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8 Gründe gegen das Reiten von Elefanten
Geposted 25.01.2019 , Bearbeitet am 30.01.2019

NeuigkeitenThailand

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Über ganz Asien verstreut, leben mehr als 3.000 Elefanten in Gefangenschaft. Zur Belustigung von Touristen vollführen sie verwirrende und manchmal schmerzhafte Tricks wie z.B. auf Engseilen balancieren, sich auf einer kleinen Trommel auf die Hinterbeine stellen, Bilder malen und natürlich Menschen auf sich reiten lassen. Bei einer Umfrage warum Reisende Shows sowie das Reiten von Elefanten sponsern wollten, gab die Mehrheit der 13.000 Befragten als Hautgrund die "Liebe zu Tieren" an. Wenn die Touristen jedoch wüssten, was die Elefanten für ihr Vergnügen erleiden müssen, würden sie ihre Urlaubsfotos im Handumdrehen wieder zerreißen.

1. Entführt

1. Entführt
© Yooran Park/123RF

Obwohl Elefantenmütter sehr beschützend sind und Jungtiere oft jahrelang bei ihren Familien bleiben, werden Elefanten schon als Babys von ihren Familien getrennt um sie mental zu brechen und gefügiger zu machen. Aufgrund ihres hohen Verkaufswertes werden nicht nur die Babys illegal und in freier Wildbahn gefangen genommen, auch die Mütter werden oft getötet, wenn sie versuchen, ihre Jungtiere zu beschützen.

2. Grausames "Training"

Das Training beginnt früh. Sobald die Elefantenjungtiere ankommen, werden sie in Käfige gesteckt, gefesselt und mit Ochsenhaken und anderen Instrumenten gepeinigt. Meist verwendet man dabei das Prinzip der negativen Verstärkung. Man entfernt einen unangenehmen Reiz sobald der Elefant das tut, was von ihm verlangt wird. Das Entziehen des unangenehmen Reizes führt so zu einer erhöhten Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens. So will man wilde Elefanten zähmen und sicherstellen, dass sie ihrem Mahout gehorchen. Die Jungtiere werden aus Angst gehorsam, da sie die Schmerzen vermeiden wollen. Elefanten, die diesem sogenannten "Brechen" oder "Crushen" ausgesetzt sind, entwickeln oft eine posttraumatische Belastungsstörung.

3. Ein unnatärliches Leben

3. Ein unnatärliches Leben
© Maxim Krivoshein/123RF

In freier Wildbahn bewegen sich Elefanten in matriarchalischen Herden. Zusammen wandern sie auf der Suche nach frischer Vegetation mehrere Kilometer am Tag, spielen und baden in Flüssen. In Gefangenschaft jedoch werden Elefanten ihres Lebens beraubt. Da sie die meiste Zeit in Ketten verbringen, können sie sich weder mit anderen Elefanten treffen, noch sich frei bewegen. In kleinen Arenen oder auf schmalen Trampelpfaden trotten sie auf und ab mit Touristen auf ihren Rücken und vollführen schmerzhafte Tricks zur Belustigung der Zuschauer.

4. Kerker

4. Kerker
© Alexey Pevnev/123RF

Ihre Freizeit verbingen die Tiere normalerweise angekettet in kleinen Schuppen oder Hütten mit Böden aus Beton, welche die Gelenke der Elefanten beschädigen. Die Ketten sind dabei so eng um die Beine der Elefanten gelegt, dass diese sich kaum bewegen können und oft Verletzungen davon tragen.

5. Der richtigen Pflege beraubt

In Gefangenschaft lebende Elefanten, bekommen meist nährstoffarmes Futter und nicht ausreichend Wasser. Darüber hinaus wird ihnen die notwendige tierärztliche Betreuung, die sie insbesondere für ihre Füße benötigen, vorenthalten.

6. Vorzeitige Todesfälle

Der Bewegungsmangel und der harte Betonboden führen zu schweren Fußproblemen, Arthritis und Rückenverletzungen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Elefanten, die in Gefangenschaft aufwachsen, bereits Jahrzehnte früher sterben als ihre freilebenden Artgenossen. So brach die Elefantenkuh Sambo unter enormer Erschöpfung zusammen als sie gezwungen wurde bei 40 Grad im Schatten, Touristen durch die in Kambodscha liegende Tempelanlage Angkor Wat zu tragen.

7. Elefanten schlagen zurück

Die einzige Möglichkeit, einen Elefanten dazu zu bringen, Bilder zu malen, Touristen auf sich reiten zu lassen oder andere erniedrigende Tricks vorzuführen ist durch Gewalt und Einschüchterung. Demnach ist es nur eine Frage der Zeit bis der Elefant seine Grenzen erreicht und durchdreht. So geschah es auch mit Mbanje, einem Reitelefant, der in einem Tobsuchtsanfall seinen Mahout zerquetschte, nachdem dieser das Tier gezwungen hatte, Touristen auf seinem Rücken zu tragen. Der Tierschutzorganisation World Animal Protection zufolge, wurden allein in Thailand zwischen 2010 und 2016 insgesamt 17 Todesfälle und 21 schwere Verletzungen durch gefangen gehaltene Elefanten verzeichnet.

8. Betrugsreservate

8. Betrugsreservate
© Somchai Rakin/123RF

Viele Elefantencamps in Thailand, Kambodscha und anderen Teilen Asiens versuchen die Öffentlichkeit zu täuschen, indem sie behaupten, die Elefanten würden gerettet werden und die Aktivitäten kämen den Elefanten zugute. In Wahrheit sollen jedoch nur dieselben missbräuchlichen Trainingsmethoden verharmlost werden. So sollte jeder, der sich um die schwindende Elefantenpopulation oder den Missbrauch von gefangenen Elefanten Gedanken macht, mithelfen, diese Touristenattraktionen zu beenden, anstatt sie zu finanzieren.