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Mauretanien
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Sehenswürdigkeiten Mauretanien

Die Landschaften

Mauretanien ist eines jener Länder, in denen man unendliche Weiten und den Eindruck uneingeschränkter Freiheit erleben kann. Mauretanien liegt im Süden der Sahelzone in der Sahara. Das Relief ist daher von Wüste, Sand und Felsen geprägt.

Das Land ist in vier geografische Zonen unterteilt: Die Sahara zieht sich an der Atlantikküste entlang, der zentrale Teil ist von schroffen Felsplateaus übersät und im Osten erstrecken sich ausgedehnte Dünentäler. Mauretanien ist von den zwei Flüssen Karakoro und Senegal durchzogen, wobei letzterer 1.700 km lang ist und ein Tal an der Südgrenze des Landes gehöhlt hat, das heute landwirtschaftlich genutzt wird.

Der höchste Berg des Landes ist 915 m hoch und befindet sich im Norden in der Nähe von Zouerate.

In Mauretanien befinden sich ebenfalls mehrere Nationalparks und Naturschutzgebiete, in denen zahlreiche Zugvögel überwintern. In diesen Parks leben aber neben Säugetieren auch Menschen.

Die Fauna und Flora

Das trockene, heiße mauretanische Klima bietet keine besonders günstigen Bedingungen für die Entwicklung von Leben. Trotzdem haben es einige Tier- und Pflanzenarten geschafft, sich an die Wasserarmut anzupassen. Das Wasser des Atlantik, an den das Land grenzt, bietet hingegen einen großen Artenreichtum und gehört zu den fischreichsten Gebieten der Erde.

Die Künste und die Kultur

Die mauretanische Kultur ist das gesellschaftliche Fundament des Landes. Die vielfältigen Einflüsse umfassen den Islam, die französische Kolonialpräsenz, die Traditionen der Berber und Schwarzafrikas. Die Kunst und Kultur Mauretaniens beruht vor allem auf Musik, Poesie und Märchen.

Die traditionelle mauretanische Musik erzählt von den Heldentaten der Kriegerfürsten zu Zeiten der großen Königreiche sowie Liebesgeschichten. Der Gesang wird von den Instrumenten Tidnit (Laute mit vier Saiten für Männer) und Ardine (für die Frauen) begleitet. Diese durchdringenden Melodien können dem unerfahrenen Zuhörer etwas disharmonisch erscheinen!

Poesie und Märchen sind in Mauretanien besonders beliebt. Die Bevölkerung versammelt sich oft abends rund um ein Lagerfeuer, um zu singen, zu tanzen und Gedichte vorzutragen (nein, es handelt sich hierbei nicht nur um ein Klischee). Die Erzählungen haben auch eine erzieherische Funktion und bringen den Kindern Vorschriften und Kenntnisse nahe, die in Form kleiner Geschichten übermittelt werden.

In der Sahara finden sich ebenfalls viele Höhlenmalereien und -gravuren aus der Jungsteinzeit. Es handelt sich um Darstellungen von Wildtieren und Alltagsszenen dieses Zeitalters.

Die Monumente

Die Monumente Mauretaniens sind im gesamten Land verstreut und zeugen von der historischen Tragweite des Landes. Im Nationalmuseum in Nouakchott erhält man eine Vorstellung von den früheren Lebensbedingungen in diesem Land. In Aoudaghost kann man die mittelalterlichen Ruinen dieser historischen Karawanenstadt besichtigen.

Die Traditionen

Wie in vielen Ländern Subsahara-Afrikas ist der traditionelle Animismus die vorherrschende Glaubensrichtung. Diese Religion nimmt die Existenz einer vitalen Kraft in jeder Schöpfung der Natur voraus, gleichgültig ob Mensch, Tier, Baum, Stein oder Fluss. Trockenheit, Krankheit und Hunger sind für Glaubensanhänger des Animismus unfehlbare Zeichen für die Bestrafung eines schweren Fehlers. Obwohl die Bevölkerung fast zur Gänze muslimisch ist, werden die uralten animistischen Traditionen weiterhin gepflegt.
Die alten Bräuche und Sitten sind immer noch gegenwärtig, sodass z.B. die Begrüßung oder das Essen nach bestimmten Ritualen abläuft. Die Teezeremonie ist ein besonders wichtiger Alltagsbrauch in Mauretanien. Eine Einladung auszuschlagen oder nach dem ersten Getränk wieder Abschied zu nehmen ist gesellschaftlich verpönt. Die Mauretanier sind sehr gastfreundlich, und es ist nicht selten, dass man auf ein Glas Tee, zum Essen oder sogar über Nacht eingeladen wird.