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Insel Sal Reisen: Lava-Felsküsten treffen auf Sandstrände

Reiseführer
  • Sal ist aufgrund des internationalen Flughafens die bekannteste Insel von Kap Verde. Man kommt nicht wegen der Landschaft hierher - die Insel ist karg und durch 350 Sonnentage im Jahr durchaus trocken. Doch natürlich gibt es hier Ecken, die zum Träumen einladen: Während der Norden eher von Lava-Felsküsten gekennzeichnet ist, besticht der Süden mit kilometerlangen, feinen Sandstränden und hellen Dünen, ...
    © Patrice Hauser / EASYVOYAGE


Sal ist aufgrund des internationalen Flughafens die bekannteste Insel von Kap Verde. Eine Reise auf die Insel Sal macht man nicht wegen der Landschaft - die Insel ist karg und durch 350 Sonnentage im Jahr durchaus trocken. Doch natürlich gibt es hier Ecken, die zum Träumen einladen: Während der Norden eher von Lava-Felsküsten gekennzeichnet ist, besticht der Süden mit kilometerlangen, feinen Sandstränden und hellen Dünen, die zum süßen Nichtstun einladen. Die Insel ist sehr flach - der höchste Punkt ist der Monte Grande mit nur 406 Metern Höhe. Sal erstreckt sich über 29,7 km von Nord nach Süd und 11,8 km von Ost nach West und ist somit eine der kleineren Kapverdischen Inseln.

Hin und wieder stößt man auf einzelne Oasen oder auf aufgelassene Salinen, in denen sich erahnen lässt, wie das Salz früher abgebaut wurde. Der Name der Insel kommt schließlich nicht von ungefähr: "Sal" bedeutet Salz. Die ersten Bewohner kamen im 19. Jahrhundert hierher, um in der Salzgewinnung zu arbeiten. Noch bis in die 40er Jahre wurde auf Sal aktiv Salz abgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts haben die alten Salinen bei Pedra di Lume, unweit der Hauptstadt Espargos, wieder an Bedeutung verloren; heute dienen sie eher als Attraktion für Touristen: Durch die hohe Salzkonzentration in den Saline-Becken ist ein "Schwimmen" wie im Toten Meer möglich. Außerdem kann man neuerdings gegen Eintritt ein Salzkurbad in einzelnen Salinen ausgewählter in Salzseen genießen.

Im Jahr 1460 durch einen Seefahrer entdeckt, wurde Sal zunächst nur für die Viehzucht genutzt. Als letzte Kapverdische Insel, die bevölkert wurde, weist Sal heutzutage die größte Anzahl an Hotels aller Kategorien auf, wobei gegenwärtig noch immer viel Neues gebaut wird. Denn der Tourismus ist hier unter allen Kapverdischen Inseln am stärksten ausgeprägt, was zu großen Teilen den Italienern zuzuschreiben ist, die Ende der 1940er Jahre den internationalen Flughafen auf Sal errichten ließen (Aeroporto Internacional Amílcar Cabral). Seit jeher trägt der in der Nähe der Inselhauptstadt Espargos gelegene Flughafen erheblich zur Entwicklung der Insel und zu einer wachsenden Bevölkerung bei.

In der Hauptstadt Espargos im Landesinneren der Insel findet man alles, was praktisch und wichtig ist: Banken, ein Gesundheitszentrum, die Hauptpost, Hotels, einige Pensionen, Bars, Internetcafés und Restaurants, sowie Geschäfte jeglicher Art. Wenige Kilometer entfernt, liegt die Hafenstadt Palmeira im Westen von Espargos. Hier spielt sich ein Großteil des Im- und Exports auf dem Wasserweg der Inseln ab, wobei der Charme des ursprünglichen Fischerdorfs größtenteils erhalten blieb. Palmeira, bekannt für seine Bars und Restaurants, weist architektonisch gesehen - zumindest im Norden - noch deutlich portugiesische Züge auf.

Obgleich man der Insel vorhalten könnte, dass es ihr an lokaler Lebensart fehle, bleibt sie ein beliebtes Urlaubsziel für Reisende, die Strand- und Wassersport suchen. Der starke Passatwind, der von November bis Juni weht, sorgt nicht nur für eine bessere Erträglichkeit der hohen Temperaturen, sondern macht die Insel Sal zum einem wahren Paradies für Surfer. Ob Kite-Surfer, Wellenreiter oder Windsurfer - hier kommt jeder auf seine Kosten. An der Ponta Preta wurden sogar schon Windsurf-Weltmeisterschaften ausgetragen. Und auch den Tauchern mangelt es nicht an Gelegenheiten. Circa 5 km nördlich von Palmeira beispielsweise gibt es fantastische unterseeische Höhlen und Riffe, wie etwa das Olho Azul, zu erkunden.

Insel Sal: was kann man unternehmen?

Die Strände und Wellen ziehen die Windsurfer und Freunde des süßen Nichtstuns an.

Man kann die Salzbergwerke in Pedra de Lume besuchen, wo sich seit dem 19. Jahrhundert nichts geändert zu haben scheint. Besichtigt werden können Tunnel, Gleise... und die rosafarbenen Salzbecken. Begeben Sie sich anschließend nach Buracona, wo es ein Naturwasserbad (in dem man baden kann) und eine Grotte mit türkis-blauem Wasser gibt. Beobachten Sie dann auch die Fischer bei Ihrer Rückkehr ins Fischerdorf Palmeira.

 Kapverden  Kapverden
Insel Sal: die Schlüsseldaten

Flåche : Die zehn Insel machen eine Fläche von 4033 km² aus. km2

Einwohnerzahl : Das Archipel zählt insgesamt 499796 Einwohner. Einwohner

  • Ein schöner Strand fürs Nichtstun
  • Ideal für Wassersportarten (Windsurfen...)
  • Abgesehen vom Strandbesuch und Sport gibt es kaum etwas zu tun
  • Die Insel besitzt wenig Charme

Erinnerung

Passen Sie beim Baden auf starke Strömungen, Wellen und Grundseewellen auf, die eine häufige Ursache für Badeunfälle sind.

Zu vermeiden

Vermeiden Sie es, Wasser aus dem Hahn zu trinken und Eiswürfel in die Gläser zu tun.

Insel Sal: was sollte man essen?

Das Nationalgericht, die Caechupa, ähnelt einem Bohneneintopf auf der Basis von Mais, Speck und Chorizo. Fisch, Huhn, Schwein, Reis und einige Gemüsesorten bilden hier die Ernährungsgrundlage. Die gegrillten Langusten sind ebenfalls ausgezeichnet. Typisch für das Archipel ist Grog aus braunem oder weißen Rum, der als Punsch serviert wird.

Insel Sal: welche Andenken sollte man mitnehmen?

Das Kunsthandwerk ist nicht sehr vielfältig und begrenzt sich auf Häkelarbeiten (Tischdecken, Zierdecken, Tagesdecken usw.) sowie naive Malerei, Batikstoffe und Strohhüte.
Immer häufiger begegnet man den senegalesischen Verkäufern von Figuren aus Dakar an den Stränden der Insel. Das weitere Angebot umfasst Muschelobjekte, getrocknete und aufgeblasene Mondfische, Haifischgebisse und Schwertfischspitzen.

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