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In Bonn: Ein Museum der Frauengeschichte
Geposted 08.03.2018

NeuigkeitenDeutschland

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Ist die Stimme der Frauen heute wichtig? Diese Fragen stellen sich die Mitarbeiter von dem Frauenmuseum in ihrer vorgeplanten Veranstaltung anlässlich des Internationalen Frauentages.

Durch die Frauen-Geschichte

Durch die Frauen-Geschichte
© Iakov Filimonov/123RF

Im November 1918 haben zahlreiche Frauen in Deutschland dafür gekämpft, eine aktive Rolle im Wahlrecht zu spielen. Und 100 Jahre später, wie sieht es heute aus? Während die Politikverdrossenheit und der Rechtspopulismus zu teils traditionellen Rollen-und Familienmustern zurückkehren will: Welche ist die Rolle der Frau heute und warum muss sie respektiert werden? Diese Fragen stellt das Museum den Besuchern.

Wissen Sie schon wo und wann das erste Frauenmuseum gegründet wurde?

Das erste und einzige Frauenmuseum weltweit ist 1981 in Bonn von einer der heutigen Direktorinnen, Marianne Pitzen, und einer Gruppe interdisziplinärer Frauen eröffnet worden. Zu dieser Zeit gab es keine ähnlichen Institutionen wie dem Haus der Frauen. Die Eröffnung fand mit einer Dauerausstellung der Frauengeschichte statt, in der man sie von den ersten Anfängen bis zur Gegenwart verfolgen kann. Das Haus der Frauen ist kein statischer Ort, sondern ein lebendiges Kulturzentrum voll mit weiblicher Kreativität. Es ist ein Ausstellungsort, der immer erneuert wird und ein Haus, wo man neue Ideen austauschen kann.

Die Stärke der Frauen wird als notwendiges Element zur Erfassung der gesamten Menschheitsgeschichte präsentiert. Im Fokus stehen die Frauenbewegungen der Jahrhunderte und die Frauenpolitik seit 1938. Das Frauenmuseum arbeitet viel mit Schulen und Hochschulen zusammen, um die Kulturen Vielfalt der wissenschaftlichen Vorgehensweisen zu erweitern.

Im dem außergewöhnlichen und einzigartigen Museum finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die mit dem Leben der heutigen Frau im Zusammenhang stehen oder mit wichtigen Themen, die heute Frauen interessieren und als Zielpunkt gelten. Der Schwerpunkt des Frauenmuseums ist der interkulturelle und internationale Austausch. Er wird als ein wichtiges Element der Arbeit für die Einbindung in die gesellschaftliche Gegenwart gesehen.

Warum braucht die Welt den Frauentag?

Warum braucht die Welt den Frauentag?
© Sean Prior/123RF

Die Ausstellungsangebote konzentrieren sich auf vier Bereiche: Das Museum zeigt Ausstellungen zu Themen der Zeitungsgeschehen und Geschichte, internationale Kulturen, Kunst, Experimente und neue Kunstrichtungen in den alten und in den neuen Medien.

Eine der erfolgreichen Wanderausstellungen "Füllhorn, Waage, Schwert-Justitia ist eine Frau" wird von dem Haus der Frauen präsentiert. Es geht um das Schicksal dieser sechs historischen einzigartigen tragischen Königinnen, dazwischen Henry VII; Anne Boleyn, Königin Elizabeth I, und die wichtige Rolle für die Geschichte der Politik, die sie eingenommen hatten.

Die Mittarbeiterinnen des Frauenmuseums haben fast zwei Jahre ihres Lebens gewidmet, um die Geschichte der "Bonner Frauen(orte)-von Adelheidis bis Witwe Zuntz" zu verfolgen.

Das Frauenmuseum kann Besucher mit einer Auswahl von Themenführungen, Lesungen und Sontags-Matinéen überraschen. Heute kann man hier 700 Ausstellungen bewundern. Mit seinen umfangreichen Begleitprogrammen gilt das Museum als ein internationales anerkanntes Institut. Ungefähr 3000 Künstlerinnen haben ihre Projekte ausgestellt. Viele von Ihnen konnten sich auf dem internationalen Kunstmarkt etablieren.

Besonders interessant ist auch, dass zum 2000 jährigen Stadtjubiläum eines der Grundprojekte der Stadt Bonn die Geschichtssaustellungen des Haus der Frauen war.