Shivas Gewand - Der Sari in Indien

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Wenn man durch Indien reist, dann wird man sie auf jeden Fall auf der Straße entdecken. Frauen in bunten Saris, die sich so elegant durch die Straßen spazieren. Kaum ein Gewand ist von solcher Schönheit, Anmut und Kostbarkeit wie ein echter indischer Sari.

Sari ist nicht gleich Sari!

Sari ist nicht gleich Sari!
© fyletto/123RF

Blau, orange, gelb, rot, pink in allen Farben sieht man sie auf den indischen Straßen. Die Rede ist von den indischen Saris, die die Frauen dort schon seit hunderten von Jahren mit Stolz tragen. Der Sari ist ein 6-9m langes Tuch, welches die Frauen gekonnt um ihren Körper wickeln. Verziert sind die Stofftücher mit Perlen, Pailletten oder anderen aufwendigen Schmuckbordüren. Manchmal sind auch Muster in den Stoff eingewebt, dies ist aber eher selten. Die traditionellen Kleidungsstücke werden aus Baumwolle, Seide, einem Seidengemisch oder mittlerweile auch aus Synthetik gewebt.

Elegant gewickelt

Elegant gewickelt
© deserttrends/123RF

Sari ist nicht gleich Sari, der Stoffschal hat auch eine wichtige soziale und gesellschaftliche Konnotation. So kann man die Frauen und ihre Herkunft oft an der Wickelung dieses traditionellen Kleidungsstücks erkennen, außerdem kann man so erfahren, ob sie verheiratet oder verwitwet ist. Junge Frauen, die unverheiratet sind, tragen oftmals keinen Sari sondern ein anderes traditionelles Gewand ? der Hafsari. Der Sari ist den verheirateten Frauen vorbehalten und wird unabhängig der Kaste von allen Frauen getragen. Lediglich die Farbe ist ausschlaggebend über den Status der Trägerin. Weiße Saris zum Beispiel werden ausschließlich von Witwen getragen, gelb und orange Stoffschals lassen auf buddhistische Trägerinnen zurückschließen und ist der Sari rot, so möchte die Frau ihr besonders Temperament und ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen.

Zu beachten ist, dass der Sari korrekt getragen wird, denn sonst kann man schnell den Zorn der Inder auf sich ziehen. Frauen tragen unter dem Tuch einen lockeren Baumwollrock und eine Bluse (Choli), das Tuch würd danach über den ganzen Körper gewickelt, sodass Brust, Gesäß und Schultern bedeckt sind. Letzteres ist in Indien sehr wichtig, weil man sonst schnell als unsittlich gelten kann. Die Wickeltechnik ist auf keinen Fall einfach, weshalb man es sich von einer Inderin unbedingt zeigen lassen sollte.

Woher kommt der Sari?

Woher kommt der Sari?
© rcphoto/123RF

Doch woher kommt das traditionelle Gewand? Eine alte Geschichte besagt, dass ein verliebter Mann seiner Angebeteten ein Kleid weben wollte, er dabei aber eingeschlafen ist, sodass ein Meter langer Stoff das Ergebnis war ? die Geburtsstunde des Saris. Fakt ist in Indien war es lange untersagt genähte Kleidung zu tragen, daher kommt die Tradition der "Wickelmode": Nicht nur Frauen wickelten Stoffe um ihren Körper, auch Männer hatten eine spezielle Hosenwickeltechnik, diese existiert immer noch, wird aber seltener angewendet. Die Frauen jedoch sind bei ihrem traditionellen Gewand geblieben und tragen es mit Stolz.

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Die Redaktion
Geposted 11.10.2017 1 teilen
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