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China: Lokale Behörden von Yulin wollten 2017 Hundefleisch verbieten - doch was ist daraus geworden?
Geposted 18.09.2018 3 teilen

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In China war es 2017 endlich so weit, dass die lokalen Behörden von Yulin den Verkauf von Hundefleisch bei den jährlichen Festivals verbieten wollten. Eine Entscheidung, die Tierschützer und Verkäufer stark voneinander trennte.

Werden in Yulin wirklich keine Hunde mehr für das Festival getötet?

Werden in Yulin wirklich keine Hunde mehr für das Festival getötet?
© Fernando Gregory Milan/123RF

Einige Traditionen sind, gelinde gesagt, gewöhnungsbedürftig. In China findet am 21. Juni, während der Sommersonnenwende, ein jährliches Festival statt. Ein Fest, bei dem Tausende von Hunden getötet werden, um gegessen zu werden. Wie die NGO Humane Society International (HSI)bestätigte, war 2017 für Tierschützer ein bedeutendes Jahr, da die Behörden zum ersten Mal diese Tradition verboten hatten. Die amerikanische Tierrechtsorganisation erklärte, dass die Hunde Opfer von brutaler Gewalt sind. Viele von ihnen sind streunende oder gestohlene Hunde. Während viele Gastronomen behaupten, noch nie von diesem neuen Verbot gehört zu haben (und es zutiefst bedauern), ist HSI klar: Die lokale Regierung wird eine Geldstrafe von 100.000 Yuan (13.000 Euro) gegen Verkäufer verhängen, die sich nicht an die neue Regel halten. Mit diesen drastischen Maßnahmen sollte dem Hundefleisch-Ritual ein striktes Ende gesetzt werden. Doch es gibt nach wie vor ein Problem: Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung dieses Verbot "versprochen" hat, ohne es durchzusetzen. In Ostasien hält diese Praxis an, obwohl sie in China zunehmend gespalten ist. Obwohl ein Rückgang der Hundeschlachtungen zu vernehmen ist, muss leider auch in diesem Jahr wieder festgestellt werden, dass Hundefleisch weiterhin angeboten wird und auch die Nachfrage immer noch stark vorhanden ist. So werden bei dem neuntägigen Festival etwa 10.000 Hunde getötet und gegessen. Da viele der Hunde krank waren und durch ihr Fleisch Krankheiten auf die Menschen übertragen wurden, erkennen immer mehr, dass Hundefleisch weder gesund für den Körper, noch für das Gewissen ist.