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Der Kanga - Die Kleidung der Frauen auf Sansibar - Sansibar

Reisebericht Sansibar: Der Kanga - Die Kleidung der Frauen auf Sansibar

Der Kanga - Die Kleidung der Frauen auf Sansibar
Auf Sansibar ist der Kanga nicht nur die traditionelle Kleidung der Frauen, sondern auch ein Zeichen der Weiblichkeit. Seinen Ursprung hat das Gewand im 19. Jahrhundert, als spanische Händler die bunten Tücher in Sansibar einführten. Zunächst wurde der Kanga nur auf Sansibar getragen, inzwischen ist er ein beliebtes Kleidungsstück entlang der ganzen afrikanischen Westküste geworden. Von Kenia nach Tansania ist der Kanga das Herzstück jeder Garderobe und selbst in Uganda wird er von Frauengetragen. Der Kanga ist ein etwa 1,50m langes Baumwolltuch, welches in den unterschiedlichsten Farben und Mustern erhältlich ist. Das Muster des Tuchs ist immer gleich aufgebaut: es besteht aus einem Rand, den man auf Kiswahili Pindo nennt, einem Hauptteil (dem Miji) und einer Inschrift (Jina). Der Kanga besteht üblicherweise aus zwei Teilen: den ersten Teil tragen Frauen als Kopfbedeckung, das Tuch fällt dabei meistens über den Rücken. Der zweite Teil des Kangas ist eine Art Rock, der bis zu den Knöcheln geht. Für ?Muzungus? (Swahili für ?weißer Menschen?) kostet der Kanga gewöhnlich ein paar Dollar, die Frauen Sansibars zahlen in der Regel noch weniger. Günstig und vielseitig einsetzbar st der Kanga das wichtigste Kleidungsstück der Frauen. Unabhängig des Alter, der sozialen Schicht oder des Rangs innerhalb der Familie wird der Kanga von allen Frauen der Insel getragen und ist in gewisser Weise ein Ausdruck ihrer Weiblichkeit. Die Inschriften, Jina, erschienen das erste Mal zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf den bunten Tüchern. Sie verwandelten den Kanga, bis zu diesem Zeitpunkt ein gewöhnliches Kleidungsstück, in eine Form der Kommunikation und des persönlichen und politischen Ausdrucks für Frauen. In einer Gesellschaft, in der Männer das Sagen hatten und die Freiheiten und Möglichkeiten der Frau stark eingeschränkt waren, gewann der Kanga dadurch große Bedeutung. Redewendungen, Ausdrücke, Ermahnungen, historische Symbole oder Liebesbotschaften: die ganze Swahili Kultur konnte durch den Kanga zum Ausdruck gebracht werden und das Gewand wurde ein Sprachrohr für Frauen, denen es verboten war, sich auf eine andere Weise auszudrücken. Aufgrund des niedrigen Preises (ein Kanga ist viel günstiger als westliche Kleidung) besitzen die Frauen Sansibars viele verschiedene Kangas , verschenken sie regelmäßig und nutzen jede Gelegenheit um ihre eigene Sammlung zu erweitern. Die Jina sind oft Volksweisheiten, aber auch praktische Anweisungen. Zu den beliebtesten Jina gehören unter anderem: Nani kama mama : Keiner kann eine Mutter ersetzen Bora kupata kuliko kukosa : Ein bisschen ist besser als nichts. Subira ufunguo wa peponi : Das Paradies gehört denjenigen, die wissen, wie man es findet. Die Zahl der Jina, die man auf Kangas finden kann, ist schier unendlich, ebenso unterschiedlich fallen die Muster und Farbvariationen aus. In Stonetown ist der beste Ort um einen Kanga zu kaufen der Markt am Rande der Stadt.
Weibliches Sansibar Sasik: Der traditionelle Tuchhandel Sansibars

Übersicht

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