Geposted 06.06.2015

#Ausgefallenes #Großbritannien

Sinkende Verbrechensraten in Newquay seit dem Verbot des Borat-Anzug

MANKINI - Darf's auch etwas weniger Stoff sein? Der berühmte Mankini, bekannt geworden durch den Film "Borat", feiert zum sechsten Mal das Mankini-Verbot in Newquay, England. Durch dieses Verbot, erhoffte sich die Stadt wieder mehr Touristen anzuziehen. Seit der Prohibition der speziellen Männer-Badehose sind die Verbrechensrate sowie antisoziale Anfeindungen gesunken, nach Aussagen der örtlichen Polizei. Natürlich gingen die Polizisten auch gegen den überschüssigen Konsum von Alkohol in den letzten Jahren in Newquay vor.

Für die Neulinge, mag er wie eine Badehose mit Hosenträgern erscheinen. Newquay, eine englische Stadt des Cornwall County, hat das Tragen des Mankinis vor einigen Jahren verboten (die schlüpfrigen Textilstrings wurden als "unangemessene Kleidungsstücke" bezeichnet). Sollte also jemand mit der etwas anderen Badehose gesichtete werden, wurde er einfach nach Hause geschickt.

Der Erfolg der Herrenbadehose hat laut der lokalen Polizei, erschreckende Ausmaße in der Stadt erreicht. Dave Meredith bezeugte dies in einem Artikel auf der Webseite von The Herald: "Ich erinnere mich noch genau, dass man in den 2000er Jahren nicht auf die Straße gehen konnte, ohne den Träger eines Mankinis zu begegnen".

Verbot des Mankini soll die Verbrechensrate in Newquay gesenkt haben

Verbot des Mankini soll die Verbrechensrate in Newquay gesenkt haben © DR

Die kneifenden Kordeln sind in Newquay verboten: Ab nach Hause!

Die kneifenden Kordeln sind in Newquay verboten: Ab nach Hause! © DR

Dieses Kleidungsverbot hat auch zum Zweck, das Ansehen der englischen Stadt wiederherzustellen. In den letzten Jahren war Newquay vor allem für seine feuchtfröhlichen Junggesellenabschiede bekannt sowie den Mankini und weniger als Urlaubsort für Familien.

Tanzender Borat-Fan in Newquay 2011

Vor fünf Jahren, waren die Zustände in Newquay ein wenig wie in einer Stadt des wilden Westen. Der nationale Ruf war schlecht. Viele, vor allem junge Menschen strömten in die Stadt, mit der Erwartung sich exzessiven Trinkorgien hinzugeben.

Die Änderung trat in Kraft, als Anwohner im Jahr 2009 protestierten, nachdem zwei betrunkene Jugendliche während eines Besuchs in der Stadt, ihren Tod nach einem Klippensturz fanden.

Die Todesfälle waren die letzten in einer langen Reihe von vielen weiteren Ärgernissen der Stadt. Doch die Stadt polierte ihr Image in den letzten fünf Jahren wieder auf, und ist nun ein beliebter Touristenort für Familien geworden.