Ukraine ein, indem sie deren reiche künstlerische Vergangenheit hervorhebt. Man sollte nicht vergessen, dass die schönsten Lieder und Tänze der Kosaken ihre Wiege in der Ukraine haben. Die Musik der Ukraine hat ihre Wurzeln in alten mündlichen Überlieferungen, die von den Heldentaten und den fantastischen Ritten der Kosaken erzählen. Im ländlichen Raum sind die Volkstänze und Volkslieder immer noch sehr präsent, insbesondere der Säbeltanz und die Gesänge der Kosaken. Man muss nur beim Festival von Kiew Ende Mai dabei sein, um die Lebendigkeit der Folklore der Ukraine ermessen zu können. Es ist ein sehr religiöses Land, wo Ostern und Weihnachten mit Prunk und Leidenschaft gefeiert werden. Die Ukraine ist stolz auf ihr religiöses Erbe, auf ihre von Kuppeln überwölbten Kirchen in Holzarchitektur, mit ihren Zwiebeltürmen und zahlreichen Kuppeln, in denen bewundernswerte Ikonen, Mosaiken, Fresken und farbig illuminierte Handschriften zu finden sind. Selbst in den Städten ist der Familiensinn sehr ausgeprägt, und häufig sind es die Mütter, die Babouschkas (Großmütter), welche die zentrale Stellung im Haushalt einnehmen. In einem Land, das lange unter Mangel litt, bleibt die gegenseitige Hilfe ein Lebensprinzip. Der Besucher wird nicht umhinkommen, vom herzlichen Empfang und von der Gastfreundschaft der Bevölkerung gerührt zu sein. Immer bereit, behilflich zu sein, mit einer unersättlichen Neugier gegenüber Ausländern, zeigen sich die Ukrainer außergewöhnlich großzügig gegenüber ihren Gästen.

Küche

Die ukrainische Küche ist eine bäuerliche Küche auf Basis von Getreide und gekochtem Gemüse wie Kartoffeln, Kohl, Rüben und Pilzen. Zu den Spezialitäten gehören: der Borschtsch (eine Suppe aus Weißkraut, roten Rüben und anderem Gemüse), die Pampouschki (Fladen aus Mehl, die in Wasser gekocht und mit Knoblauch und Speckgrieben belegt werden), die Towtscheniki (in einer Soße gegarter Fisch, der mit gebratenen Zwiebeln serviert wird), die Cholodeti (Schweinefleisch, Geflügel, oder Kalbshaxen in Gelee), die Goloubtsi (mit Hackfleisch gefüllte Kohlrouladen), die Wareniki, (große Teigtaschen garniert mit Kartoffeln, Frischkäse, oder Fleisch). Unter den Desserts findet man viele Kuchen mit Kirschen und Pflaumen. Die meisten Restaurants sind billig, aber die beste Küche, die man essen kann, findet man in den Familien. Unter den Getränken steht an erster Stelle sicher der Wodka, aber es gibt auch sehr gute Rotweine, Rosé- oder Weißweine von der Krim.

Souvenirs und Handwerk

Souvenirs: Puppen, bemalte Eier, Halsketten aus Bernstein, Holzschnitzereien aus den Karpaten, Teppiche, Stickereien, naive Gemälde. In Kiew lohnt der riesige Markt der jedes Wochenende im Zentralstadion der Republik abgehalten wird, einen Abstecher. Man findet dort alles traditionelle Handwerk: Dosen, Teller und Löffel aus bemaltem Holz, Keramik, Stickereien und Wolldecken. Die Geschäfte sind in der Regel Montag bis Freitag von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, wobei es in der Mittagspause verschiedene Schließungszeiten gibt, und am Samstag von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr. In Kiew sind viele Geschäfte auch am Wochenende geöffnet.