Die Pflanzenwelt Uruguay ist von Ebenen und Feuchtwäldern geprägt und bietet eine Vielfalt erfreulicher Landschaften. © Fotosearch / Age Fotostock
Die riesigen Grassteppen, die den größten Teil des Landes bedecken, werden bisweilen von Baumgruppen, Wäldern, Sumpf- oder Sandgebieten abgelöst. Man findet dort über 2000 Pflanzenarten wie Eukalyptusbäume, Ceibo, Ombubaum (Zweihäusige Kermesbeere), Akazien, Weiden, Mimosen, Myrten, Algaroba und Quebracho-Bäume.
Die 250 km lange Küste wird von spitzen Felsen, Sandstränden und Schluchten gesäumt. Die Vegetation besteht u.a. aus Gräsern (Dibujante), Tembladerilla, Senecio (Greiskräutern) und Espartatina.
In den unterschiedlichen Feuchtzonen, die als "humedales" bezeichnet werden, leben verschiedene Vogelarten.
Die Sumpflandschaften bieten eine abwechslungsreiche Vegetation, die sich je nach Wasserqualität und Wasserstand verändert. Unter anderem wachsen dort Scirpusarten (Simse) und das zur Familie der Sauergrasgewächse zählende Weiße Schnabelried (rhynchospora alba).
Die Palmenarten sind durch die elegante und schnell wachsende Pindopalme und die Butiapalme vertreten, die man an ihren grauen Blättern und dem dicken Stamm erkennt.
Die Waldgebiete werden mit dem Begriff "Monte" überschrieben, man unterscheidet vier unterschiedliche Arten:
Der Monte Ribereno setzt sich aus mehr oder weniger schmalen Streifen zusammen, die höchstens 200 m lang sind. In den feuchteren und wärmeren Klimazonen des Nordens findet man einen größeren Artenreichtum. Die Flora des Monte Ribereno-Waldes wächst bevorzugt an feuchten oder staunassen Standorten wie z.B. El Ceibo (Korallenbaum), Pouteria campechiana (Canistel, Eierfrucht), Criollo, Sarandí colorado und blanco (Cephalanthus sarandi). Andere Arten bevorzugen dagegen lieber trockenere Standorte, wie Pitanga (Surinamkirsche), Myrte, Canelon oder Pfirsichbaum.
Der Monte Parque ist eine Ansammlung von vereinzelten kleinen Waldgebieten, die dazwischen von der Grassteppenlandschaft durchzogen sind. Diese Landschaftsform findet man in ganz Uruguay. Je nach Lage wachsen dort Akazien, Cornilla, Pfeffersträucher, Carobbäume, Palo Fierro (Eisenbaum) und La Tala.
Von Monte Serrano spricht man häufig in Zusammenhang mit Gebirgen oder schwer zugänglichen Gebieten. Die Vegetation besteht im Wesentlichen aus niedrigen Bäumen und Buschgewächsen. Man findet dort auch Kronwicken (coronilla), Myrten, Aruera (Lithraea molleoides), Talas oder Echte Guaven.
Der Monte de Quebrada ist heute ein Wald mit geringerer Ausdehnung. Er gedeiht insbesondere im Schutz der feuchten Täler und Schluchten im Norden des Landes. Am häufigsten anzutreffen ist die Strauchart Colletia paradoxa, doch man sieht dort u.a. auch Kronwicken (Coronilla), Canelons oder Congorosas (Maytenus ilicifolia).